Kreislaufstillstand

Kreislaufstillstand

Kreislaufstillstand

Kreislaufstillstand

KreislaufstillstandVon Kreislaufstillstand spricht man, wenn das Herz nicht mehr in der Lage ist, den Kreislauf durch ausreichende Pumpfunktion aufrecht zu erhalten. Der Blutfluss kommt zum Erliegen. Der Nachschub an sauerstoffreichem Blut für Gehirn und andere Organe ist nicht mehr gewährleistet. Ist ein Patient bewusstlos und hat keine Atmung, müssen wir von einem Kreislaufstillstand ausgehen und wir starten die Reanimation.

Symptome sind

  • Bewusstlosigkeit
  • Fehlen von Atmung und Kreislauf (von «Lebenszeichen»)

Erste Hilfe bedeutet hier

  • Realisieren: Kreislaufstillstand: Jede Sekunde zählt!
  • Alarmieren: Sofort intern (Helfer, AED) und extern alarmieren (Notruf 144)!
  • Pumpen: Sofort mit Brustkompressionen beginnen!
    • Einfache Kleidungsstücke (Jacken,…) aufmachen, ggf. zerreissen.
    • Auf dem Brustbein, Höhe der Brustwarzen mit Kompressionen beginnen.
      • Ellbogen des Ersthelfers gestreckt, Schultern über den Händen, aus den Hüften komprimieren
    • 5-6cm (oder ca. 1/3 des Brustkorbes) tief drücken
    • 100-120x pro Minute Kompressionen durchführen
  • Schocken: Erstdefibrillation innert 3 Minuten!
    • Anweisungen des Defibrillators folge leisten und bei Aufforderung den Patienten Schocken.
    • Defibrillator soll (ausser im stehenden Wasser) immer angewendet werden!
  • Beatmung mittels Taschenmaske / Hilfsmitteln erwägen, dies nur bei genügend Leuten und geschultem Personal.

Beachte auch

Im Herz-/Kreislaufstillstand zählt buchstäblich jede Sekunde. 75% überleben bei Defibrillation innert 3 min und optimalen Kompressionen, exponentiell mehr / weniger bei günstigeren / schlechteren Reaktionszeiten. Thoraxkompressionen müssen sofort aufgenommen und nur zur Analyse und zur Schockabgabe des AEDs unterbrochen werden. Beatmung soll aufgenommen werden, sobald Realisieren, Alarmieren, Pumpen und Schocken gewährleistet ist, genügend Helfer vorhanden sind und/oder Voraussetzungen geschaffen sind, dass trotz Beatmungsversuchen, Thoraxkompressionen und AED-Einsatz nicht eingeschränkt werden. Das wichtigste ist das alarmieren, die Brustkompressionen und das Schocken mittels Defibrillator.

 


Vertiefungsthemen

AED
Asystolie
EKG
Kammerflattern
Kammerflimmern
Rhythmusstörungen / Arrhythmien
Wiederbelebung (Podcast)