Nachschlagewerk

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ABCDE

Untersuchung des Patienten nach dem ABCDE-Schema. Wenn Sie ein Problem bei einem bestimmten Buchstaben haben, müssen Sie es beheben, bevor Sie zum nächsten Buchstaben übergehen. Falls ein Problem behoben werden musste, so muss wieder von vorne (bei A) gestartet werden, bevor man in der Reihenfolge weiter geht. Somit wird sichergestellt, dass Veränderungen des Patienten durch getroffene Massnahmen bemerkt werden.

Das ABCDE-Schema wird oft zum cABCDE erweitert, wobei das c für „critical Bleeding“ steht. Starke, lebensbedrohliche Blutungen müssen gestoppt werden, bevor mit weiteren Massnahmen wie z.B. einer Reanimation gestartet wird.

Airway & Spine Control (Atemweg und Wirbelsäule)

Überprüfen Sie die Atemwege. Hat der Patient eine normale Atmung? Wenn die Atmung des Patienten geräuschvoll ist (Keuchen), neigen Sie den Kopf leicht in eine gestreckte Position, um den Atemweg frei zu machen.

Beurteilen Sie, ob es möglich ist, dass die Wirbelsäule betroffen sein könnte. Falls erforderlich, stabilisieren Sie ihn mit dem Halsschienengriff.

Breathing (Atmung: Lunge, Brustkorb.)

Kontrollieren Sie die Atmung mittels aller Sinne die sie haben. Halten Sie dafür ihr Ohr über das Gesicht des Patienten (fühle, hören), beobachten sie den Brustkorb/Bauch (sehen) und legen Sie dem Patienten die Hand auf den Bauch um Bewegungen besser wahrnehmen zu können (fühlen). Schätzen Sie die Atemfrequenz (Norm: 12-20/min). Atmet der Patient tief oder flach? Hören Sie Atemgeräusche (pfeifen, röcheln)

Circulation (Herz und Kreislauf)

Sehen Sie nach, ob der Patient größere Verletzungen hat. Äußere Blutungen mit einem Druckverband/Verband stoppen. Schätzen Sie das Vorliegen einer inneren Blutung ab und prüfen Sie, ob es Anzeichen für Blutergüsse gibt.

Achten Sie auf die Haut des Patienten (blass, bläulich, rot? schwitzig?)

Fragen Sie den Patienten nach Unwohlsein und Schwindel.

Disability (Bewusstsein: Gehirn)

Bewertung des Bewusstseinszustandes. Wenn der Patient nicht auf den Ruf reagiert, versuchen Sie, den Patienten zu wecken, indem Sie ihn mit Schmerzen stimulieren (Arm kneifen / mit Handknöcheln auf Brustbein reiben / unter dem Ohr nach vorne in den Kiefer drücken).

Wenn nach der Schmerzstimulation keine merkliche Reaktion auftritt und der Patient atmet (= Bewusstloser aber atmender Patient), drehen Sie den Patienten in die sichere Seitenlage und fahren Sie mit Punkt E fort.

Exposure & Environment ( Ausstellung & Umwelt)

Untersuchen Sie andere lebensbedrohliche Situationen (z.B. Rückenverletzungen).

Schützen Sie den Patienten vor Unterkühlung – am einfachsten mit einer Rettungsdecke. (Ferrero Rocher: Silberseite nach innen/zum Patienten hin).

AED

Ein automatischer externer Defibrillator (AED oder „Defi“) ist ein medizinisches Gerät zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, die durch die Verabreichung von Elektroschocks verändert werden können. Im Gegensatz zu Defibrillatoren, die in Notaufnahmen oder Kliniken eingesetzt werden, sind AEDs für nicht-professionelle Retter konzipiert und funktional. Im Falle eines Kreislaufstillstandes ist das Einsetzen des Defibrillators unverzichtbar und bildet gemeinsam mit dem Pumpen die Grundlage einer Wiederbelebung.

Auf Grund der Herz-Rhythmen im Falle eines Kreislaufstillstandes, soll innerhalb von drei Minuten der erste Schock ausgelöst werden, um die Überlebenswahrscheinlichkeit des Patienten so hoch wie möglich zu halten.  Aus diesem Grund raten wir jedem zum Kauf eines Defibrillators. Ein einfaches Modell ist ausreichend und kann in einem lebensbedrohlichen Notfall einen Unterschied machen.

Allergien

Eine Allergie ist nichts anderes als eine Abstoßungsreaktion des Körpers.
Der Körper enthält eine bestimmte natürliche Substanz, die gegen Gefahren harmlos ist und eine Immunreaktion gegen sie auslöst.

Im Prinzip kann jede Substanz als „Allergen“ (Auslöser) wirken, einige sind jedoch häufiger anzutreffen (z.B. Tierhaare, bestimmte Lebensmittel wie Erdnüsse oder Insektizide, Hausstaubmilben oder Pollen).

Die Allergierate nimmt in den westlichen Ländern ständig zu. Es gibt keine klare Erklärung für dieses Phänomen. Sicher ist, dass es einen Zusammenhang zwischen erhöhter Hygiene und der Zunahme von Allergien gibt.

SYMPTOMATIK

Allgemeine Symptome bei einer allergischen Reaktion:

  1. Entzündung der Schleimhäute (Augenkonjunktiva, Heuschnupfen), begleitet von anderen damit verbundenen Reaktionen: laufende Nase, tränende Augen usw.
  2. Juckreiz
  3. Verengung der Atemwege, Asthma
  4. Hautausschläge und Schleimhautschwellungen
  5. Verdauungsprobleme (besonders wenn es sich um Allergien gegen Nahrungsmittel oder Medikamente handelt)
  6. Kann einen anaphylaktischen Schock erleiden.

Es gibt verschiedene Stufen von allergischen Reaktionen. Die erste Reaktion ist sehr selten eine 3 oder 4. Notfallmedikamente werden meist ab Stufe 2 bereits verschrieben, um bei einem möglichen Verschlimmern zu Stufe 3/4 bereits vorbereitet zu sein.

  1. Rötung, Juckreiz, Ausschlag, Schwellungen (KEINE Magen-Darm, Atemwegs oder Herz-Kreislauf Beschwerden)
  2. zusätzlich Bauchkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen
  3. zusätzlich Schwellung im Kehlkopfbereich, evt. blaues Verfärben von Lippen und Finger
  4. Atemstillstand, Kreislaufstillstand

Der anaphylaktische Schock ist die heftigste Reaktion des Körpers auf Allergene. Bestimmte Immunzellen in unserem Körper setzen eine Armee von Substanzen (einschließlich Histaminen) frei, um den Feind loszuwerden.

Die massive Freisetzung von Histamin führt zu einer gefährlichen Gefäßerweiterung. Das Ergebnis ist ein Abfall des Blutdrucks. Zum Ausgleich erhöht das Herz seine Kontraktionsrate, ohne den Effekt kompensieren zu können. Es besteht die Gefahr eines Herzstillstands!

Weitere Einzelheiten zu den häufigsten Allergien, einschließlich der Therapie, finden Sie hier:

  1. Allergie gegen Insektenstiche (insbesondere Wespen/Bienen)
  2. Allergie gegen Hausstaubmilben
  3. Lebensmittelallergie und -unverträglichkeit

PROPHYLAXE

Bei Neugeborenen, die noch kein voll entwickeltes Immunsystem haben, dient die Mutter daher während der Schwangerschaft und in den ersten Monaten nach der Geburt als Schutz für das Kind, insbesondere durch die Muttermilch. Dazu sollte sie während der Schwangerschaft nicht rauchen, ihr Baby vom 4. bis 6. Monat stillen und möglichst ab dem 6. Monat mit der Säuglingsnahrung beginnen.

Alkohol (Missbrauch)

Schwere Alkoholvergiftung bedeutet ein einziger übermässiger Alkoholkonsum. Sie wirkt sich hauptsächlich auf den Bewusstseinszustand und andere wichtige Funktionen des Körpers aus und kann im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Der grösste Schaden entsteht in der Leber, es nehmen aber auch andere Organe wie die Bauchspeicheldrüsen, die Nieren und das ganze Herz-Kreislauf-System schaden. Kleine Schäden entstehen bereits ab geringen Mengen Alkohol. Die Aussage „ein Glas Wein am Tag kann gesund sein“ ist seit längerem wissenschaftlich widerlegt. Es wird mittlerweile „jeder Tropfen ist schädlich“ verwendet.

SYMPTOMATIK

Die Symptome hängen von der Höhe des Alkoholspiegels im Blut ab (Promille oder gr/Kilo). Sie können sich als Enthemmung, leichte Aggression, undeutliche Sprache, Koordinationsstörungen, Sehstörungen, Gedächtnislücken, Erbrechen bis hin zur Bewusstlosigkeit, Koma und Herzstillstand äußern.

Die langfristige Symptomatik besteht vor allem in einem Umbau der Leber, wobei man im Endstadium von einer Zirrhose spricht.

THERAPIE

Der wichtigste zu unternehmende Schritt im akuten Fall ist die Aufrechterhaltung von Atmung und Kreislauf. Eine medizinische Überwachung ist daher unerlässlich.

Chronischer Alkoholismus: In diesem Fall verursacht der anhaltende und wiederholte Alkoholkonsum schwerwiegende Schäden an den Organen. Diese müssen individuell betrachtet und therapiert werden.

Alkohol (Entzug)

Entzugssymptome bei chronischen Alkoholikern können von Patient zu Patient stark variieren und sind 24 Stunden nach dem letzten Alkoholkonsum am ausgeprägtesten. Ein epileptischer Anfall kann nach 48 Stunden auftreten.

Bei einem „kalten Entzug“ (= plötzliches Stoppen) nach langer Abhängigkeit besteht Lebensgefahr. Das Entwöhnen soll daher stehts begleitet und in Absprache mit Fachpersonal geschehen.

SYMPTOMATIK

Typische Anzeichen sind Unruhe und Angst, aber auch Halluzinationen, Zittern, Schwitzen, Schwierigkeiten, sich auszudrücken, Schwächegefühl, hoher Puls, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

THERAPIE

Bei schweren Symptomen sollte der Alkoholkonsum eingestellt werden. Wird eine Verschlechterung beobachtet, kann eine medizinische Überwachung erforderlich sein.

Aneurysma

Der Begriff „Aneurysma“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Aufweitung“, also die Ausräumung einer Arterie aufgrund eines Defekts in der Beschaffenheit der Gefässwand.

Man kann sich einen Defekt in einem Gartenschlauch vorstellen, der durch den hohen Wasserdruck eine Beule bildet.

Wenn das Rohr platzt, können die Pflanzen ihren Wasserbedarf nicht mehr decken und „trocknen“ aus, und es entsteht ein Wasserschaden an der Stelle, an der das Rohr geplatzt ist.

Im Prinzip sind alle Gefäße von dieser Art der Verletzung bedroht. Große Arterien wie die Aorta oder die Gefäße im Kopf sind viel anfälliger.

Massiver Blutverlust kann zum Tod oder zu schweren Schäden an einem Körperteil oder einem Organ aufgrund mangelnder Blutversorgung führen – dies ist zum Beispiel beim Gehirn der Fall.

SYMPTOMATIK

Typische Symptome während einer Aneurysmaruptur sind plötzliche und sehr starke Schmerzen (z.B. Kopfschmerzen) gemeinsam mit einer Hemi-Symptomatik wie bei einem ischämischen Schlaganfall (einseitige Lähmungen, Sprachstörungen, Verwirrtheit,…

Die meisten kleinen Aneurysmen zeigen keine Symptome oder nur dann, wenn sie reißen. Sie werden oft zufällig bei einer Routinekontrolle entdeckt und bedürfen meist keiner weiteren Therapie. Dennoch werden sie über eine Zeit beobachtet, um die Rupturgefahr einschätzen zu können.

Bei einem bekannten Aneurysma ist es notwendig, die Gefahr einer Ruptur einzuschätzen. Bei nötiger Operation werden zwei Therapiearten unterschieden:

THERAPIE

  • Stoppen Sie den Fluss mit Metallklammern: „Clipping“.
  • Stopfen potenzieller Leckstellen: „Coiling“.

Angina pectoris

Angina pectoris (Angor) bezieht sich auf einen plötzlich auftretenden schweren Brustschmerz, der durch eine Ischämie (Minderdurchblutung) des Herzens ausgelöst wird. Angina pectoris ist ein Symptom (keine Krankheit!) und gilt als das klassische Symptom der koronaren Herzkrankheit oder eines Herzinfarktes.

URSACHEN

In den meisten Fällen wird sie durch eine Kreislauferkrankung verursacht, die einer Stenose (Verengung) eines Herzkranzgefäßes zugrunde liegt. Dies ist häufig die Folge einer Atherosklerose (generalisierte Stenose), aber auch seltene Erkrankungen wie die Prinzmetal-Angina kann durch Vasospasmen (Verkrampfung der Herzkranzgefässe) eine Angina pectoris auslösen

Angina pectoris wird typischerweise durch körperliche Anstrengung, Kälteeinwirkung oder emotionalen Stress ausgelöst. Auch eine große Mahlzeit ist bei anatomischen Gegebenheiten ein häufiger Auslöser.

SYMPTOMATIK

Die Angina pectoris kann sich auf sehr unterschiedliche Weise manifestieren. Die meisten Patienten klagen nicht über lokale, pochende Schmerzen, sondern eher über ein Gefühl des Unbehagens im Brustbereich, das sich äußern kann durch:

  • Überwältigender Schmerz
  • Ein Druck
  • Ein Gefühl der Schwere
  • Verbrennungs-Gefühl
  • Ein Gefühl des Erstickens

Die Beschwerden können in den Rücken, Nacken, Schultern oder sogar in den Kieferbereich ausstrahlen.

Der Schmerz hält etwa 1 bis 5 Minuten an und wird durch die Verabreichung/Anwendung von Nitroglycerin reduziert. Schmerzen in der Brust, die nur wenige Sekunden andauern, sind in der Regel kein Zeichen für Angina pectoris.

Ein Herzinfarkt kann eine schwere und lang anhaltende Angina pectoris verursachen, die oft mit einer Ausstrahlung in den linken Arm einhergeht.

THERAPIE

Eine Angina pectoris soll ärztlich abgeklärt werden und auf Grund des Auslösers therapiert werden. Je nachdem werden folgende Massnahmen getroffen:

  • Ruhe
  • Intensive körperliche oder emotionale Belastung vermeiden
  • Verabreichung von Sauerstoff
  • Medikamente (Aspirin)
  • Beruhigungsmittel
  • Minimalinvasive Therapie der Verengten Arterien (Stent)

Asthma

Asthma ist eine chronische Entzündung der Atemwege.

Die Schleimhäute reagieren besonders empfindlich auf Reize wie Anstrengung, kalte Luft, psychischen Stress, bestimmte Medikamente oder Allergene wie Hausstaubmilben und Pollen.

Wenn sie diesen Reizen ausgesetzt sind, produzieren die Atemwege mehr Schleim und verkrampfen auf Grund von Muskelanspannungen der Atemwege. Dies reduziert den Durchmesser der Atemwege und es tritt Dyspnoe (Kurzatmigkeit) in Form eines Anfalls auf.

Ein Anfall kann von wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden (seltener Tage) dauern. Die Abstände zwischen den Angriffen können je nach ihrer Schwere erheblich variieren.

SYMPTOMATIK

Typische Symptome sind auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Atemwege permanent entzündet und daher überempfindlich sind. Dyspnoe (Atemnot) tritt häufiger morgens und abends auf, nach körperlicher Anstrengung, während einer Atemwegsinfektion oder bei Exposition gegenüber Allergenen.

Oft kann man ein keuchendes Ausatmen hören. Darüber hinaus verursacht eine übermäßige Schleimproduktion einen Husten. Die Beschwerden nehmen ab, wenn der Patient sitzt und seine Arme auf eine Stütze stützen kann. Auf diese Weise wird er in der Lage sein, seine unterstützenden Atemmuskeln (im Rumpf, in der Brust und in einem Teil des Schultergürtels vorhanden) einzusetzen. Zwischen den Anfällen fehlen die Symptome oft völlig.

THERAPIE

Im Falle eines schweren Anfalls oder wenn dies zum ersten Mal geschieht, sollte ein Arzt konsultiert werden. Wenn das Asthma jedoch bekannt ist und der Patient einen Inhalator trägt, sollte dieser verwendet werden.

Der Patient sollte ruhig gehalten werden, fern von jeglichen Belästigungen wie Zigarettenrauch, kalter Luft oder anderen Substanzen, die den Anfall verschlimmern könnten.

Die medikamentöse Behandlung sollte Substanzen umfassen, die sowohl die Bronchien erweitern als auch eine langfristige Entzündung der Schleimhäute hemmen, was eine langfristige Therapie mit inhalativen Corticosteroiden bedeutet. Das alleinige verwenden von kurzwirksamen Inhalatoren (Ventolin / Salbutamol) ist nicht empfohlen.

Je nach Schweregrad reicht eine Dosis des Inhalators für eine sofortige Linderung aus. In schwereren Fällen werden Tabletten oder extrem selten sogar eine intravenöse Behandlung in Betracht gezogen, ebenso wie eine mögliche assistierte Atmung.

Die Therapie wird stufenweise individuell angepasst, um Attacken zu verhindern und einen möglichst stabilen Zustand zwischen den Attacken zu erreichen.

Unterschied zwischen Asthmaanfall und Hyperventilation

Der Asthmaanfall sollte nicht mit Hyperventilation verwechselt werden. Bei einem Anfall ist die Exspirationszeit (Ausatmungszeit) erheblich verlängert. Möglicherweise hören Sie ein keuchendes Geräusch, wenn Sie ausatmen. Die Patienten bedienen sich oft selbst mit den Armen, um das Atmen zu erleichtern. Selbst wenn Asthmatiker an ihre Asthmaanfälle gewöhnt sind, können sie in Panik geraten. Vor allem, wenn sie ihren Inhalator nicht dabei haben.

Während der Hyperventilation haben die Patienten eine sehr schnelle und flache Atmung. Einatmung und Ausatmung sind etwa gleich lang. Die Patienten zeigen in der Regel Anzeichen von Panik. Es muss keine medikamentöse Massnahme ergriffen werden, sondern die Beruhigung des Patienten durch „Talking down“ steht im Vordergrund. Wir versuchen, den Patienten aus der Hyperventilation herauszuholen, indem wir Sätze wie „Atmen Sie leicht“ verwenden. Atmen Sie leicht. Versuchen Sie, sehr ruhig zu atmen. ». Aber seien Sie vorsichtig, denn dies erfordert in der Regel viel Geduld. Ausserdem kann der Patient in seine eigene Hände atmen, damit er das verlorene (zu tiefe) CO2 wieder einatmen kann.

Asystolie (fehlende Herztätigkeit)

Eine Asystolie ist eine Beendigung der mechanischen und elektrischen Tätigkeit des Herzens, die, wenn sie unbehandelt bleibt, innerhalb von Minuten zum Tod führt.

Eine Asystolie kann durch eine flache Linie auf dem EKG erkannt werden. Andere Symptome sind das Fehlen von Herzbewegung auf einem Ultraschall und das Fehlen eines Pulses. Diese können andere Ursachen haben.

URSACHEN

In den meisten Fällen geht der Asystolie ein Kammerflimmern voraus, das z.B. durch einen Herzinfarkt ausgelöst werden kann. Diese sekundäre Asystolie ist also nicht die Ursache, sondern die Folge eines Problems.

Die so genannte primäre Asystolie tritt nur in etwa 20% der Fälle auf. Sie wird in der Regel durch das Aufhören der Funktion des Sinusknotens und der darunter liegenden untergeordneten Erregungszentren des Herzens verursacht.

THERAPIE

Eine HLW (Herz-Lungen-Wiederbelebung) sollte bis zur weiteren Behandlung durch medizinische Notdienste durchgeführt werden. Darüber hinaus kann die Verwendung eines Herzschrittmachers erforderlich sein.

Eine Defibrillation kann – im Gegensatz zu dem, was die medizinische Fernsehserie zu suggerieren scheint – Asystolie nicht behandeln. Damit es funktioniert, muss eine unregelmäßige Herzaktivität erkannt werden, um sie zu korrigieren. Adrenalin ist Teil der medikamentösen Therapie.

Atemnot

Atemnot (Dyspnoe) hat viele Ursachen. Plötzliche Kurzatmigkeit kann durch einen Fremdkörper, der die Atemwege verstopft, oder durch eine Entzündung der Atemwege verursacht werden.

SYMPTOMATIK

  • Eklatante Atembeschwerden
  • Plötzlicher schwerer Husten
  • Respiratorisches Keuchen
  • Flache und schnelle Atmung
  • Bläuliche Verfärbung der Lippen/Finger
  • Verschlechterung des psychischen Zustands

THERAPIE

  • Störende Faktoren ausschließen (wie allergische Reaktion/Asthma)
  • Alarm 144
  • Bei Verschlucken: Schlag auf den Rücken; erschöpfter Patient: Heimlich-Manöver
  • Bewusstlos: Brustkompressionen

CAVE

  • Kinder sind besonders gefährdet, weil ihre Atemwege eng sind. Das geringste Anzeichen von Atemnot sollte in Betracht gezogen werden, und 144 sollten sofort alarmiert werden.
  • Wenn das Heimlich-Manöver durchgeführt wurde, muss der Patient immer zu einer Untersuchung ins Krankenhaus gehen. Die gegen die Bauchorgane angewandte Kraft kann innere Verletzungen oder sogar Blutungen verursacht haben.

Bänderzerrung

Drei Bänder stabilisieren die Außenseite des oberen Sprunggelenks. Gestreckte oder gerissene Bänder gehören zu den häufigsten sportbedingten Knöchelverletzungen. In 90% der Fälle ist es auf die Verdrehung des Fußes zurückzuführen, die die Außenbänder gedehnt hat.

Bänderdehnungen sind häufig die Folge eines Schlags, Sturzes oder Ausrutschens, ebenso wie gerissene Bänder. Die meisten sind keine schweren Verletzungen und haben keine dauerhaften Folgen.

SYMPTOMATIK

Beim Sport kommt es bei fast allen geschlossenen Verletzungen des Bewegungsapparates zu Einblutungen in das betroffene Gewebe – es bildet sich ein Hämatom (Bluterguss).

Andere Symptome:

  • Sofortiges Einsetzen, die meisten Schmerzen unmittelbar nach dem Unfall.
  • Asthenie, Behinderungen, Gefühl der Instabilität im Gelenk während der Mobilisierung
  • Schwellung, Druckempfindlichkeit

THERAPIE

Hauptziel der Behandlung: Reduktion von Schmerzen und Schwellungen und Vorbereitung auf die Mobilität, um wieder gehen zu können.

Die ersten Behandlungen, die nach Möglichkeit am Unfallort nach dem PECH-Schema durchgeführt werden sollten:

Pause – Sofortige Unterbrechung des Sports
Eis – Kühlung der verletzten Stelle, sofern es sich nicht um eine offene Wunde handelt. Vorsicht: kein Eis direkt auf die Haut auftragen, da dies zu Erfrierungen führen kann.
Compression – Kompressionsverband zur Vermeidung von Schwellungen, sollte regelmäßig kontrolliert werden.
Höhe – Heben Sie die verletzte Extremität an. Die Zirkulation von Blut und Entzündungsflüssigkeit wird erleichtert, wenn sie erhöht ist (besonders in den Armen und Beinen).

Bauch

Probleme des Magen-Darm-Traktes, der Nieren und Harnwege werden unter „Abdomen“ erwähnt, wo auch allgemeine Informationen über Krankheiten der inneren Medizin und der Notfallmedizin sowie kleinere Alltagsbeschwerden zu finden sind.

  1. Blinddarmentzündungen
  2. Durchfall
  3. Ektopische Schwangerschaft
  4. Blasenentzündungen
  5. Kolik
  6. Menstruationsbeschwerden
  7. Nierensteine
  8. Übelkeit

Beatmung

Wenn Sie mit der HLW klar sind und alles organisiert ist, können Sie sich die Beatmung ansehen. Im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstands haben Sie weniger als 2, maximal 3 Minuten Zeit, um zu diesem Stadium zu gelangen.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie dazu bereit sind, wird die Beatmung unerlässlich. Nach jeweils 30 Kompressionen wird zweimal geblasen. Nehmen Sie die Kompressionen sofort wieder auf, bis der Notarzt Sie anweist aufzuhören.

Zur Beatmung des Patienten sollte der Kopf leicht in Streckung gekippt werden, um die Zunge von den Atemwegen fernzuhalten. Sie atmen einmal. Die beste Position dafür ist die Mund-zu-Nasen-Atmung. Mund-zu-Mund-Beatmung kann auch verwendet werden, wenn dies einfacher erscheint. Noch einfacher ist es, ein Beatmungsgerät zu verwenden, das gleichzeitig Luft in Mund und Nase des Patienten beatmet.

Bei der Insufflation (Beatmung) wird beobachtet, dass sich der Brustkorb des Patienten leicht hebt.

Beckenfraktur

Ein Beckenbruch ist eine Fraktur der Knochen des knöchernen Beckens. Sie tritt in der Regel bei Verkehrsunfällen oder Stürzen auf. Häufig ist das Hüftgelenk betroffen (Hüftpfannenfraktur). Innere Blutungen aus einem gebrochenen Becken können tödlich sein.

Eine Alarmierung im Notfall ist also unerlässlich!

SYMPTOMATIK

Abgesehen von Blutergüssen und Hämatomen kann eine Beckenasymmetrie in der perianalen und inguinalen Region beobachtet werden. Darüber hinaus können Durchblutung, Motrizität und Sensibilität gestört sein. Bei Gefäß- oder Nervenschäden können Blutungen in den Genitalien und im Anus gefunden werden. Schwere Schmerzen im Beckenbereich sind das Hauptsymptom, über das die Patientin klagt.

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Bewusstseinsstörung beim Erwachsenen

Der Körper ist ein System. Zirkulation und Empfindlichkeit sind zwei Schlüsselelemente dieses Systems. Sie sind in der Tat miteinander verbunden. Die Ursachen für Durchblutungs- und/oder Sensibilitätsstörungen sind vielfältig: Verletzungen, Vergiftungen, Krankheiten oder Mangelerscheinungen.

Ist der Patient nicht bei bewusstsein und hat keine Atmung, so muss unverzüglich mit der Reanimation gestartet werden!!

SYMPTOMATIK

  • Schwindel
  • Verwirrung
  • Bewusstlosigkeit
  • Unwohlsein
  • Bleiche Hautfarbe

THERAPIE

  • Entscheidung, ob Anruf 144
  • Sichern Sie den Patienten: hinsetzen, hinlegen, bei starker Kinetik Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung: den Patienten nicht mobilisieren und den Halsschienen machen
  • Bewusstlose Person, atmet nicht: Herzdruckmassage und AED-Installation (Beatmung hat keine Priorität)
  • Bewusstlose Person, atmet, nach starker Kinetik: nicht mobilisieren, Hals sichern.
  • Bewusstlose Person, ohne gefährliche Wirbelsäulenkinetik, atmet: SSS (seitliche Sicherheitsstellung)
  • Verdacht auf Hypoglykämie: Verabreichung von Zucker unter die Zunge oder auf das Zahnfleisch (Puderzucker, süsses Gel)

Beachte auch

Eine Bewusstseinsstörung ist immer ein Notfall. Daher sollte sofort und in jedem Fall professioneller medizinischer Rat eingeholt werden. Immobilisationspositionen sind nie bequem. Ein stummer Herzinfarkt hat wenige oder keine Symptome, wie z.B. ein einfaches Unwohlsein und kann sich also „nur“ als Bewusstseinsstörung tarnen. Daher benötigt eine Person, die über 40 Jahre alt ist und über Beschwerden klagt, professionelle medizinische Beratung.

VERTIEFUNG

Bewusstseinsstoerung-kind

Bewusstseinsstörungen beim Kind

Bewusstseinsstörungen können bei Kindern und Jugendlichen unterschiedliche Ursachen haben. Zum Beispiel Fieber, Hypoglykämie, Meningitis, Sonnenstich, Hitzeschlag usw. Andere Ursachen können traumatische Hirnverletzungen oder Vergiftungen sein. Vergessen Sie bei Teenagern nicht den möglichen Alkohol- oder Drogenkonsum. Die „Maximalvariante“ einer Bewusstseinsstörung ist die Bewusstlosigkeit.

SYMPTOMATIK

  • Verwirrung
  • Schläfrigkeit
  • Schwindel, Teilnahmslosigkeit
  • Übelkeit, Erbrechen bei Vergiftung
  • Bewusstlosigkeit: keine Reaktion auf einen Schmerzreiz

THERAPIE

  • Entscheidung, ob Anruf 144
  • Das Kind liegen
  • Bewusstloses Kind, atmet normal: SSL (stabile Seitenlage)
  • Säugling: Rückenlage mit geneigtem Kopf und leichter Hyperextension
  • Bei Verdacht auf Hypoglykämie: Verabreichung von Zucker
  • Bei Verdacht auf einen Sonnenstich: Bringen Sie das Kind in den Schatten, kühlen Sie seinen Kopf und Hals.
  • Kontinuierliche Überwachung der Atmung
  • Bewusstloses Kind, nach starker Kinetik, atmet: nicht mobilisieren, Hals sichern.

Beachte auch

Eine Bewusstseinsstörung ist immer ein Notfall. Daher sollte sofort und in jedem Fall professioneller medizinischer Rat eingeholt werden.
Bei Bewusstlosigkeit mit möglicher Hypoglykämie: Zucker in Form von Gel oder Pulver in die Wangen geben.
Bei Bewusstlosigkeit ohne Atmung sofort mit der Reanimation beginnen.

VERTIEFUNG

Blasenentzündung

Harnwegsinfektionen (= HWI) sind häufig. Sie werden häufig durch Darmbakterien verursacht, die den Harnleiter hinaufwandern und zu einer Entzündung des Harnleiters oder der Blase führen.

Wenn der Harnleiter und/oder die Blase entzündet sind, spricht man von einer Infektion der unteren Harnwege. Steigt der Reizstoff zu den Nieren hin höher an, spricht man von einer Infektion der oberen Harnwege.

Eine Fehlbildung der Harnwege erhöht das Risiko einer Infektion mit Nierensteinen, Blasensteinen oder dem Ausbruch von Diabetes. Frauen sind aufgrund der Länge ihrer Harnröhre und der Nähe zum Anus anfälliger dafür. Die Infektionshäufigkeit steigt mit zunehmendem Alter bei Männern aufgrund der beginnenden Vergrößerung der Prostata und begünstigt dadurch Harnstauungen und Harnwegsinfektionen.

SYMPTOMATIK

Typische Symptome beschränken sich oft auf Probleme beim Wasserlassen: häufiger Harndrang, Brennen, manchmal schmerzhaftes Wasserlassen, rötliche Verfärbung durch Blutspuren im Urin. Ein allgemeines Gefühl des Niedergangs, Fieber und Schmerzen in der Nierenhöhle sind Anzeichen einer Infektion der oberen Harnwege in Richtung der Nieren.

THERAPIE

Unterschieden werden komplizierte von unkomplizierten Harnwegsinfekten. Bei Männern und Wiederkehrende Harnwegsinfektionen wird meistens eine antibiotische Therapie gestartet. Bei unkomplizierten Harnwegsinfekten (= Frauen, einmaliger HWI) ist meist eine symptomatische Therapie, ohne Antibiotikagabe, ausreichend.

Wiederkehrende HWIs sind vor allem bei jungen Frauen häufig. Sie können auf schlechte Hygiene, übermäßige Verwendung von Intimreinigungslotionen oder unzureichende Flüssigkeitsaufnahme hinweisen. Diese wiederkehrenden Infektionen können, da die Menschen ihre typischen Symptome kennen, durch die Empfehlung mehrerer bewährter Methoden wie das Trinken von Tee und Preiselbeeren unter Kontrolle gebracht werden.

Die Entzündung des Nierenbeckens ist eine komplizierte Erkrankung und stellt unter Umständen eine Gefahr für Niere und Patient dar. Sie wird mit einer intensiven Therapie mit Schmerzmitteln und Antibiotika behandelt und kann zu einer vorübergehenden oder sogar dauerhaften Beeinträchtigung der Nierenfunktion führen.

Blinddarmentzündungen

Das Zökum, das wie ein Beutel geformt ist, bildet den Anfang des Dickdarms. Der Anhang (appendix veriformis, umgangssprachlich „Blinddarm“) wird ihm dann beigefügt. Er befindet sich ungefähr in der Mitte des Abdomens und kann durch Ziehen einer Linie vom Beckenknochen zum Nabel lokalisiert werden. Die genaue Position variiert von Person zu Person.

Auch seine Größe ist variabel: im Durchschnitt misst er 5 bis 8 cm in der Länge und etwa 0,5 cm im Durchmesser. Einigen Quellen zufolge könnte er bis zu 30 cm lang sein.

Die Funktion des Blinddarms ist seit langem umstritten. Heute ist jedoch bekannt, dass das Gewebe, aus dem der Blinddarm besteht, zum Immunsystem gehört und daher eine wichtige Rolle bei der Immunantwort auf eine Infektion spielt. Sie ist jedoch nicht lebensnotwendig.

Eine akute Entzündung des Blinddarms, die Appendizitis, ist eine schwere Erkrankung. Die rätselhafte „Krankheit der Seite“, wie sie im Mittelalter genannt wurde, forderte viele Menschenleben und galt als unheilbar und tödlich.

SYMPTOMATIK

Eine „typische Blinddarmentzündung“ beginnt mit diffusen Bauchschmerzen und Übelkeit. Innerhalb weniger Stunden treten Schmerzen auf der rechten Seite des Unterbauchs und vermehrte Übelkeit auf – der Patient muss sich oft erbrechen. Die Körpertemperatur kann bis zu 39°C ansteigen. Das gesamte Bauchfell entzündet sich, was sich bei Schmerzen bei starken Vibrationen äußert.

Wenn die Appendix explodiert, ergießt sich der gesamte Inhalt des Zökums in die Bauchhöhle, einschließlich Stuhl, Darmflüssigkeit und Darmbakterien. Diese Situation ist sehr gefährlich, da sich die Entzündung sowohl innerhalb des Bauchfells als auch im übrigen Körper ausbreiten kann. Eine schnelle Diagnose ist daher wichtig, um eine chirurgische Entfernung des betroffenen Darmabschnitts zu planen.

Appendizitis ist weit verbreitet und betrifft Menschen aller Altersgruppen, Geschlechter und Hintergründe.

THERAPIE

Wenn die Appendix entfernt werden muss, geschieht dies häufig durch Laparoskopie – eine minimal-invasive Technik – die nur kleine Narben hinterlässt und die Postinfektionsgefahr verringert.

BLS – Basic Life Support

Die grundlegenden Maßnahmen, die bei einem Herzkreislaufstillstand anzuwenden sind, um die Sauerstoffversorgung der lebenswichtigen Organe zu gewährleisten. Dies wird von Laien und professionellen Ersthelfern praktiziert.
Diese Maßnahmen folgen dem „ABCDE“-Schema.

Blutungen beim Erwachsenen

Schwere Blutungen müssen immer so schnell wie möglich gestoppt werden. Handschuhe anziehen und durch Druckausübung auf die Wunde die Blutung versuchen zu stoppen, Ärzte können dann durch einen chirurgischen Eingriff die Blutung intern stoppen. Blutungen können als Folge eines gewaltsamen Aufpralls mit scharfen oder stumpfen Gegenständen auftreten. Innere Blutungen sind oft über längere Zeiträume unsichtbar.

SYMPTOMATIK

  • Starke, gar sprintzende Blutung nach aussen
  • Bauchschmerzen
  • Schwindel, Kraftlosigkeit
  • Eintrübende Bewusstseinslage
  • Atemnot
  • Blässe, Kältegefühl, Kaltschweissigkeit

THERAPIE

  • Patient möglichst wenig bewegen, stehenden Patienten hinsetzen lassen
  • Äussere Blutung durch Druck auf die Wunde stoppen
  • Betroffene Extremität hoch halten (lassen)
  • Druck auf die zuführende Arterie (Oberarminnenseite, Leiste)
  • Druckverband anlegen
  • Notruf 144 wählen (lassen)
  • Bei Verdacht auf innere Blutungen für schnellstmögliche Hospitalisation des Patienten mittels Rettungsdienst sorgen

Wichtig ist der Eigenschutz!! Blut ist eine infektiöse Flüssigkeit! Damit der Eigenschutz gewährleistet ist, sollen Helfer immer Handschuhe anziehen. Um Zeit zu gewinnen, sich die Handschuhe anzuziehen, kann der Patient selbst Druck auf die Wunde ausüben.

Beachte auf

Wenn eine signifikante äußere Blutung auftritt, stoppen Sie diese sofort. Dies kann dadurch geschehen, dass der Patient ein Stück Tuch, Papier oder Kompresse zum Andrücken mit der Hand erhält, bevor er es selbst mit Handschuhen tut. Innere Blutungen sind oft schwer zu erkennen. Ein heftiger Schock an Thorax, Magen oder Becken sollte Verdacht erregen und die 144 sofort alarmieren, um einen raschen Krankenhausaufenthalt zu organisieren. Die einzige Möglichkeit, einen Patienten mit inneren Blutungen zu behandeln, besteht darin, rechtzeitig im Operationssaal operiert zu werden.

VERTIEFUNG

 

Blutungen beim Kind

Schwere Blutungen müssen immer so schnell wie möglich gestoppt werden. Wegen des geringeren Blutvolumens bei Kindern ist die Dringlichkeit um so größer. Handschuhe anziehen und durch Druckausübung auf die Wunde die Blutung versuchen zu stoppen, Ärzte können dann durch einen chirurgischen Eingriff die Blutung intern stoppen. Blutungen können durch einen heftigen Stoß mit scharfen oder stumpfen Gegenständen entstehen. Innere Blutungen sind oft über einen längeren Zeitraum unsichtbar.

SYMPTOMATIK

  • Starke, gar sprintzende Blutung nach aussen
  • Bauchschmerzen
  • Schwindel, Kraftlosigkeit
  • Eintrübende Bewusstseinslage
  • Atemnot
  • Blässe, Kältegefühl, Kaltschweissigkeit

THERAPIE

  • Asseoir ou coucher l’enfant
  • Äussere Blutung durch Druck auf die Wunde stoppen
  • Betroffene Extremität hoch halten (lassen)
  • Druck auf die zuführende Arterie (Oberarminnenseite, Leiste)
  • Notruf 144 wählen (lassen)
  • Druckverband anlegen
  • Bei Verdacht auf innere Blutungen für schnellstmögliche Hospitalisation des Patienten mittels Rettungsdienst sorgen

Wichtig ist der Eigenschutz!! Blut ist eine infektiöse Flüssigkeit! Damit der Eigenschutz gewährleistet ist, sollen Helfer immer Handschuhe anziehen. Um Zeit zu gewinnen, sich die Handschuhe anzuziehen, kann der Patient selbst Druck auf die Wunde ausüben.

Beachte auch

Wenn eine signifikante äußere Blutung auftritt, stoppen Sie diese sofort. Es sollen Handschuhe und zusätzlich ein Gewebe, Tuch oder eine Kompresse verwendet werden! Innere Blutungen sind oft schwer zu erkennen. Ein heftiger Schock im Brust-, Bauch- oder Beckenbereich sollte Verdacht erregen und die 144 unverzüglich benachrichtigen lassen, damit eine rasche Einweisung in ein Krankenhaus veranlasst werden kann. Die einzige Möglichkeit, einen Patienten mit inneren Blutungen zu behandeln, ist die rechtzeitige Operation im Operationssaal.

VERTIEFUNG

Blutspende

Die Blutspende ist freiwillig. Das merkt man:

  1. Vollblutspende: Dies geschieht durch Entnahme von etwa 500 ml Blut aus einer Vene im Ellenbogen. Das Blut wird dann aufbereitet, gelagert und auf Krankheitserreger getestet. Wenn das Blut in Ordnung ist, werden die Komponenten getrennt und in einer Blutbank gelagert.
  2. Eigenblutspende: Bevor Sie sich einer größeren Operation unterziehen, bei der viel Blut verloren gehen wird, können Sie in einem Zeitraum von 2 bis 6 Wochen vor der Operation bis zu vier Mal Eigenblut spenden und dieses dann während der Operation erneut transfundieren.
  3. Es ist auch möglich, einzelne Elemente wie Blutplättchen zu spenden. Die nicht benötigten Komponenten werden dann an den Spender zurückgegeben.

Jeder über 18 Jahre kann Blut spenden, solange er keine gesundheitlichen Probleme hat und mehr als 50 kg wiegt. In der Schweiz ist es möglich, bis zum Alter von 75 Jahren Blut zu spenden.

Ein gesunder Mensch kann theoretisch alle zwei Monate 500 ml Blut spenden. In der Schweiz kann man im Abstand von 10-12 Wochen spenden, wobei Männer 4x und Frauen 3x im Jahr spenden dürfen. Ausserdem werden vor einer Spende gewisse Marker gemessen, die bestätigen, dass der Patient die Bedingungen erfüllt, spenden zu dürfen.

In gewissen Ländern (z.B. USA) werden Patienten für die Spende finanziell entschädigt. Da dies aber zu „gezwungenen“ Spenden führen kann, wird dies in der Schweiz nicht so gehandhabt und auf die komplett freiwillige Spende gesetzt.

Bei einer Bluttransfusion erhält ein Patient selten Vollblut. In der Regel werden nur die Teile transfundiert, die der Patient benötigt. Um Verklumpungen zu vermeiden, wird Blut, das der Blutgruppe des Patienten entspricht, transfundiert. In extremen Notfällen kann ein Konzentrat roter Blutkörperchen der Blutgruppe O transfundiert werden.

Vor der Spende ist es wichtig, gut hydriert zu bleiben und ein kleines Stück Nahrung zu sich zu nehmen. Nach der Spende ist es ratsam, sich für etwa 10 Minuten hinzulegen, um dem Körper zu helfen, sich an den jüngsten Blutverlust zu gewöhnen. Danach ist es wichtig, gut zu trinken und zu essen. Das Blutvolumendefizit wird dann auf natürliche Weise innerhalb weniger Stunden ausgeglichen.

Blutspende SRK Schweiz

Bronchiolitis

Bronchiolitis ist eine Entzündung der kleinen, nicht knorpeligen Äste der Atemwege und betrifft hauptsächlich Säuglinge und Kleinkinder bis zu 2 Jahren.

Da die Bronchiolen im Durchmesser viel kleiner sind als die Bronchien, führen typische Entzündungsreaktionen viel schneller zu einer Verengung der Bronchien.

SYMPTOMATIK

Eine eingeschränkte Beatmung führt zu Symptomen wie Kurzatmigkeit, schnelle und flache Atmung, Husten, Engegefühl in der Brust beim Atmen, Keuchen der Nase und anderen allgemeinen Symptomen wie Fieber, Müdigkeit und Appetitlosigkeit.

THERAPIE

Die Therapie ist nicht anders als bei Bronchitis. Antibiotika sind nur notwendig, wenn die Infektion durch Bakterien ausgelöst wird.
Da sie in den meisten Fällen durch Viren verursacht wird, ist die symptomatische Behandlung die Behandlung der Wahl.

Eine davon ist normalerweise nach 5 bis 7 Tagen ohne Nachwirkungen geheilt.

Es ist wichtig, gut hydriert zu bleiben, in einigen Fällen Fieber zu senken und Atemnot zu behandeln. Bei respiratorischen Komplikationen oder deutlichen Anzeichen einer Einschränkung sollte ein Krankenhausbesuch in Erwägung gezogen werden.

Bronchitis

Bronchitis ist eine Infektion der Atemwege, wobei zwischen akuten und chronischen Typen unterschieden wird.

Die akute Bronchitis ist eine akute Infektion der unteren verzweigten Atemwege. Sie ist häufig und wird meistens durch ein Virus verursacht.

Bakterien sind sehr gefährlich bei „Superinfektionen“, d.h. wenn die Schleimhaut durch Viren zerstört wurde oder wenn der Patient einen schwachen Immunstatus hat.

SYMPTOMATIK

Signale sind typischerweise Anzeichen von Erkältungen:

  1. Husten
  2. Fieber
  3. Schnüffelnde Atmung
  4. Brennende Augen

Die Diagnose wird klinisch gestellt, d.h. nach einer gründlichen Untersuchung und Abhorchen der Lunge, sowie Untersuchung der Ohren, des Mundes, der Nase und des Rachens.

In schwerwiegenderen Fällen, d.h. bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion, können sich die Symptome verschlimmern oder außergewöhnlich lange anhalten. In diesem Fall sind eine Blutuntersuchung und eine Röntgenaufnahme des Oberkörpers erforderlich.

THERAPIE

Eine leichte Bronchitis erfordert in der Regel keine Medikamente zur Behandlung. Empfohlen wird jedoch ein Anti-Fieber-Medikament bei hohem Fieber, ein Hustenmittel bei starkem Husten, Inhalation oder Verabreichung von schleimlösenden Mitteln in den kompliziertesten Fällen, oder sogar Antibiotika.

Es ist wichtig, sich zu bedecken und viel zu trinken. Bei gesunden Menschen mit einer starken Immunabwehr ist die akute Bronchitis harmlos und heilt innerhalb von 7 bis 10 Tagen ohne Folgen aus.

Menschen mit einem (alters- oder krankheitsbedingt) geschwächten Immunsystem können anfällig für Komplikationen wie z.B. Lungenentzündung sein.

Bronchitis (chronische)

Chronische Bronchitis soll bei Patienten auftreten, die „mindestens drei Monate lang in zwei aufeinander folgenden Jahren unter starkem Husten und Auswurf leiden“.
Die häufigste Ursache ist das Rauchen. Längere Exposition über mehrere Jahre verdickt die Schleimhäute und erhöht ihre Schleimproduktion.
Gleichzeitig verlieren die kleinen Flimmerhärchen, die Reizstoffe und Schleim aus der Lunge transportieren, ihre Funktionsfähigkeit.

SYMPTOMATIK

Der Husten wird verursacht, um den überschüssigen Schleim loszuwerden.
Schließlich kann es zu einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), einer Hyperinflation der Lunge (Emphysem) oder einer Herzinsuffizienz führen.
Die Patienten haben Atembeschwerden und vermindern daher die ausreichende Sauerstoffversorgung des Körpers, was in schweren Fällen eine Langzeitbehandlung mit Sauerstoff erfordert.

Wie bei Asthma ist es für den Patienten leichter, im Sitzen zu atmen, da die Hilfsmuskulatur der Atmung benutzt werden kann.

Knochenbruch

Ein Knochenbruch ist definiert als das „Aufbrechen seiner Kontinuität durch die Bildung von zwei oder mehr Fragmenten“.
Sie kann durch übermäßige Kraft auf einen gesunden Knochen oder durch geringe Kraft auf einen durch Krankheit geschädigten Knochen verursacht werden.

SYMPTOMATIK

Manche Zeichen trügen nicht, manche schon:

  1. Sichere Anzeichen: Sichtbare Knochenteile ragen aus der Haut heraus, ein Teil des Körpers liegt nicht in der richtigen Richtung, offensichtliches Knacken der Knochen.
  2. Unsicher: Schwellung, Schmerz, verminderte Mobilität.

THERAPIE

Die ersten Schritte sind: jegliche Blutung stoppen, die Extremitäten sichern, die verletzte Extremität hochlagern und kühlen. Grundsätzlich ist die Extremität zu immobilisieren/schienen, damit ein weiteres Verschieben der Knochenteile so gut wie möglich verhindert wird.

Wenn die Sensibilität gestört ist oder sich die verletzte Extremität verfärbt, sollte dringend ein Arzt konsultiert werden!

Conconi-Test

Dank dieses Tests kann für einen Athleten ein persönlicher und individueller Trainingsplan erstellt werden.

Wenn wir uns bewegen, verbraucht unser Körper Energie. Energie kann aus Kohlenhydraten (Zucker), Fetten oder Proteinen gewonnen werden, die wir vor oder während des Trainings als Nahrung/Getränk zu uns nehmen. Um genügend Energie für eine größere Anstrengung zu haben, nutzt der Körper verschiedene Mechanismen zur Energiegewinnung.

Keine Milchsäureproduktion und kein Sauerstoffverbrauch

Auf diese Weise nutzt der Körper nur Energie, die bereits produziert wurde – wie eine Batterie. Leider reicht diese Batterie nur für 6 bis 8 Sekunden und erlaubt uns nur einige wenige Schritte.

Mit Milchsäureproduktion, aber ohne Sauerstoffverbrauch

Auf diese Weise wird aus Zucker Energie gewonnen, was auch als „anaerobe Glykolyse“ bezeichnet wird. Dies wird nötig, wenn der Körper kurzfristig viel Energie braucht. Dabei wird aus Zucker Energie und Milchsäure (= Laktat) produziert. Das Laktat muss dann wieder abgebaut werden, was auf mehrere Organe und Muskeln verteilt wird. Wie der Name schon sagt, sprechen wir von einer Säure. Wenn sich diese Säure in einem Muskel ansammelt, wird dieser stärker sauer. Jeder kennt dieses „saure“ Gefühl in den Beinen nach einer großen Anstrengung. Laktat kann je nach Trainingszustand mehr oder weniger schnell abgebaut werden. Dieser Stoffwechselprozess wird bei nahezu maximaler Anstrengung ausgelöst. Diese Anstrengung kann vom Körper nur etwa 50 Sekunden lang unterstützt werden (Sprints, Intervall, …). 

Ohne Laktatproduktion und mit Sauerstoffproduktion

Bei langen, wenig intensiven Anstrengungen (z.B. Laufen, Radfahren) nutzt der Körper den so genannten „aeroben“ Stoffwechsel. In diesem Fall werden Zucker und Fette durch Sauerstoff in Energie umgewandelt. Da auf diese Weise eine vernachlässigbare Menge an Laktat produziert wird und genügend Fett übrig bleibt, kann die Anstrengung ohne große Ermüdung verlängert werden.

Der Conconi-Test besteht darin, den Athleten auf ein Hallenrad zu setzen und ihn in einem konstanten Tempo treten zu lassen. Der Widerstand – und damit die Kraft des Sportlers – wird dann in regelmässigen Abständen erhöht. Am Ende jedes dieser Schritte (vor der Erhöhung auf den nächsten Widerstand) wird die Herzfrequenz aufgezeichnet und die Laktatmenge im Blut gemessen. Dieser Test wird erst beendet, wenn der Athlet nicht mehr weitermachen kann.

Dank der mit den Daten (Laktatwert, Herzfrequenz) gezeichneten Kurve kann das „nur anaerob“ definiert werden. Dies bestimmt, wann Laktatproduktion und Laktatabbau im Gleichgewicht sind. Es ist daher die größte Kraft, die über einen längeren Zeitraum ausgeübt werden kann, ohne „sauer“ zu werden. Mit diesen Informationen ist es einfach zu trainieren, zu wissen, welcher Stoffwechsel bei welcher Herzfrequenz beteiligt ist. Je nach Ihren Bedürfnissen können Sie dann im Laufe der Zeit, für einen Sprint usw. trainieren.

Conconi-test

Conconi.ch

Siehe AED

Dermatome

Ein Dermatom ist ein segmentales Hautareal, das durch einen empfindlichen Nerv im Rückenmark (Spinalnerv) innerviert wird.
Mit dem Wissen über Dermatome kann ein Sensibilitätsverlust aufgrund einer neurologischen Sensibilitätsstörung einem bestimmten Segment des Rückenmarks zugeschrieben werden, z.B. im Falle des lumbalen Wurzelsyndroms. Dermatome sind nicht sehr genau abgegrenzt.

Diagnostikgeräte

Wir empfehlen, ohne ein Blutdruckmessgerät, Pulsoximeter oder andere Geräte zu arbeiten. Wichtig und interessant bei einem Notfall ist nicht eine genaue Zahl, sondern die Gesamtbeurteilung des Patienten.

Für die Puls- und Blutdruckmessung kann der Puls am Handgelenk des Patienten ertastet werden. Sies ist aber besonders in Stress-Situationen sehr schwer und wird von einem Grossteil nicht korrekt erkannt. Ausserdem können verschiedene Faktoren zu einem fehlerhaften Ertasten führen. Auch der Blutdruck wird häufig nicht korrekt gemessen und führt zu Verwirrung und falschen Schlussfolgerungen. Daher soll der Kreislauf anhand des Patienten (Blässe, Schwindel, kalter Schweiss) beurteilt werden.

Diphterie

Diphtherie ist eine Krankheit, die durch Gift produzierende Bakterien übertragen wird und sich von Mensch zu Mensch ausbreiten kann (Tröpfchen- oder Kontaktinfektion). Dank der Einführung des Impfstoffs gibt es in der Schweiz keine Diphtherie-Fälle mehr.

SYMPTOMATIK

2-6 Tage nach der Ansteckung tritt ein plötzliches Unwohlsein, Nacken- und Rückenschmerzen, Heiserkeit und ein typischer „bellender“ Husten auf. Ein hohes Fieber ist weniger häufig. Die von den Bakterien freigesetzten Toxine gelangen in das Herz und das Nervensystem.

In der Regel werden zuerst die Nasen- und Rachenräume von Bakterien besiedelt, was die Schleimhäute zerstört und die Bildung von grauen, festsitzenden bakteriellen Ablagerungen induziert. Diese Bakterienschichten lassen sich nicht entfernen und können sich schließlich auf den Kehlkopf (Kruppe) ausbreiten, was zu Atemnot und Erstickungsanfällen führen kann.

Schwere Komplikationen wie Entzündungen des Herzmuskels, Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz und Beteiligung des Nervensystems (Lähmung der Augen-, Rachen- und Schluckmuskulatur) sind recht häufig, wenn nicht sofort mit einer adäquaten Therapie begonnen wird.

THERAPIE

Bei Verdacht auf Diphtherie ist ein Krankenhausaufenthalt angezeigt. Die Therapie basiert auf der Gabe des Diphtherie-Antitoxins & Antibiotika.
Die wichtigste Prophylaxe ist nach wie vor die Impfung!

Denguefieber

Dengue ist eine akute, von Fieber begleitete Viruserkrankung, die durch die Aedes-Mücke übertragen wird. Dengue kommt vor allem in den tropischen Gebieten Südostasiens sowie in Süd- und Mittelamerika und Teilen Afrikas vor.

Es gibt 4 Krankheitserreger. Eine frühere Infektion schützt vor einer neuen Infektion desselben Erregertyps, jedoch nicht vor den anderen drei Erregern.

SYMPTOMATIK

Die Diagnose Dengue ist nicht so einfach und die meisten Patienten zeigen Anzeichen einer leichten Grippeinfektion. Andere Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen und Durchfall können irreführend sein.

In den meisten Fällen bleibt die Infektion mild. Die Hauptsymptome sind Fieber, allgemeine grippeähnliche Symptome und ein Hautausschlag. Im Englischen wird dies als „break bone fever“ bezeichnet, da starke Schmerzen in den Gliedmaßen auftreten können. In wenigen seltenen Fällen kommt es zu spontanen inneren und äußeren Blutungen, die tödlich verlaufen können.
Bei spontanen Blutungen ohne adäquate Behandlung sind die Folgen in 50% der Fälle tödlich. Die Sterblichkeitsrate sinkt bei sofortiger Behandlung auf weniger als 1%.

THERAPIE

Bislang ist keine kausale Therapie bekannt, aber sie wird symptomatisch behandelt (zudem gibt es keinen prophylaktischen Impfstoff auf dem Markt). In jedem Fall ist es wichtig, ausreichend wachsam zu sein und sich gegen die Insekten, die die Krankheit übertragen, mit Insektizidsprays und geeigneter Kleidung zu schützen.

Drogen

Heroin

Im Jahr 2012, mit der Schließung des Platzspitzparks, gedachte der „Nadelpark“ seines 20jährigen Bestehens. Zürich war weltweit bekannt für seine offene Drogenszene, in der täglich viele harte Drogen, insbesondere Heroin, konsumiert und gehandelt wurden. Berichten zufolge mussten wegen einer Ueberdosis etwa 4’000 Drogensuechtige wiederbelebt werden. Die Situation von Elend und Not war erheblich.

SYMPTOMATIK

Charakteristisch für eine Heroin- (Opiat-) Intoxikation sind Bewusstseinsstörungen, stark verlangsamte Atmung und zusammengezogene Pupillen (Größe eines Stecknadelkopfes). Die schwersten Fälle zeigen auch Nierenversagen, Muskelstörungen oder Hirninfarkte.

THERAPIE

In jedem Fall ist es wichtig:

  • Achten Sie darauf, sich zu schützen: Ist eine Spritze in der Nähe?
  • 144!
  • Den Patienten in eine seitliche Sicherheitsposition bringen
  • Sicherung der Atemwege

Mediziner können ein Gegenmittel geben.

PROPHYLAXIE

Die offene Szene und ihre Folgen haben die Schweizer Drogenpolitik stark verändert. Themen wie „Orte, an denen Injektionsmaterial zur Verfügung gestellt wird“ wurden breit diskutiert und verteidigt, wo gebrauchte Spritzen gegen neue ausgetauscht werden können. Dadurch verringert sich das Risiko einer Infektion mit übertragbaren Krankheiten wie Hepatitis und HIV. Viele Fragen der Prävention, der Versorgungsstrukturen, der Suchtprogramme und der Entzugstherapien wurden angesprochen und bearbeitet.

Kokain

Kokain ist eine häufig konsumierte Droge, u.a. weil seine Hauptwirkung eine massive Stimulation, eine Zunahme von Stärke und Aggressivität sowie eine Tendenz zu übertriebenem und übertriebenem Verhalten hervorruft. Nach dem Kokainkonsum braucht der Körper, und insbesondere das Gehirn, eine gewisse Zeit (einige Stunden oder sogar Tage), um die Substanz abzubauen. Es folgt eine Phase der Depression (Abstieg), in der verschiedene Gefühle wie Müdigkeit und Apathie auftreten können. Der Körper wird in eine Art Wachzustand versetzt.

Vergiftungsfälle sind selten, aber kompliziert in der Natur: schneller Puls, schnelle Atmung, erhöhter Blutzucker, Fieber und Halluzinationen. Hohe Dosen von Kokain verursachen Herzrhythmusstörungen, Hirnblutungen und Krämpfe.

Druckverband

Wenn der Patient normal atmet und kein Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung besteht, sollte der Patient auf andere Verletzungen untersucht werden. Bei starken Blutungen muss die Blutung gestoppt werden. Dies geschieht mit einem Druckverband.

Wichtig ist der Eigenschutz!! Blut ist eine infektiöse Flüssigkeit! Damit der Eigenschutz gewährleistet ist, sollen Helfer immer Handschuhe anziehen. Um Zeit zu gewinnen, sich die Handschuhe anzuziehen, kann der Patient selbst Druck auf die Wunde ausüben.

Ein harter Gegenstand (leichter / zweiter Verband nicht aufgefaltet / …) wird auf die Wunde gelegt und mit einem Verband festgebunden. Um den Druck auf der blutenden Stelle zu erhöhen, kann der Verband über dem Druckpolster jeweils einmal verdreht werden. Wichtig ist, dass der Zug in Richtung des Polsters erhöht wird und nicht auf der Gegenseite. Bei einem Druckverband wird also nicht die Durchblutung des betroffenen Ortes gestoppt, sondern nur lokal Druck aufgebaut.

Wenn die Blutung mit diesem Verband nicht gestoppt wird, müssen Sie mit einem anderen Verband über dem ersten Verband neu bandagieren oder allenfalls ein Tourniquet anziehen, was die Durchblutung komplett stoppt (= abbinden).

Durchfall

Akute Diarrhöe ist weit verbreitet und in den meisten Fällen verschwindet sie von selbst. Viele verschiedene Ursachen können Durchfall verursachen: von leichter Nervosität bis hin zu potenziell tödlichen Infektionen.

Durchfall kann zum einen durch verschiedene Mikroben (Bakterien, Viren oder Parasiten) und zum anderen durch eine mögliche Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Lebensmitteln, zum Beispiel aufgrund eines Enzymmangels, verursacht werden.

Meistens sind keine weiteren Untersuchungen erforderlich, und eine erhebliche Flüssigkeitszufuhr ist alles, was erforderlich ist.

SYMPTOMATIK

Die Definition von Durchfall umfasst sowohl das Auftreten von „zu häufigem“, aber auch „zu wässrigem“ Stuhl als auch eine Zunahme der „Stuhlmenge“.

Alarmierende Symptome, die einer weiteren Erklärung bedürfen:

  1. Blutiger Stuhl
  2. Schwere Allgemeinsymptome, wie Fieber, Apathie und Dehydrierungsrisiko
  3. Symptome, die länger als 3 Tage anhalten
  4. Schwere Grunderkrankung
  5. Rückkehr von einer Reise in tropische Breiten
  6. Säuglinge
  7. Wenn mehr als eine Person betroffen ist

THERAPIE

Die wichtigste Maßnahme ist die Rehydratation (Flüssigkeitsaufnahme). Vor allem Kinder und ältere Menschen müssen auf Dehydrierung achten, was bei Durchfallerkrankungen der Fall ist. Wenn es nicht möglich ist, harte Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, sollten Fruchtsäfte, süßer Tee und Suppen getrunken werden.

Reisedurchfall

In Ländern, in denen fließendes Wasser unsicher ist, landen Keime aus rohen Lebensmitteln, ungeschälten Früchten oder Trinkwasser im Körper, wo sie sich ausbreiten und nach einigen Stunden Durchfall auslösen.

Wie in den meisten Fällen von Diarrhöe ist der Reisedurchfall eher mild. Wenn jedoch Fieber oder andere oben erwähnte Warnzeichen auftreten, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen.

Bei längeren Reisen, Rucksacktouristen oder Reisen in abgelegene Gebiete ist es ratsam, Elektrolytlösungen und Tabletten zur Desinfektion von fließendem Wasser mitzuführen. Sie sollten auf der Hut sein, indem Sie ohne ärztlichen Rat Medikamente gegen Durchfall (z.B. Imodium) einnehmen. Diese Medikamente hemmen die peristaltischen Bewegungen des Darms, so dass Krankheitserreger nicht mehr ausgeschieden werden können, sondern mehr Raum und Zeit haben, sich zu vermehren. Unter bestimmten Bedingungen wird medizinische Holzkohle empfohlen, da sie dazu beiträgt, die Menge der Keime und deren Ausscheidung zu reduzieren.

Für Reisende raten wir: „wash it, cook it, peel it- or forget it!“

EKG – Elektrokardiogramm

Das EKG (Elektrokardiogramm) ist der wichtigste Test zur Messung der elektrischen Aktivität des Herzmuskels.

Bei jeder Pumpbewegung des Herzens wird eine elektrische Erregung abgegeben, die in der Regel vom Sinusknoten – dem ersten Herzschrittmacher des Herzens – ausgeht und über das elektrische Erregungsübertragungssystem des Herzens in die Herzzellen gelangt. Diese Veränderungen des elektrischen Potenzials im Herzen können durch die EKG-Elektroden gemessen werden, die auf die Körperoberfläche geklebt und auf einer Zeitachse grafisch dargestellt werden. Das Ergebnis ist ein Diagramm der elektrischen Aktivität des Herzens, das relativ immer die gleiche Form hat. Jeder Herzschlag enthält einen P-QRS-T-Komplex.

ekg

 

Eileiterschwangerschaft

Der Weg, den die Eizelle von der Befruchtung bis zur Einnistung in die Gebärmutter zurücklegen muss, ist ein komplexer Prozess und kann gestört sein und zu Missbildungen, Narbenbildung oder dem Auftreten eines Entwicklungsfehlers führen, der die Einnistung des Embryos außerhalb der Gebärmutter induzieren kann. Da die Gebärmutter die einzige Struktur ist, die in der Lage ist, eine Schwangerschaft aufzunehmen und den Embryo zu versorgen, führt die Einnistung ausserhalb der Gebärmutter zu einem vorzeitigen Abbruch der Schwangerschaft (Fehlgeburt).

Eine Entzündung der Eileiter ist die Hauptursache für eine schlechte Einnistung des Embryos. Weitere Ursachen sind Missbildungen und Narben nach Operationen im Beckenbereich, die für die Störung der Durchlässigkeit der Eileiter verantwortlich sind. Die Risikofaktoren für eine Eileiterschwangerschaft sind hohes Alter, Unfruchtbarkeit, künstliche Befruchtung, Rauchen, Endometriose, eine eingelegte Kupfer- oder Hormonspirale und entzündliche Erkrankungen des Beckens.

SYMPTOMATIK

Eine Schwangerschaft ausserhalb der Gebärmutter (Eileiterschwangerschaft) entwickelt sich zunächst als normale Schwangerschaft und kann auch als solche erkannt werden (Ausbleiben der Menstruation, Unterbauchschmerzen, positiver Schwangerschaftstest usw.). Je nachdem, wo sich der Embryo eingenistet hat und wie lange die Schwangerschaft gedauert hat, kann das symptomatische Spektrum mit Unterbauchschmerzen, leichten bis massiven Blutungen, Magen-Darm-Beschwerden ausreichen, um einen Schock auszulösen. Dies ist ein wichtiger Notfall, da massive Blutungen und potenziell tödliche Komplikationen auftreten können!

THERAPIE

Wenn eine Eileiterschwangerschaft nicht mit einem automatischen Schwangerschaftsabbruch endet, ist eine medizinische oder operative Therapie erforderlich. Die Therapie hängt davon ab, ob der Eileiter gerissen ist (und dann entfernt werden muss) und ob das Problem früh genug erkannt wurde, so dass der Eileiter während der Operation erhalten werden kann, was für den zukünftigen Kinderwunsch wichtig ist.

Elektrifizierung

VORSICHT BEIM PERSONENSCHUTZ!

Wenn der Verdacht besteht, dass eine elektrische Quelle die Ursache eines Unfalls ist, muss die elektrische Quelle zuerst beseitigt und abgeschaltet werden!

Im Allgemeinen hängt das Ausmaß einer elektrischen Verletzung von mehreren Faktoren ab:

  • Menge der Energie
  • Elektrische Spannung
  • Wechselstrom/Gleichstrom (Wechselstrom ist gefährlicher und erfordert 3-4 x weniger Spannung für eine Verletzung gleichen Schweregrades)
  • Gewebewiderstand (besonders gefährlich, wenn Feuchtigkeit vorhanden ist, die den Hautwiderstand verringert)
  • Kontaktzeit (Gewöhnlicher Wechselstrom kann zu Krämpfen führen, die z.B. das Auslösen der Stromquelle verhindern und damit die Kontaktzeit verlängern können)!
  • Stromfluss durch den Körper

SYMPTOMATIK

  • Spastische Krämpfe bei ständigem elektrischen Kontakt
  • Anzeichen von Verbrennungen
  • Arrhythmien
  • Bewusstlosigkeit
  • Atemnot
  • Schmerzen in der Brust, die möglicherweise in den Arm, Rücken oder Kiefer ausstrahlen

Sichtbare Läsionen repräsentieren selten alle Läsionen!

THERAPIE

  • Rettungseinsatz nach Unterbrechung des Stromkreises
  • Reanimation, falls erforderlich
  • Schienung des Halses im Falle eines Sturzes
  • Ärztliche Untersuchung notwendig, da selbst bei asymptomatischen Patienten eine Herz-Rhythmusstörung vorliegen kann, welche im Verlauf zu einem Kreislaufstillstand führen kann.

Embolie

Der Begriff Embolie bezeichnet einen teilweisen oder vollständigen Verschluss eines Gefäßes aufgrund von verschwemmtem Material (Embolus). Streng genommen stellt die Embolie den Verschluss eines Blutgefässes dar.

FORMEN

Es gibt eine pathologische Klassifikation für die verschiedenen Formen von Embolien:

  • Thromboembolie: Verstopfung eines Gefäßes durch ein Blutgerinnsel, das sich z.B. infolge einer Gerinnungsstörung in Form einer Thrombose bilden und dann abbrechen kann.
  • Fettembolie: Kontamination des Blutsystems mit Fett, das nach einem Trauma, z.B. einer Operation, aus dem Fettgewebe freigesetzt wurde.
  • Knochenmarksembolie: Eine Embolisation durch einen Teil des Knochenmarks kann nach einer Fraktur auftreten, insbesondere bei langen Röhrenknochen.
  • Gasembolie: Verschluss eines Blutgefässes durch eine Gas- oder Luftblase.
  • Tumorembolie: Verschluss eines Gefäßes durch Tumorwachstum oder Metastasierung.

Epiglottitis

Die Epiglottitis ist eine Entzündung des Kehldeckels und wird meist durch eine bakterielle Infektion aufgrund von Haemophilus Influenzae verursacht. Am häufigsten sind Kinder im Alter zwischen 2 und 6 Jahren betroffen. Auch Jugendliche und junge Erwachsene können diese Art von Entzündung haben. Dank des Impfstoffs gegen die Haemophilus-Influenzae (Hib) ist die Krankheit in unseren Breitengraden selten geworden; der Krankheitsverlauf ist jedoch sehr akut, und bis zu 20% der Fälle verlaufen tödlich.

Epiglottitis ist dann ein ernst zu nehmender Notfall!

SYMPTOMATIK

Die Symptome sind:

  • Starke Schluckschmerzen
  • Erhöhte Speichelwerte
  • Leicht „gewürgte“ Sprache (als ob das Kind eine heiße Kartoffel im Mund hätte)
  • Plötzliches Fieber
  • Atemnot und Atemgeräusche (Keuchen oder Giemen).

Diese typischen Krankheitszeichen treten plötzlich auf und führen schnell zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes. Kinder werden plötzlich sehr krank.

Jede zusätzliche Erregung, Angst oder Anstrengung kann die Atemnot verschlimmern.

THERAPIE

Es ist dringend notwendig, ins Krankenhaus zu gehen und eine medikamentöse Therapie mit abschwellenden Medikamenten wie Kortikosteroiden und Adrenalin-Inhalation zu beginnen. Gleichzeitig wird eine Antibiotika-Therapie eingeleitet, damit der Auslöser (Bakterien) so schnell wie möglich beseitigt werden kann.

Wenn Atemnot auftritt, sollte das Kind intubiert werden, um die Atemwege zu sichern und eine ausreichende Sauerstoffversorgung zu gewährleisten.

Epilepsie

Epilepsie ist ein Krankheitsbild, das durch die Entladung von Nervenzellen über einen längeren Zeitraum und unkontrolliert, wie eine Art Sturm/Feuerwerk im Kopf, gekennzeichnet ist.

SYMPTOMATIK

Ein epileptischer Anfall kann sich auf verschiedene Weise äußern: Häufig kommt es zu Krämpfen und Zittern des ganzen Körpers oder nur eines Körperteils. Aber auch andere Zustände, wie z.B. Körperkollaps oder plötzliche Apathie, können eine Form von Epilepsie sein. In der Regel kann der Patient während des Anfalls nicht kontaktiert werden. Nach einigen Minuten bessert sich der Zustand und der Patient ist sehr müde, erschöpft, desorientiert oder sogar bewusstlos. Meistens hat sich der Patient während des Anfalls auf die Zunge gebissen und/oder uriniert.

URSACHEN

  1. Schlafmangel
  2. Stroboskop-Licht
  3. Medikamente
  4. Hirnschäden (z.B. Schlaganfall, Hirnentzündung)
  5. Fieber
  6. Andere

Status epilepticus (Notfall): Beim Status epilepticus ist entweder die Dauer des Anfalls länger als 5 Minuten und sistiert nicht ohne Gabe eines Medikamentes oder die Anfälle treten in so kurzen Abständen auf, dass sich der Patient zwischen den Anfällen nicht mehr erholen kann. Etwa 10% der Epileptiker erleben einmal einen Status epilepticus.

URSPRUNG

Epileptische Anfälle können durch pathologische elektrische Entladungen von Gruppen von Nervenzellen oder durch eine fehlende Einschränkung der Erregbarkeit von Nervenzellen verursacht werden.

Die folgenden Faktoren können zu einem epileptischen Anfall führen:

  • Erbliche Hirnläsionen oder Hirnmissbildungen
  • Schädel-Hirn-Trauma aufgrund eines Unfalls oder von Schlägen auf den Schädel
  • Tumore
  • Entzündung des Gehirns (Enzephalitis) oder der Hirnhäute (Meningitis)
  • Stoffwechselkrankheiten
  • Vergiftung durch Alkohol, Drogen, Medikamente oder chemische Substanzen
  • Störungen der Hirndurchblutung
  • …

THERAPIE

Eine „Krise“ endet normalerweise von selbst. Es ist wichtig, den Patienten vor Stürzen und möglichen Verletzungen während eines Anfalls zu schützen (insbesondere den Kopf zu schützen). Der Kopf des Patienten sollte nicht fest gehalten werden, aber die Hände des Ersthelfers sollten den Bewegungen des Kopfes mit ihren Händen folgen, um zu verhindern, dass sie sich selbst schlagen. Der Patient darf auf keinen Fall festgehalten werden, das dies die Signale des Gehirns („Sturm im Kopf“) nicht unterbricht und die Verletzungsgefahr für Ersthelfer und Patient steigt. Zucken die Muskeln trotz festgehaltenem Körper, so können Knochen (im schlimmsten Fall das Genick) gebrochen werden.

Da die Dauer der Krise wichtig ist, sollte man versuchen, die Zeit einer Krise zu messen. Dadurch erhält der Krankenwagenfahrer oder Notarzt wichtige Informationen über das Management.

Es werden keine Gegenstände in den Mund oder zwischen die Zähne einer Person gelegt, die einen epileptischen Anfall hat (wie dies früher der Fall war), da dies die Erstickungsgefahr des Patienten durch Fremdkörper erhöht.
Häufig bildet sich ein weisser bis rötlicher Schaum im Mund des Patienten. Dies stellt lediglich aufgewirbelter Speichel (unter Umständen mit Beimengung von Blut durch Zungenbiss) dar und ist ungefährlich.

EpiPen®

EpiPen® ist eine mit Adrenalin (Epinephrin) gefüllte Spritze. Adrenalin ist ein Hormon, das die Gefäße verengt und die Atemwege erweitert.

Bei einer schweren allergischen Reaktion kann der Körper so stark auf den Reiz reagieren, dass es zu einem so genannten anaphylaktischen Schock kommen kann. Zu den Symptomen eines anaphylaktischen Schocks gehören Atemnot, Engegefühl im Brustkorb, Hautausschlag, gastrointestinale Symptome, Schwellung der Zunge (Ödem), Schluckbeschwerden, Herzprobleme und Bewusstseinsverlust. Durch den Einsatz des EpiPen®-Autoinjektors und dessen enthaltenen Adrenalins werden die Symptome (vorübergehend) gestoppt.

Gebrauchsanweisung

  • Entfernen Sie die Schutzkappe (dunkelblau oder grau)
  • Die orangefarbene Spitze des EpiPens® senkrecht zur Seite des Oberschenkels platzieren.
  • Den EpiPen® fest gegen den Oberschenkel drücken, so dass die Nadel in den Oberschenkelmuskel eindringt.
  • Halten Sie den EpiPen® 10 Sekunden lang gedrückt.
  • Dann den EpiPen® entfernen und 10 Sekunden lang an der Injektionsstelle massieren.

Nach Gebrauch kann der EpiPen® (mit der Schutzkappe) weggeworfen werden: nur einmal verwenden.

 

Erfrierung

Erfrierungen sind lokale Gewebeschäden, die durch die Kälte verursacht werden. Die am stärksten gefährdeten Körperregionen sind: Extremitäten, Zehen, Finger, Nase, Ohren, Kinn.

Vorsicht: Bei nassem und windigem Wetter können Erfrierungen bereits bei einer Temperatur von 0° auftreten.

SYMPTOMATIK

Wie bei Verbrennungen gibt es vier Grade von Erfrierungen:

  1. Erfrierungen Grad I: Hautrötung
  2. Erfrierungen Grad II, oberflächlich: blasse Haut, Blasen mit klarer Flüssigkeit, Empfindlichkeit (Schmerz)
  3. Erfrierungen Grad III, tief: bläuliche Verfärbung, Blasen mit Blut, Sensibilitätsstörung (Vorsicht: kein Schmerzempfinden!)
  4. Erfrierungen Grad IV: Gewebe zerstört (schwarz)

THERAPIE

Im Allgemeinen sollten gefrorene Gliedmaßen ruhen gelassen und vor der Kälte geschützt werden. Es sollte nicht versucht werden, die Extremität mit Massage oder Heißluft aufzutauen; sie kann höchstens in einem lauwarmen Bad eingeweicht werden. Oder nur, wenn ein erneutes Einfrieren vermieden werden kann! Großflächige Erfrierungen sollten nur unter medizinischen Bedingungen (Arzt, Krankenhaus) aufgetaut werden; zudem sind großflächige Erfrierungen sehr schmerzhaft und erfordern hohe Dosen von Schmerzmitteln.

F-A-S-T-Test

Dieser von amerikanischen Ärzten entwickelte Schnelltest (FAST) sollte bei Verdacht auf einen Schlaganfall sofort durchgeführt werden. Die Abkürzung FAST kommt aus dem Englischen und bedeutet

F – Face

Der Betroffene schenkt Ihnen ein Lächeln, indem er seine Zähne zeigt: Nach einem Schlaganfall kann es zu einer Hemiparalyse des Gesichts kommen.

A – Arms

Die betroffene Person hält die Arme in waagerechter Position mit den Handflächen nach oben, während sie die Augen schließt: Nach einem Schlaganfall können die Arme nicht in dieser Position gehalten werden, und einer der beiden Arme fällt allmählich ab.

S – Speech

Die Person muss einen einfachen Satz wiederholen. Wenn die Aussprache nicht klar ist oder die Wörter nicht an der richtigen Stelle stehen, ist dies ein Zeichen für einen Schlaganfall.

T – Time is brain

Nach einem Schlaganfall haben Sie keine Zeit zu verlieren! Es ist absolut notwendig, schnell zu reagieren und Alarm an 144 zu geben.

 

Das FAST kann durch BE FAST ergänzt werden, um die betroffenen Hirnareale besser abzudecken:

B – Balance

Die Balance ist gestört, was sich oft in einer Gangunsicherheit oder einem Sturz äussert.

E – Eyes

Die Sicht des Patienten ist eingeschränkt (verschwommen, schwarz, Doppelbilder) und die Augen haben mühe zu fokussieren.

Fieber

Die Körpertemperatur wird durch ein Hirnzentrum, eine Art Thermostat, reguliert und unterliegt natürlichen Schwankungen zwischen 36,0 und 37,4°C. Bei Kleinkindern ist diese Temperaturregelung nicht voll entwickelt. Aus diesem Grund reagieren Kinder im Vergleich zu Erwachsenen häufiger mit Fieber. Wir sprechen von „Temperatur“, wenn der Thermostat 37,5°C anzeigt, und von „Fieber“ nach einem Wert von 38,2°.

Faktoren wie Umgebungstemperatur, Sonneneinstrahlung, Ernährung, körperliche Anstrengung, aber auch Entzündungszellen (Infektionen, Autoimmunreaktionen) beeinflussen die Temperatur.

THERAPIE

Im Allgemeinen bringen Maßnahmen wie das Finden eines kühlen Platzes im Schatten, leichte Kleidung, regelmäßige Teegetränke, Trinklösungen oder Brühen Erleichterung. In den ersten zwei Lebensmonaten, bei sehr hohem oder zweitägigem Fieber, bei Müdigkeit, Apathie, Krämpfen, Verdacht auf eine Infektion oder Grunderkrankung sowie bei fieberbedingten Schmerzen ist es unerlässlich, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache zu untersuchen und Massnahmen zur Fieberbekämpfung zu ergreifen.

Fieberkrämpfe

Fieberkrämpfe sind gelegentliche Anfälle, die im Zusammenhang mit einer fieberhaften Erkrankung auftreten. Dies wird bei drei bis vier Prozent der Kinder zwischen 6 Monaten und 6 Jahren beobachtet. Der genaue Ursprung ist unbekannt, aber es besteht eine familiäre Veranlagung, und es wird eine genetische Komponente vermutet.

SYMPTOMATIK

Die fiebrigen Krämpfe sind mit Bewusstseinsverlust und Muskelkontraktionen verbunden. Sie dauern im Norfalfall nur bis zu 5 Minuten und stoppen automatisch. Diese Krämpfe sind in der Regel harmlos und treten selten mehr als einmal auf. Wenn die Krämpfe innerhalb von 24 Stunden wiederkehren, länger als 5 Minuten dauern oder nur bestimmte Körperteile an den Wehen beteiligt sind, spricht man von „komplizierten Fieberkrämpfen“.

Es handelt sich dabei nicht um einen epileptischen Anfall, jedoch besteht bei komplizierten Fieberkrämpfen evt. eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine spätere Epilepsie. Um diese Wahrscheinlichkeit abzuklären, ist eine weiterführende medizinische Untersuchung empfohlen.

THERAPIE

Kinder, die Krämpfe haben, gehören einem spezialisierten Zentrum an, in dem der behandelnde Arzt über die zu ergreifenden Massnahmen, die durchzuführenden Untersuchungen, den Temperaturabfall und Erklärungen – eventuell auch über die Verhinderung und Behandlung weiterer Fieberkrämpfe in der Zukunft – entscheidet.

Verhalten bei Krämpfen, unabhängig von der Ursache:

  1. Bleiben Sie ruhig (schauen Sie auf die Uhr)
  2. Um Hilfe bitten
  3. Kopfschutz
  4. Von potenziell schädlichen Gegenständen oder anderen Verletzungsgefahren fernhalten.

Nach einem Krampfanfall fühlen sich die Betroffenen oft müde. Sie können in eine sichere Seitenlage gebracht werden, indem man ihre Atmung überwacht und sie warm hält (Kinder kühlen schneller aus als Erwachsene).

Fremdkörper

Das Verschlucken eines Fremdkörpers oder das Anschwellen der Schleimhaut (z.B. bei einer allergischen Reaktion) kann zu einer Verlegung der Atemwege führen. Dadurch wird die Versorgung der Lunge mit Sauerstoff verhindert.

SYMPTOMATIK

Als eines der natürlichen Abwehrsysteme beginnt der Patient stark zu husten, wodurch sich in den Atemwegen Druck aufbaut, der zur Ablösung des Fremdkörpers führen sollte. Ist der Patient nicht in der Lage, den Fremdkörper abzulösen, verliert er mit der Zeit aufgrund von Sauerstoffmangel das Bewusstsein.

THERAPIE

Sobald klar ist, dass der Patient „etwas falsch geschluckt hat“, sollte er oder sie dazu gebracht werden, stark zu husten. Dies ist eine sehr effektive Methode zur Entfernung des Fremdkörpers.
Ihm kann geholfen werden, indem Sie ihn mit der flachen Hand kräftig zwischen die Schulterblätter schlagen.

Wenn der Patient zu ermüden beginnt und der Fremdkörper noch nicht ausgeräumt ist, sollte das „Heimlich-Manöver“ angewendet werden:

Der Zweck des Heimlich-Manövers besteht darin, den Fremdkörper durch Druck von außen aus den Atemwegen des Patienten zu entfernen.

Dazu stellen wir uns hinter den Patienten und legen unsere Faust unter das Brustbein in Höhe des Magens. Die zweite Hand wird über die Faust gelegt um mehr Kraft aufwenden zu können. Mit beiden Händen ziehen wir den Patienten zu uns und leicht nach oben, so stark und plötzlich wie möglich. (Ziel: Zwerchfell nach oben drücken um Druck auf Lunge auszuüben)

Nach Durchführung eines Heimlich-Manövers sollte der Patient in ein Krankenhaus gebracht werden, um die Möglichkeit einer Ruptur von Bauchorganen auszuschliessen, die innere (möglicherweise schwere) Blutungen verursachen kann.

Wenn das Manöver erfolglos war und der Patient das Bewusstsein verliert, sollte sofort mit der Herzdruckmassage begonnen werden.

Es ist verboten, das Heimlich-Manöver bei Kleinkindern unter 1 jährig anzuwenden.

Glasgow Coma Scale

Die Glasgow-Koma-Skala ist eine Skala aus Glasgow, die die Intensität von Bewusstseinsveränderungen differenziert und bewertet. Die Skala reicht von 3 bis maximal 15 Punkten, wobei 15 Punkte die höchstmögliche Punktzahl darstellen.

Die GCS ist eine wertvolle Skala zur Beurteilung der chronologischen Entwicklung des veränderten Bewusstseins.

Die Punkte werden nach drei verschiedenen Kriterien verteilt. Die den verschiedenen Kriterien zugeteilten Punkte werden addiert und ergeben die Glasgow-Punktzahl.

Kriterium 1: Wann öffnet der Patient seine Augen?

Spontan = 4 Punkte
Im Auftrag = 3 Punkte
Zum Schmerz = 2 Punkte
Keine Augenöffnung = 1 Punkt

2. Kriterium: Wie spricht der Patient?

Angemessene Antwort (angemessen, gerichtet) = 5 Punkte
Antwort in korrekten Sätzen, aber mit unsinnigem Inhalt = 4 Punkte
Verwirrende Wörter, unvollständige Sätze = 3 Punkte
Keine Reaktion, Stöhnen als Reaktion auf Schmerz = 2 Punkte
Keine Reaktion, keine Reaktion auf Schmerz = 1 Punkt

3. Kriterium: Wie bewegt sich der Patient?

Gezielte Bewegungen auf Verlangen = 6 Punkte

Lokalisierte Abwehr an der Stelle des schmerzhaften Reizes = 5 Punkte

Nicht-lokalisierte Verteidigung gegen schmerzhafte Stimuli = 4 Punkte

Beugung der Arme und Beine vor Schmerzen, Embryostellung = 3 Punkte

Streckreaktion, Patient streckt Arme und Beine = 2 Punkte

Keine Reaktion auf Schmerz = 1 Punkt

Bei einem GCS von weniger als 9 Punkten wird davon ausgegangen, dass die Schutzreflexe des Patienten nicht stark genug sind, um den Atemweg autonom offen zu halten.

Gelbfieber

Gelbfieber ist eine Viruserkrankung der Tropen oder Subtropen Afrikas und Südamerikas. Der Übertragungsweg ist ähnlich wie bei der Malaria: Eine weibliche Mücke sticht einen infizierten Menschen und saugt das Blut, das das Virus enthält. Wenn die Mücke das nächste Mal die Haut sticht, überträgt sie das Virus auf einen zweiten Menschen.

SYMPTOMATIK

Nach etwa drei bis sechs Tagen treten die ersten Symptome auf: ein plötzlicher Anstieg des Fiebers, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei nur um eine einzige, leichte Episode, die nach einigen Tagen abklingt. In etwa 10 bis 15% der Fälle tritt eine zweite Phase ein: Leberschaden mit Gelbsucht und Schmerzen, Blutungen der Nasenschleimhäute und des Magen-Darm-Systems mit blutigem Erbrechen. Viele dieser Patienten sterben an multi-viseralem Versagen.

THERAPIE

Da es keine kausale Therapie gegen Gelbfieber gibt, wird symptomatisch therapiert und die Prävention gewinnt an Bedeutung. Daher sind Impfstoffe von großem Wert. In einigen Ländern ist dies Teil der Einreisebestimmungen. Ist die Krankheit einmal überwunden, besteht eine lebenslange Immunität. Der Impfstoff ist wirksam und hält etwa 10 Jahre. Influenza-ähnliche Nebenwirkungen sind häufig, aber harmlos. Schwangeren Frauen, Säuglingen unter 6 Monaten und Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z.B. HIV) wird die Anwendung des Impfstoffs nicht empfohlen.

Giftpilzvergiftungen

Einige Ursachen für mögliche Giftpilzvergiftungen:

  1. Verwechslung mit einem Speisepilz
  2. Unerwünschte Wirkung der absichtlichen Einnahme von halluzinogenen Pilzen (Magic Mushrooms)
  3. Unverträglichkeit aufgrund schlechter Zubereitung, verfaulter Pilze oder mangelnder Einhaltung der Kühlkette (oft kurzfristige Magen-Darm-Probleme)
  4. Allergische Reaktion

SYMPTOMATIK

Fliegenpilz: Die Auswirkungen treten relativ schnell ein, d.h. innerhalb von wenigen Minuten bis zwei Stunden. Die ersten Anzeichen sind Schwindel, euphorische Effekte mit Sinnestäuschungen. Koordinationsprobleme, Müdigkeit und bestimmte Lähmungserscheinungen sowie Aggressivität und Überschätzung der eigenen Fähigkeiten gehören ebenfalls zu den möglichen Symptomen. Einige Todesfälle durch Atemstillstand werden beschrieben. Die Sterblichkeitsrate beträgt 1-2%.

Amanit-Phalloid: Dieser Pilz ist für 90% der Giftpilzvergiftungen mit tödlichem Ausgang verantwortlich. Er wird oft mit jungen Pilzen verwechselt. Nur 0,1 mg Gift pro kg Körpergewicht sind für einen tödlichen Ausgang notwendig. Bei einer 70 kg schweren Person sind dies 7 mg, d.h. die in einem einzigen Pilz enthaltene Dosis. Nach 6-8 Stunden treten die ersten Symptome wie Bauchkrämpfe, Erbrechen und Durchfall auf. Im weiteren Verlauf werden Sie zunächst eine Linderung der Bauchsymptome erleben. Tödliche Schäden an lebenswichtigen Organen (Leber, Herz, Nieren) treten erst nach 1-2 Tagen auf. Ohne Transplantation sterben die Patienten innerhalb kurzer Zeit.


Mit einer frappierenden Ähnlichkeit:
Die Verwechslung von Bärlauch (Bärlauch) und Colchicum (Maiglöckchen) hat sich von den Pilzen entfernt, ist aber für Hobbygärtner, Sammler und Köche immer noch sehr relevant. Diese beiden Pflanzen wachsen auf demselben Boden und oft nebeneinander. Es braucht nur ein paar Samenkapseln oder ein paar Blätter der giftigen Maiglöckchen, um ihre tödliche Wirkung zu entfalten. Die Symptome treten etwa zwei Stunden nach der Einnahme auf und beginnen mit einem brennenden Gefühl im Mund, gefolgt von Schluckschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und blutigem Durchfall. Der Tod wird durch Atemlähmung und Herzkreislaufstillstand verursacht. Deshalb ist es wichtig, im Verdachtsfall medizinische Hilfe zu suchen!

Magic Mushroom: Halluzinogene Pilze verändern die Wahrnehmung und werden dazu verwendet, bewusst zur Bewusstseinserweiterung eingenommen zu werden. Die Wirkungen sind dosisabhängig und beginnen nach 10 bis 120 Minuten, erreichen ihr Maximum nach 1 bis 2 Stunden und halten 3 bis 8 Stunden an. Ein häufiger „Anfängerfehler“ besteht darin, dass unmittelbare Auswirkungen erwartet werden und dass die zusätzliche Einnahme mit Ungeduld erfolgt ist. Es ist klar, dass wir mit doppelter Wirkung rechnen müssen!
Pilze werden keine Sucht- oder Entzugssymptome hervorrufen. Schlechte Fahrten, d.h. durch negative Erfahrungen geprägte Trunkenheit, sind häufig und werden durch hohe Dosen, ein bedrohliches Umfeld oder eine Vorgeschichte psychiatrischer Erkrankungen begünstigt.

THERAPIE

Wenn der Verdacht auf eine Giftpilzvergiftung besteht, rufen Sie sofort die Nummer 144 an.

Im Spital wird dann je nach Pilz folgendes durchgeführt:

  • Magenspülung
  • Aktivkohle
  • Rehydrierung
  • Gegenmittel/Antidot

 

Grossschadensereignis

Bei Grossereignissen muss zwischen schweren Unfällen und einer Katastrophe unterschieden werden. Von einem schweren Unfall ist eine große Zahl von Patienten betroffen, doch kann eine gute medizinische Versorgung gewährleistet werden. Das Ausmaß einer Katastrophe übersteigt in der Regel die regionalen Mittel und erfordert nationale oder internationale Hilfe. In beiden Fällen hängt der Erfolg einer Intervention nicht von den medizinischen Ressourcen, sondern von der allgemeinen Organisation ab. Die Verwaltung wird häufig der Polizei oder der Feuerwehr übertragen.

Die Organisation von Gesundheitsposten während Veranstaltungen, die wahrscheinlich eine große Zahl von Patienten aufnehmen:

  • Schadensstelle (Unfallort): Hier werden Patienten so schnell wie möglich gerettet und zur Triage gebracht.
  • Triage: Während der Triage nimmt ein spezialisierter Arzt eine Einschätzung der Dringlichkeit vor, mit der der Patient behandelt oder transportiert werden sollte.
  • Der Gesundheitsposten: Hier muss die Transportkapazität des Patienten gewährleistet sein. Sie umfasst Notfallinterventionen, um den Übergang zur definitiven Versorgung sicherzustellen. Es gibt auch eine Transportstation, die dafür sorgt, dass der Patient mit dem angegebenen Transportmittel in ein geeignetes Krankenhaus gebracht wird.

Das Patientenleitsystem (PLS) wird für die Dokumentation und Kennzeichnung von Patienten bei Großschadensfällen eingesetzt. Sie dient der schriftlichen Dokumentation von Triage-Entscheidungen, sie dient als Krankenakte und sie wird verwendet, um unbenannte Patienten mit einer Identifikationsnummer zu versehen.

Um die materiellen und personellen Ressourcen optimal zu nutzen, ist es notwendig, die Patienten am Unfallort vorzusortieren. Mit der Vorsortierung wird die Priorität der Rettung definiert. Mit Hilfe von vorgegebenen Kriterien werden die Patienten in die Kategorien „dringend“ oder „nicht dringend“ eingeteilt.

Careteam

Bei großen Katastrophenereignissen können sich die Betroffenen auf das Wesentliche konzentrieren. Wenn die traumatische Situation vorbei ist, können die Retter, die Verletzten und ihre Angehörigen sehr stark von der Erfahrung betroffen sein.

Mögliche Reaktionen nach einem traumatischen Erlebnis:

  • Schuldgefühle, das Gefühl, anders reagiert zu haben…
  • Die Angst davor, eine solche Situation erneut zu erleben
  • Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen
  • Die Scham, nicht zu reagieren
  • Ärger

Aber auch andere somatische Reaktionen wie Schlaf- oder Appetitmangel, Konzentrationsprobleme und Alpträume können als Folge dieser Erfahrungen auftreten.

Um den Betroffenen, Erste-Hilfe-Mitarbeitern und Krankenwagenfahrern direkt oder indirekt bei der Verdauung der Schockereignisse zu helfen, wurden Pflegeteams eingerichtet. Sie sind für die psychologische Betreuung der Betroffenen verantwortlich und bieten Unterstützung in Form von Interviews und Gruppentherapie.

Halswirbelsäuleverletzungen

Das Rückenmark stellt die Verbindung zwischen dem Gehirn und dem Körper dar. Nervenfasern verlaufen entlang der knöchernen Wirbelsäule, die in ihrem Inneren gut geschützt ist. Nach einer Verletzung der Wirbelsäule besteht die Gefahr, dass die Nervenfasern im Inneren beschädigt werden.

SYMPTOMATIK

Die Folgen einer Rückenmarksverletzung können eine Lähmung oder Funktionsstörung des gesamten Organsystems sein. Je höher die Verletzung, desto mehr Nerven werden geschädigt. Der wichtigste ist der Teil des Rückenmarks, der sich in der Halswirbelsäule befindet, denn hier befinden sich die Nerven, die das Zwerchfell steuern und uns die Atmung ermöglichen. Das Leitsymptom sind Schmerzen.

Anzeichen einer Wirbelsäulenverletzung:

  1. Zervikal- und Nackenschmerzen
  2. Sensibilitätsstörungen und / oder
  3. Lähmung der Arme oder Beine

THERAPIE

Im Verdachtsfall sollte die Halsschiene sofort eingesetzt werden, um die Halswirbelsäule so weit wie möglich zu stabilisieren und zu schützen.

Halsschienengriff

  1. Ermutigen Sie den Patienten, ruhig zu bleiben und sich nicht zu bewegen
  2. Suchen Sie sich eine Position, welche sie mindestens 30 Minuten halten können (auf Knien, liegend, …)
  3. Die rechte Hand umfasst die rechte Schulter, Daumen auf dem Schlüsselbein, Finger II-V zeigen nach unten (auf dem Schulterblatt)
  4. Linken Hand an linkes Ohr des Patienten, Ohr zwischen Daumen und Zeigefinger, damit es frei bleibt und   der Patient seine Umgebung hören kann.
  5. Drücken Sie die linke Hand und den rechten Unterarm gleichzeitig sanft gegeneinander und klemmen Sie so den Kopf des Patienten leicht ein.
  6. Bleiben Sie in dieser Position, bis die Unterstützung eintrifft.

Beim Halsschienengriff kommen sich Patient und Ersthelfer sehr nahe. Dies erfordert eine gute Kommunikation, damit für beide Parteien ein angenehmes Klima entsteht und sich alle sicher fühlen.

Handschuhe

Bei jedem Kontakt mit dem Patienten müssen Handschuhe getragen werden. Einerseits zu Ihrer eigenen Sicherheit, andererseits, um eine gewisse Distanz zu bilden, die Ihnen hilft, eine professionellere Haltung einzunehmen und den Ekel zu überwinden.

Handschuhe sind das Mittel der Wahl bei Kontakt zu Körperflüssigkeiten (Urin, Schweiss, Blut). Damit der Eigenschutz gewährleistet ist, sollen Helfer bei Kontakt zu Körperflüssigkeiten immer Handschuhe anziehen. Um z.B. bei einer Blutung Zeit zu gewinnen, sich die Handschuhe anzuziehen, kann der Patient selbst Druck auf die Wunde ausüben.

Deshalb gibt es die Handschuhe in jeder Apotheke. Es lohnt sich auch, ein Paar Handschuhe in der Handtasche mitzunehmen.

Hausstaubmilbenallergie

Dieses hinterhältige kleine Tierchen ist auf ein feucht-heißes Klima angewiesen.

Infolgedessen entpuppt sich unser Bett als perfekter Lebensraum für ihn. Hier kann er sich mit Freude an unseren Hautschuppen laben. Ab einer Höhe von 1.200 Metern aufwärts können sich die Milben jedoch nicht mehr vermehren.

SYMPTOMATIK

Staubmilben können bei Allergikern eine Erkältung sowie rote Augen, Ekzeme und/oder Asthma verursachen. Ganzjährige Allergiesymptome sind hochgradig verdächtig.

THERAPIE

Die Behandlung besteht aus der Entfernung der Allergene, d.h. der Verwendung eines Anti-Staubmilben-Matratzenbezuges, der Kleintiere nicht durchlässt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, im Falle eines Allergieanfalls Medikamente einzunehmen.

Haut- und Schleimhautverletzungen

Haut-/Schleimhautverletzungen

Die Haut und die Schleimhäute sind viel mehr als nur eine Hülle. Folglich sind ihre Läsionen für unsere Gesundheit relevant. Verletzungen der Haut oder der Schleimhäute können mechanisch (Abschürfungen, Schnitte), chemisch (Verätzungen durch saure oder alkalische Produkte) oder thermisch (Verätzungen durch Feuer oder kochendes Wasser) hervorgerufen werden. 

SYMPTOMATIK

  • Schmerzen
  • Rötung, Schwellung, Blutung
  • Blasen-/Geschwürbildung

THERAPIE

  • Stoppen Sie den Einfluss des schädlichen Agens (reizende Substanz, säurehaltiges Produkt, Hitze)
  • Reinigung und Kühlung der betroffenen Hautstelle (oder Schleimhäute) mit lauwarmen Wasser
  • Medizinisches Personal konsultieren
  • Unterbringung der beteiligten Parteien
  • Andere Maßnahmen, die in Absprache mit dem medizinischen Personal zu ergreifen sind
  • Falls Augen betroffen: Spülen mit Wasser, Augen aufsperren um reflexartigen Lidschluss zu verhindern

Beachte auch:

Es muss berücksichtigt werden, dass das, was den Patienten verletzt hat, auch den Retter verletzen kann. Es muss sichergestellt werden, dass Schadstoffe keine Gefahr für die Retter darstellen. Verbrennungen werden oft unterschätzt. Insbesondere bei Verbrennungen im Gesicht, an Genitalien, Gelenken und Füßen/Händen sowie bei Verbrennungen mit Blasenbildung sollten Sie stets medizinisches Personal konsultieren. Bei Verbrennungen/Augenverletzungen: Mit geeigneter Spüllösung reinigen. Üben Sie danach keine mechanische Einwirkung auf das betroffene Auge aus. Medizinisches Personal konsultieren (Klinik für Augenheilkunde).

Wichtig ist der Eigenschutz!! Gerade bei Verätzungen kann sich der Ersthelfer ebenfalls verletzen. Ausserdem ist offene Haut ein Infektionsrisiko für Ersthelfer und Patient. Damit der Eigenschutz gewährleistet ist, sollen Helfer immer Handschuhe anziehen.

Bei Verletzungen der (Schleim-)Haut muss an das Auffrischen der Tetanus-Impfung gedacht werden.

 

Vertiefung

Heimlich-Manöver

Wenn Sie sehen, dass jemand an der Stelle ist, an der er erstickt (z.B. nachdem er etwas gegessen hat), führen Sie die unten beschriebenen Schritte durch:

  1. Ermutigen Sie den Patienten zum Husten.
  2. Wird der Patient zunehmend schwächer oder lässt der Husten nach, Schlagen Sie ihm hustensynchron auf den Rücken. Informieren sie eine Drittperson um die 144 zu alarmieren
  3. Das Heimlich-Manöver: Umrunden Sie den von hinten stehenden Patienten mit den Armen. Machen Sie mit einer Hand eine Faust und legen Sie sie auf den Oberbauch des Patienten, wobei Sie sie mit der zweiten Hand bedecken. Ziehen Sie mit beiden Händen ruckartig nach hinten und oben.
    Wichtig: Während des Heimlich-Manövers besteht das Risiko, die intraabdominalen Organe zu verletzen. Der Patient muss daher nach dem Manöver unbedingt im Krankenhaus untersucht werden.
    Das Manöver ist für Kinder unter 1 jährig verboten!

Heimlich-Manöver-Podcast

Wenn beide Methoden nicht funktionieren, wird der Patient schließlich einen Atemstillstand erleiden und das Bewusstsein verlieren. Es ist an der Zeit, mit der Reanimation mittels HLW fortzufahren.

Herzfrequenz

herzfrequenzanalyse

Puls – als zentrale Bezugsgröße

Zum besseren Verständnis ist es am besten, zuerst den Artikel über den Conconi-Test zu lesen.

Die physiologischen Grundlagen

Das Herz, der Motor des Lebens, erhält als zentrales Organ unseren Kreislauf aufrecht. Dieses hohle Muskelorgan ist in der Lage, durch rhythmische Kontraktionen sauerstoffreiches Blut aus unseren Lungen in unseren Körper zu verteilen.

In der Stille und für die leichten Bewegungen des Alltags schlägt unser Herz mit einer Frequenz von 60 bis 100 Schlägen pro Minute und stößt etwa 5 Liter Blut pro Minute aus (Herzzeitvolumen). Sportler, insbesondere Ausdauersportler, haben oft einen Ruhepuls, der viel niedriger ist. Ihr trainiertes Herz ermöglicht es ihnen, mehr Blut pro Herzschlag zu pumpen und so die Anzahl der Schläge zu reduzieren, um die gleiche erforderliche Herzleistung zu erreichen.

Unter körperlicher Belastung steigt der Sauerstoffbedarf unseres Körpers, insbesondere der unserer beanspruchten Muskeln, erheblich an. Um den Bedarf unserer Muskeln zu decken, muss das Herz sie mit mehr sauerstoffreichem Blut versorgen. Dies bedeutet eine Erhöhung des Herzzeitvolumens.

Diese wird hauptsächlich durch eine Beschleunigung des Pulses erzeugt. Eine gute Faustregel zur Abschätzung der maximalen Herzfrequenz unseres Herzens lautet: 220 – Alter. Das Herzzeitvolumen kann auf bis zu etwa 30 Liter pro Minute erhöht werden.

Herzfrequenzanalyse – wie und warum?

Wichtig: Kein Herz, kein Körper, kein Mensch ist gleich! Deshalb erfordert eine optimale Ausbildung individuell festgelegte Ziel- und Richtwerte.

Die Herzfrequenzanalyse wird als Teil des Conconi-Tests durchgeführt. Wie im entsprechenden Kapitel beschrieben, wird in regelmäßigen Abständen die Herzfrequenz sowie der Laktatspiegel im Blut gemessen. Diese Werte werden zum besseren Verständnis grafisch dargestellt.

Mit dem Wissen, dass die anaerobe Schwelle bei 2,5mmol/l liegt, kann man daher individuell den optimalen aeroben Trainingsbereich suchen und definieren. Am einfachsten ist es, ein Diagramm zu verwenden, das die Leistung mit Puls und Laktat vergleicht.

In unserem Beispiel liegt die anaerobe Schwelle bei einer Pulsfrequenz von 150 (plötzlicher, starker Anstieg von Laktat). Um sicherzustellen, dass die Schwelle nicht überschritten wird, sollte eine obere Grenzpulsfrequenz von 145 und eine untere Grenzpulsfrequenz von 135 eingestellt werden. Ziel ist es, die anaerobe Schwelle nicht zu überschreiten, sondern ihr während des Trainings so nahe wie möglich zu kommen, denn in diesem Leistungsbereich wird der größte Trainingseffekt erzielt.

Im Wesentlichen geht es darum, das oben beschriebene Prinzip umzukehren und die Herzfrequenz mit einem geschätzten Laktatwert in Verbindung zu bringen. Mit dem Wissen der Herzfrequenzanalyse ist es möglich, eine Schätzung der Muskelübersäuerung vorzunehmen. Bei einer Pulsfrequenz von 135 sind Sauerstoffbedarf und -angebot ausgeglichen. Der Körper erleidet keine Versauerung! Bei einer Pulsfrequenz von 150 übersteigt der Sauerstoffbedarf das Sauerstoffangebot und es kommt zur anaeroben Stoffwechselsituation mit Laktatproduktion und damit zur Muskelübersäuerung!

Herzinsuffizienz

Es ist wichtig, zwischen chronischer und akuter Herzinsuffizienz zu unterscheiden. Während das akute Versagen oft ein tragisches Ereignis ist, das zu einer sofortigen Krankenhauseinweisung führt, gleicht das chronische Versagen eher einem progressiven Leistungsabfall über die Jahre hinweg.

Die Herzinsuffizienz ist häufig auf eine Funktionsstörung des Herzmuskels zurückzuführen – in zwei Dritteln der Fälle handelt es sich um eine Schwäche des Muskels. Die häufigste Ursache der Herzinsuffizienz in den westlichen Ländern ist eine Durchblutungsstörung des Herzens, die mit hohem Blutdruck einhergeht. Das vorübergehende Versagen wird meist durch eine Entzündung des Herzmuskels verursacht.

SYMPTOMATIK

Das Hauptsymptom der Herzinsuffizienz ist Atemnot (Dyspnoe) bei körperlicher Belastung oder, in einem fortgeschrittenem Stadium, sogar in Ruhe, sowie eine Leistungsminderung. Die Dyspnoe verstärkt sich häufig in der Rückenlage, was in schweren Fällen nachts zu tödlichen Atemnotanfällen mit Husten führen kann. Dies kann schliesslich zu einem kardialen Lungenödem („Wasser in der Lunge“) mit schwerer Atemnot und Flüssigkeitsaustritt in die Lungenbläschen führen, was an einem „gurgelnden“ Atemgeräusch und an der „schäumenden“ Spucke des Patienten erkannt wird.

Herzinsuffizienz führt zu einer Ansammlung von Wasser im Körper – bei Linksherzinsuffizienz in den Lungen, bei Rechtsherzinsuffizienz in den Beinen und im Bauchraum. In einigen Fällen kann es sogar zu Leberproblemen führen.

Die schwerste Form der Herzinsuffizienz ist der kardiogene Schock, der sich oft mit schwerer Atemnot, Bewusstseinsstörungen, kaltem Schweiß, schwachem und schnellem Puls und kalten Extremitäten (Füße und Hände) äußert.

THERAPIE

Die Therapie der Herzinsuffizienz wird individuell auf den Patienten angepasst und ist abhängig von Vorerkrankungen, kardiovaskulärem Risikoprofil, Lebensweise und vielem mehr. Falls möglich, soll die zu Grunde liegende Ursache (Bluthochdruck, Rhythmusstörungen, u.s.w.) behandelt werden. Weitere Möglichkeiten sind:

  • Lifestyle Modifikationen
  • Körperliche Aktivität steigern (moderates Training)
  • Bettruhe (falls dekompensiert)
  • Flüssigkeitszufuhr anpassen
  • Medikamente (ACE-Hemmer, Betablocker, MCRA, SGLT2-Inhibitoren, ARNI, Diuretika)

Heuschnupfen

Sobald der Frühling kommt, macht Heuschnupfen vielen Menschen zu schaffen. Es heißt, dass Jahr für Jahr die Zahl der Pollenallergiker zunimmt. Tatsächlich hat das Auftreten von Heuschnupfen in den letzten Jahren zugenommen. Einerseits ist dies auf eine gewisse genetische Übertragung der Veranlagung zur Entwicklung einer Pollenallergie zurückzuführen, andererseits spielen aber auch eine strengere Hygiene, die erhöhte Aggressivität der Allergene durch Schadstoffe sowie eine Veränderung der Alltagsgewohnheiten eine Rolle.

Die Entzündung des Heuschnupfens tritt vor allem in den oberen Atemwegen auf und hat viele Nebenwirkungen wie Asthma oder Sinusitis. Histamin spielt eine Schlüsselrolle bei Allergien, das auch ein Mediator von Entzündungen und Verbrennungen ist.

Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, mit Heuschnupfen umzugehen:

  • Vermeiden Sie Produkte, die die Allergie auslösen
  • Pharmakologie: Entzündungshemmende Medikamente oder Medikamente, die die symptomatischen Wirkungen von Histamin im Körper blockieren.
  • Hypo-Sensibilisierung: Das Allergen wird in kleinen Dosen in unseren Körper injiziert, um eine dauerhafte Unempfindlichkeit zu entwickeln.

Hirnblutung

Der Begriff intrakranielle Blutung bezieht sich auf alle Blutungen innerhalb des Schädels und umfasst daher auch Blutungen

  • im Gehirn selbst
  • zwischen dem Gehirn und der Knochenkappe

URSACHEN

Die Ursachen können Traumata (z.B. Sturz, Schlag auf den Kopf etc.), Bluthochdruck, Tumore, Gefässmissbildungen (z.B. ein aufgeblähtes Gefäss = Aneurysma) und Blutgerinnungsstörungen sein.

Alles, was die Blutgefäße schädigt, ist ein Risikofaktor! Nikotin, Diabetes, Bluthochdruck – um nur die häufigsten zu nennen.

Auch hier ist wieder der Alkoholeinfluss zu erwähnen, da Stürze auf den Kopf aufgrund fehlender Schutzreflexe unter Alkoholeinfluss wesentlich häufiger sind (zudem zeigen chronische Alkoholiker Leberschäden, die eine Gerinnung verhindern).

Die familiäre Veranlagung spielt vor allem bei Gewebestörungen und bei Patienten mit Bluthochdruck eine Rolle.

Hitzschlag

Ein „Hitzschlag“ liegt vor, wenn der Körper nicht mehr in der Lage ist, die angesammelte Wärme durch die Haut zurückzugeben. Ergibt sich eine Körperkerntemperatur von über 40°C kann es zu einem Hitzschlag kommen.

Ein Sonnenstich muss von einem Hitzschlag unterschieden werden. Dabei handelt es sich um die „leichtere Version“ eines Hitzschlages, bei welcher die Körperkerntemperatur unter 40°C bleibt und isoliert der Kopf überhitzt, die Symptome fallen milder aus. Dazu können Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen gehören. Ein Bewusstseinsverlust oder Schock gehört bei einem Sonnenstich aber nicht dazu.

SYMPTOMATIK

Der Patient präsentiert sich mit roter, trockener, heißer Haut. Die Blutgefässe sind erweitert, das Blut stagniert, die Durchblutung ist gestört, was zu Hitzesynkopen, d.h. zu einem kurzfristigen Bewusstseinsverlust führen kann.

THERAPIE

Die betroffene Person sollte mit erhobenem Oberkörper an einen kühlen oder zumindest schattigen Ort gebracht werden. Die Kleidung sollte entfernt werden, so dass feuchte Gewebe auf die Haut aufgelegt werden können, um sie durch den Verdunstungseffekt, der Wärmeverlust verursacht, zu kühlen.
Bei Bewusstlosigkeit den Patienten in eine seitliche Sicherheitsposition bringen und die Retter alarmieren. Alkoholkonsum und langes Stehen können diese Symptome verschlimmern. Ausreichend zu trinken und im Schatten zu sitzen hilft, einen Hitzschlag zu vermeiden.

Husten

Husten ist ein physiologischer Reflex, der durch die Aktivierung von Rezeptoren in den oberen und unteren Atemwegen ausgelöst wird. Der Husten hat mehrere wichtige Funktionen, z.B. Schutz vor eingeatmeten Schadstoffen, Reinigung der Bronchien oder als Indikator für Luftverschmutzung.

Während Husten bei gesunden Patienten eine einfache physiologische Reaktion auf eine Reizung ist, ist er bei Lungenerkrankungen oft eines der ersten Symptome.

Der Husten wird als unproduktiv (trocken) oder produktiv beschrieben. Hält der Husten per Definition länger als 3 Wochen an, spricht man von einem chronischen Husten. Akuter Husten wird häufig durch Virusinfektionen der Atemwege verursacht. Meistens sind die Symptome selbstlimitierend und bedürfen keiner weiteren Abklärung.

Hypertonie

Hoher Blutdruck ist definiert als systolischer Blutdruck über 140 mmHg (bzw. 90 mmHg bei diastolischem Blutdruck).

Der Blutdruck ist abhängig vom Blutvolumen, den Gefäßverhältnissen (Widerstand) und der Pumpleistung des Herzens. Es gibt auch eine Korrelation mit dem Alter, die zeigt, dass der Blutdruck mit dem Alter ansteigt. Infolgedessen ist vor allem die ältere Bevölkerung am stärksten betroffen.

Wir müssen zwischen primärer und sekundärer Hypertonie unterscheiden. Während die primäre Hypertonie ein eigenständiges Krankheitsbild ist, beinhaltet die sekundäre Hypertonie ein komplexes Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

Die Risikofaktoren sind z.B:

  • Familiäre Veranlagungen
  • Alter
  • Diabetes (Typ I und II)
  • Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum
  • Eine Ernährung, die zu salzig oder zu fett ist
  • Medikamente
  • Chronischer Stress

Hypoglykämie

Hypoglykämie liegt vor, wenn Ihr Blutzuckerspiegel niedrig ist. Dies ist besonders häufig bei Menschen mit Diabetes der Fall. Ärzte verwenden den Begriff Diabetes mellitus, um Diabetes zu bezeichnen. Diabetiker sind Menschen, deren Körper den Blutzuckerspiegel nicht mehr ausreichend regulieren kann. Eine Hypoglykämie tritt auf, wenn Diabetiker ihre Medikamente zur Kontrolle ihres Zuckers (z.B. Insulin) einnehmen – und danach nicht genug essen. Insulin transportiert Zucker in die Gewebe, was zu einem Absinken des Blutzuckers führen kann, wenn nicht gleichzeitig Nahrung eingenommen wird. Eine Hypoglykämie von Bedeutung (Bewusstseinsverlust) ist bei Menschen ohne Diabetes so gut wie unmöglich.

SYMPTOMATIK

Wenn Sie ein Blutzuckerproblem haben, treten diese Symptome in der Regel wieder auf:

  1. Schwäche, Unruhe, Zittern
  2. Großer Hunger
  3. Kalte Schweißausbrüche
  4. Blässe
  5. Kopfschmerzen
  6. Übelkeit
  7. Tachykardie
  8. Sehstörungen
  9. Verwirrung
  10. Krämpfe

THERAPIE

Wenn der Patient noch bei Bewusstsein ist und nur leichte Symptome wie kalter Schweiss, Übelkeit oder Kopfschmerzen hat, sollte er essen oder Zucker nehmen. Am schnellsten und einfachsten geschieht dies in Form von Süssgetränken. Wenn der Patient desorientiert oder bewusstlos ist, sollte Zucker in Form von Glukosegel verabreicht werden. Dieser kann auch selbst gemacht werden, indem Zucker mit wenig Wasser zu einer Paste vermischt wird. In dieser Situation sollten Sie natürlich auch um Hilfe rufen.

Achtung!: Bewusstlosen Patienten soll weder Flüssigkeit noch Feststoff (Traubenzucker) in den Mund geschüttet/gelegt werden, da Erstickungsgefahr droht.

Glukose-Gel

Hyperglykaemie

Hyperventilation

Hyperventilation kommt von dem griechischen Wort „iper“ für „über“ – und dem lateinischen „ventilare“ für „atmen“. Hyperventilation ist eine unphysiologische, tiefe und/oder beschleunigte Atmung, die zu einer Ansammlung des CO2-Partialdrucks der alveolären und arteriellen Luft führt. Dies führt zu einer Akkumulation von Kohlendioxid im Kreislauf.

FORMEN

Es gibt zwei Formen der Hyperventilation: das akute Hyperventilationssyndrom, das sich in Form einer Krise mit Muskelkontraktionen einstellt, und das chronische Hyperventilationssyndrom.

URSACHEN

Die Tiefe und Frequenz der Atmung kann unbewusst durch unser Nervensystem reguliert werden. Die Regulierung erfolgt hauptsächlich durch die Messung von Kohlendioxid im Blut. Das bedeutet, dass eine CO2-Blutkonzentration die Atmungsaktivität stimuliert. Unter bestimmten Bedingungen kann dieser geschlossene Kreislauf unterbrochen werden, z.B. durch Lungenerkrankungen, Kopfverletzungen, Schlaganfälle oder – in den meisten Fällen – durch Stress und Angstzustände. Symptome wie Verkrampfen der Muskeln oder Bewusstlosigkeit kommt zustande, da der tiefe CO2-Partialdruck zu einer zerebralen Vasokonstriktion (Zusammenziehen der Gehirn-Gefässe) führt.

SYMPTOMATIK

  • Tachypnoe
  • Muskelkontraktionen, Tetanie
  • Parästhesie
  • Schwindel
  • Angst

Durch Anspannen der Unterarm- und Handmuskulatur (Tetanie durch Hyperventilation) lassen sich manchmal die Merkmale der „Pfötchenstellung“ beobachten.

THERAPIE

  • Beruhigen
  • Aus Situation entfernen (aus Raum nehmen, von Leuten entfernen, …)
  • Mit-Atmen / Anleiten zur ruhigen Atmung
  • Patient soll in eigene Hände atmen (ausgeatmetes CO2 kann wieder eingeatmet werden)

Bei einer Infektion geht es darum, dass sich ein Erreger (Bakterien, Viren, Pilze,…) in einen Wirtsorganismus (Mensch, Tier,…) eindringt und vermehrt. Die Infektion löst eine Abwehrreaktion aus und zeichnet sich durch die typischen Anzeichen einer Entzündung aus. Zu diesen gehören Wärme, Rötung, Schmerz, Funktionsverlust.

Die Entstehung und Ausbreitung einer Infektion wird massgeblich durch Hygiene (Desinfektion, Schutzausrüstung) und Präventionsmassnahmen beeinflusst.

Siehe auch:

Inhalationstrauma

Unter Inhalationstrauma versteht man ein Trauma der Lunge nach Einatmen von ätzenden, toxischen, sehr hohen oder niedrigen Temperaturen ausgesetzten Gasen oder Aerosolen. Dies kann zu einer Schädigung Ihrer oberen oder unteren Atemwege und Ihrer Lunge führen. Je nach Ursache gibt es drei verschiedene Arten von Traumata:

  • Thermisches Inhalationstrauma (Explosion, Feuer)
  • Chemisches Inhalationstrauma (Ammoniak, Schwefelsäure, Verbrennung von Plastik)
  • Toxisches Inhalationstrauma (Kohlenmonoxid, Salzsäure)

SYMPTOMATIK

Die Symptome hängen sehr stark von der Ursache ab, die häufigsten sind jedoch Dyspnoe, Husten, Zyanose und Bewusstseinsverlust.

THERAPIE

Da das weitere Management durch medizinisches Personal geschehen muss, muss die 144 alarmiert werden. Das weitere Vorgehen besteht aus Sauerstofftherapie, evt. Intubation und allenfalls auch einer Kontroll-Bronchoskopie.

Insektenstiche

Viele Insekten können mit ihren Stichen eine allergische Reaktion auslösen.
In unseren Breitengraden sind die Insekten, die schwere allergische Reaktionen hervorrufen, am häufigsten Bienen und Wespen. Im Falle von Mücken, Ameisen, Hornissen oder Bremsen sind starke Reaktionen eher selten.

SYMPTOMATIK

Indem Insekten ihr Gift direkt unter die Haut injizieren, kapern sie unsere natürliche Barriere und ihre Abwehrmechanismen. Die Symptome reichen von einer einfachen Rötung statt eines Stiches, dezentem Juckreiz und Schwellung bis hin zu einem tödlichen Zustand der Vitalveränderung mit Atemnot und Kreislaufstillstand – allergischer (oder anaphylaktischer) Schock.

THERAPIE

Je nach stärke der Allergischen Reaktion sind Sofortmassnahmen essenziell. Bei einem anaphylaktischen Schock umfasst die indizierte Therapie Medikamente, welche betroffene oft in ihrem „Notfallset“ mit sich tragen. Im Falle eines Stiches müssen ihnen unverzüglich die notwendigen Medikamente verabreicht werden. Dies erfordert unter anderem die Einnahme von Antihistaminika (Tabletten) oder Injektion von Adrenalin in den Muskel.

Es gibt aber auch langfristige Massnahmen, wie Prophylaxe, Verhaltensanweisungen für den Notfall und möglicherweise die „Hyposensibilisierung“, eine Therapieform, die dazu dient, unsere Immunantwort zu schwächen.

Intubation

Die Intubation wird eingesetzt, um einen sicheren respiratorischen Zugang über einen Endotrachealtubus zu gewährleisten. Dieses Verfahren wird bei Menschen angewendet, die bewusstlos sind, unter Sedierung oder Narkose stehen – am häufigsten auf der Intensivstation und in der Wiederbelebungsmedizin.

Es wird ein sicherer von einem unsicherem Atemweg unterschieden, wobei die Tiefe des Intubationsgerätes der Unterschied macht. Liegt das Instrument unter den Stimmbändern (endotracheal Tubus), so spricht man von einem gesichertem Atemweg. Liegt das Instrument oberhalb der Stimmbänder (Larynx-Maske, Vendel-Tubus,..) so spricht man von einem ungesichertem Atemweg.

KOMPLIKATIONEN

Die Komplikationen hängen von den Intubationsversuchen und der Dauer der Intubation ab. Die folgenden Komplikationen sind zu finden:

  • Tracheal- oder Kehlkopfverletzungen
  • Verlegte Intubation (Speiseröhre)
  • Einseitige Intubation
  • Zahnschäden
  • Vagusnervstimulation mit Bradykardie oder Asystolie
  • Kehlkopfspasmus
  • Erbrechen

Kammerflattern

Kammerflattern verursacht eine konzentrische Stimulation, die Rate ist stark erhöht. In diesem Fall pumpt das Herz kaum noch Blut, so dass der Patient das Bewusstsein verliert und fast immer aufhört zu atmen.

Kammerflattern geht rasch in Kammerflimmern über, das zu einem Herzkreislaufstillstand führt.

Kammerflimmern

Kammerflimmern ist eine akute lebensbedrohliche Herztachykardie, bei der die Herzkammerfrequenz stark erhöht ist (> 320/min) (siehe EKG unten). Der Patient befindet sich während eines Kammerflimmers im Kreislaufstillstand und die Reanimation ist überlebenswichtig.

Beim Herzkammerflimmern ist die Übertragung der elektrischen Impulse des Herzens (Erregungsleitungssystem) gestört. Die Muskelfasern des Herzens kontrahieren in ungeordneter Weise, so dass die Blutversorgung des Körpers nicht mehr gewährleistet ist. Betroffene verlieren schnell das Bewusstsein.

URSACHEN

  • Koronare Herzkrankheit
  • Myokardinfarkt
  • Herzinsuffizienz
  • Myokarditis
  • Bluthochdruck
  • Angeborene Herzfehler

THERAPIE

Bei Herzkammerflimmern externe Defibrillation mit 200 bis 360 Joule und sofortige Wiederbelebung nach der „ABC“-Regel. Die Defibrillation ist die wirksamste Therapie des Kammerflimmerns. Sie sollte so bald wie möglich durchgeführt werden. Jede Minute ohne Defibrillation reduziert die Chance auf eine erfolgreiche Reanimation um 10%. Bei professioneller Reanimation werden nach drei erfolglosen Defibrillationen werden intravenös Katecholamine und ein Klasse-III-Antiarrhythmikum verabreicht, und der Patient wird erneut defibrilliert. Hält der instabile Herzrhythmus an, folgt eine schnelle Verabreichung von Amiodaron.

kammerflimmern

Kohlenmonoxid-Vergiftung

Kohlenmonoxid (CO) ist ein geruchloses und farbloses Gas, das bei der Verbrennung entsteht.

Eingeatmetes Kohlenmonoxid bindet sich stärker an Hämoglobin als Sauerstoff und verdrängt so den Sauerstoff aus dem Blut. Wenn zu wenig Sauerstoff im Blut vorhanden ist, werden Organe, insbesondere das Gehirn, geschädigt. Die Zellen beginnen einzeln abzusterben.

SYMPTOMATIK

Eine Kohlenmonoxidvergiftung verursacht schwere Kopfschmerzen. Ein vergifteter Patient kann eine leichte Rotverfärbung der Haut aufweisen. Typischer Fall: Eine ganze Familie stirbt im Schlaf, weil das sehr giftige Kohlenmonoxid nicht gesehen oder gerochen werden kann.

Kolik

Eine Kolik wird durch Krämpfe in der glatten Muskulatur verursacht, wie dies auch bei den inneren Organen der Fall ist. In den meisten Fällen blockiert ein Stein (Gallenstein, Nierenstein, Blasenstein, Harnstein) einen Abflusskanal.

SYMPTOMATIK

Der Begriff Kolik bezeichnet einen krampfartigen, bewegungsunabhängigen Schmerz, der wellenförmig auftritt und sich mit Phasen der symptomfreien Linderung abwechselt. Sie geht oft mit Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen, Herzklopfen und Blutdruckschwankungen einher.

THERAPIE

Wenn neue Kolikschmerzen auftreten, sollte sich der Patient bei seinem Hausarzt oder direkt in der Notaufnahme eines Krankenhauses melden. Je nach Ursache besteht die Therapie ausschließlich aus erhöhter Flüssigkeitsaufnahme und Bewegung (kleine Nierensteine) oder der operativen Entfernung der Steine (Gallensteine).

Kopfschmerzen

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden in unseren Breitengraden. Die Ursache kann eine Reizung der Organe des Kopfes (Muskeln, Blutgefässe, Hirnhaut und Nerven) oder eine bestehende Erkrankung sein. Es wird zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen unterschieden:

Primär:

  • Spannungskopfschmerz
  • Migräne
  • Drogenbedingte Kopfschmerzen

Sekundär:

  • Symptome im Zusammenhang mit einer Krankheit (viel seltener)

SYMPTOMATIK

Viele Menschen sind es gewohnt, Kopfschmerzen zu haben und wissen genau, wie sie sind. Daher ist Vorsicht geboten, wenn die Schmerzen auftreten:

  • Zum ersten Mal
  • Außergewöhnlich gewalttätig
  • Anders als üblich
  • Nach einem Trauma (Schlag auf den Kopf, heftiger Schock usw.)

THERAPIE

In der Regel genügt ein wenig Ruhe, und der Schmerz verschwindet von selbst. Manchmal ist jedoch eine Tablette erforderlich, um die Schmerzen zu lindern; die bekanntesten sind Aspirin (Acetylsalicylsäure), Panadol (Paracetamol) oder Brufen (Ibuprofen). Diese sollten bei einer ersten Einnahme aber von einem Arzt oder Apotheker abgegeben und vom Patienten selbst eingenommen werden. Ein Patient sollte niemals ein Medikament erhalten, von dem er nicht weiß und das er noch nie zuvor eingenommen hat.

MIGRÄNE

Migräne ist ein anfallsartig und periodisch wiederkehrender Kopfschmerz. Der Schmerz ist so stark, dass der Betroffene seinen Alltagsaktivitäten nicht mehr nachgehen kann.

SYMPTOMATIK

Der Kopfschmerz meist von pulsierender Qualität, halbseitig und häufig begleitet von anderen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Bei vielen Patienten kündigt sich ein Anfall mit erhöhter Lichtempfindlichkeit und Wahrnehmungsstörungen (z.B. Flimmersehen) an. Ein „Anfall“ Dauer zwischen 4 und 72 Stunden.

THERAPIE

Als Akuttherapie werden einerseits Schmerzmittel wie Aspirin, Panadol oder Ibuprofen eingesetzt oder aber migränespezifische Medikamente.

Grundsätzlich sollte dem Patienten nur dann ein Medikament abgegeben werden, wenn es ein „alt bekannter“ Kopfschmerz ist und er das Medikament bereits kennt. In allen anderen Fällen, sollte professionelle Hilfe hinzugezogen werden (z.B. 144).

Lagerung

Grundsätzlich muss die Positionierung immer den individuellen Gegebenheiten angepasst werden. Im Allgemeinen weiß der Patient selbst besser als jeder andere, wie gut es ihm geht. Wenn er oder sie jedoch bewusstlos oder verwirrt ist, ist es gut, die richtige Haltung zu kennen.

A-Problem: Atemwegsobstruktion; muss sofort behandelt werden!

  • Oft stehend

B-Problem: Atembeschwerden

  • Sitzen oder Liegen mit einer Oberkörperhochlagerung

C-Problem: Durchblutungsstörung

  • Herz: Oberkörperhochlagerung, so wenig wie möglich bewegen.
  • Schocksymptome ohne Herzprobleme: Flaches Liegen, Hochlagern der Beine

D-Problem: Bewusstlosigkeit

  • Stabile seitliche Sicherheitshaltung

E-Problem: Alle anderen Verletzungen

  • Einzeln

Lebensmittelunverträglichkeit

Laktoseintoleranz betrifft in der Schweiz etwa jede fünfte Person. Es handelt sich um eine Intoleranz gegenüber Milchzucker.

Bei einer Glutenallergie (Bestandteil verschiedener Getreidearten wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel usw.), die auch als Zöliakie bezeichnet wird, reagiert der Dünndarm empfindlich auf Gluten. Die Schleimhaut wird durch einen von Gluten ausgelöster Immunreaktion Gluten so geschädigt, dass sie mit der Zeit wichtige Nährstoffe (Vitamine, Fette, Kohlenhydrate und Proteine) nicht mehr aufnehmen kann; man spricht von einer Malabsorption.

Eine Gluten-Unverträglichkeit (nicht Allergie) ist nicht das Selbe und die Darmwand-Oberfläche wird nicht zerstört. Es handelt sich dabei um eine nicht vollends geklärte Ursache von Blähungen und weiteren Gastrointestinalen-Beschwerden, welche im Zusammenhang mit Gluteneinnahme beobachtet werden.

SYMPTOMATIK

Die häufigsten Symptome der Laktoseintoleranz sind Blähungen, Durchfall, Erbrechen und Unwohlsein.

Bei der Glutenunverträglichkeit leidet die Person unter Mangelerscheinungen und Begleiterscheinungen wie Müdigkeit, Bauchschmerzen, Übelkeit, Anämie und Gewichtsverlust.

THERAPIE

Die einzige Therapie der Zöliakie besteht darin, Gluten ein Leben lang strikt zu vermeiden. Der Betroffene durch die Erkrankung oder die strenge Diät sehr eingeschränkt. Im Laufe der Zeit (ohne Gluten) kann sich die Dünndarmschleimhaut oft erholen und die Nahrungsaufnahme kann wiederhergestellt werden.

Bei der Laktose- & Glutenintoleranz soll so viel Gluten und Laktose wie ertragen werden kann konsumiert werden. Dies dient dazu, die Schwelle der Toleranz auszuweiten und nicht weiter zu reduzieren. Bei der Laktoseintoleranz kann ausserdem das fehlende Enzym „Laktase“ in Tablettenform zu sich genommen werden um die Symptome bei der Einnahme von Laktose zu verringern.

Brustkorb

Wo der Atem des Lebens durch uns fließt und das Herz am richtigen Platz ist…

Herz und Lunge sind die Hauptthemen des Kapitels über den Brustkorb; sie füllen ihn nicht nur aus, sondern liefern auch alle möglichen spannenden Krankheitsbilder und Notfallsituationen rund um diese beiden wichtigen Organe.

  1. Asthma
  2. Atemnot
  3. Bronchitis
  4. Herzinfarkt
  5. RAPS
  6. Lungenembolie
  7. Pneumonie
  8. Pneumothorax

Lungenembolie

Wenn sich im Blutkreislauf ein Blutgerinnsel gebildet hat, kann es abreißen und in andere Gefäße transportiert werden (man spricht von einer Embolie). Wenn sich das Gerinnsel in einem Lungengefäss festsetzt, spricht man von einer Lungenembolie.

Ob ein Blutgefäss in der Lunge, eine Arterie im Herzen (wie beim Herzinfarkt) oder im Gehirn (wie beim Schlaganfall) verstopft ist, das Prinzip bleibt dasselbe: Der Bereich, der von diesem Blutgefäss versorgt werden muss, erhält zu wenig Blut (und damit zu wenig Sauerstoff) und kann absterben. Zudem kommt es zu einer Stauung des Blutes vor dem Gerinnsel, was zu einem Druckanstieg und einer hohen Belastung des Herzens führt.

Patienten mit Blutgerinnungsstörungen oder mit einer prädisponierenden Vorgeschichte wie z.B. gebrochenem Bein oder Hüfte, Prothesenoperationen, Kaiserschnitt, Pilleneinnahme, Rauchen, bösartigem Krebs oder schweren Herz- oder Lungenerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für eine Embolisation.

Längere Ruhigstellung, wie z.B. Bettruhe, Auto- oder Flugreisen, verursacht einen Blutstau durch langes Sitzen und sind klassische Situationen, die zur Bildung eines Gerinnsels führen. Die erste Aktivität, wie das Aufstehen und Aussteigen aus der Ebene, das Zusammendrücken beim Stuhlgang oder eine ähnliche körperliche Anstrengung, kann dann dazu führen, dass sich das Gerinnsel auflöst und in die Lungengefässe wandert.

SYMPTOMATIK

In den meisten Fällen entwickeln sich solche Gerinnsel in den tiefen Venen des Beins oder des Beckens. Die ersten Symptome sind oft eine schmerzhafte Schwellung des Beines, gefolgt von schwerer Atemnot, beschleunigtem Puls, Husten und Brustschmerzen. Herzrhythmusstörungen und Blutdruckabfall sollten als Anzeichen einer schweren Erkrankung nicht unterschätzt werden.

THERAPIE

Eine Lungenembolie ist immer potenziell tödlich und muss umgehend behandelt werden. Die Patienten sollten sofort ins Krankenhaus gebracht werden, wo der Blutfluss stabilisiert und eine Antikoagulanzientherapie eingeleitet wird.

Gerinnungshemmende Medikamente müssen einige Monate lang, manchmal lebenslang, eingenommen werden.

Lungenentzündung

Die Lunge verfügt über Abwehrmechanismen, die das Eindringen von Schadstoffen oder Krankheitserregern erschweren.

Auf der Oberfläche der Luftröhre und der Bronchien befinden sich feine Wimpern, die sich ständig und rhythmisch bewegen, um Schleim, Schadstoffe und Staubpartikel aus der Lunge zu transportieren. Darüber hinaus sorgt das Immunsystem für eine ausreichende Abwehr.

Dringen Krankheitserreger dennoch in die tieferen Gewebe der Atemwege ein oder liegt ein Defekt der Abwehrmechanismen vor (Immunschwäche, genetische Erkrankung der Wimpern etc.), entzünden sich die Lungenbläschen und das Bindegewebe – man spricht von einer Lungenentzündung.

In den meisten Fällen können Bakterien für diese Situation verantwortlich gemacht werden. Aber auch Viren, Pilze und Parasiten gehören zum Erregerspektrum.

SYMPTOMATIK

Lungenentzündung ist eine Krankheit, die plötzlich auftretende Symptome wie:

  1. Husten
  2. Dyspnoe / Atemnot
  3. Fieber
  4. Schmerzen in der Brust

THERAPIE

Lungenentzündung erfordert eine antibiotische Behandlung. Die medikamentöse Behandlung hängt vom Erreger ab, obwohl eine während eines Krankenhausaufenthaltes erworbene Lungenentzündung schwieriger zu behandeln ist. Diese Erreger sind in der Regel resistenter.

In der Regel heilt eine Lungenentzündung bei einem jungen und gesunden Menschen ohne Folgen aus.

Malaria

Malaria ist eine fieberhafte Tropenkrankheit, die durch den Stich der Anopheles-Mücke übertragen wird.

Es gibt mehrere Erreger aus der Familie der Plasmide, die drei verschiedene Formen der Malaria übertragen:

  1. Malaria tropica, bekannt als die gefährlichste Form der Krankheit
  2. Malaria tertiana, selten tödlich
  3. Malaria quartana, schwächste Form

Der Verlauf der Erkrankung hängt von der Art des Erregers und der Dauer der Behandlung ab. Eine parasitäre Infektion macht Sie zweifellos sehr krank, aber selbst in der gefährlichsten pathologischen Form überleben etwa 70% der Patienten.

Der Plasmodium-Parasit wird durch Mückenstiche übertragen. Die Parasiten landen dann über den Blutkreislauf in der Leber, wo sie sich vermehren und manchmal für einige Zeit ruhend bleiben. Die Malariakrise entsteht, wenn bestimmte Parasitenelemente wieder in den Blutkreislauf gelangen und die roten Blutkörperchen erreichen, die aufgrund der Parasiteninvasion platzen. Infolge der Zerstörung der roten Blutkörperchen werden zelluläre Elemente freigesetzt, die für die Fieberspitzen verantwortlich sind. Je nach Subtyp von Plasmodium sind unterschiedliche Organsysteme betroffen, was die unterschiedlichen Schweregrade der Erkrankung erklären hilft.

SYMPTOMATIK

Ein Aufenthalt in den Tropen oder in einem Malaria-Risikogebiet ist für die Diagnose unerlässlich, da die primären Symptome denen einer einfachen Grippe sehr ähnlich sind:

  1. Gefühl von Hitze und Schüttelfrost
  2. Kopf- und Gliederschmerzen
  3. Fieber

Anders als bei der Grippe tritt Fieber in Anfällen auf, was eine Besonderheit der Krankheit ist. Je nach Regelmässigkeit, ist es typisch für den Einen oder Anderen Erreger. Die Diagnose wird anhand der Symptome und mit einem Bluttest gestellt.

THERAPIE

Es gibt immer noch keinen Impfstoff, aber präventive und therapeutische Medikamente sind verfügbar. Die wichtigste Präventionsmaßnahme ist der Schutz vor Insekten, z.B. durch das Tragen langärmeliger Kleidung, den Einsatz von Insektizidsprays und das Achten auf den Schutz der Räume, insbesondere abends und nachts.

Für einige Reisende ist eine zusätzliche Chemoprophylaxe in Form von Tabletten notwendig; sowohl während des Aufenthalts vor Ort als auch einige Tage vor der Abreise. Wie bei jedem Medikament gibt es Nebenwirkungen; einige Formen der Medikation werden für Kinder und Schwangere nicht empfohlen.

Zur sorgfältigen Vorbereitung der Reise gehört auch eine medizinische Beratung, zum Beispiel beim behandelnden Arzt oder in einem Institut für Tropenmedizin.

Medikamente

Alle Medikamente haben sowohl beabsichtigte Wirkungen als auch Nebenwirkungen. Es gibt also kein Allheilmittel, das angibt, was im Falle einer versehentlichen Überdosierung oder wenn ein Kind Medikamente einnimmt, zu tun ist.

Medikamente gehören aus mehreren Gründen nicht in die Erste-Hilfe-Apotheke:

  • Aus rechtlicher Sicht ist die Verschreibung von Medikamenten eine medizinische Verantwortung.
  • Nach den Grundsätzen des Arbeitsschutzes müssen Notfälle effektiv behandelt werden: Oft reichen einfache Maßnahmen aus.
  • Viele Medikamente haben unerwünschte Nebenwirkungen. Die Verschreibung eines Medikaments kann schnell zu einem Medikationsfehler führen.

SYMPTOMATIK

Eine unerwünschte Reaktion sollte nicht immer mit einer Überdosierung zusammenhängen; sie kann auch Ausdruck einer Nebenwirkung oder im schlimmsten Fall einer allergischen Reaktion auf das Arzneimittel sein: Atemnot, Schwellung der Haut und Schleimhäute, plötzlicher Hautausschlag usw.

THERAPIE

Der behandelnde Arzt muss informiert werden, unabhängig davon, ob es sich um eine „sichere“ Nebenwirkung oder einen schweren Notfall handelt. Für den präventiven Aspekt ist es wichtig, dass wirkstoffgleiche Medikamente nicht erneut verschrieben werden.

Meningitis

Meningitis ist eine Entzündung des Hautgewebes von Gehirn und Rückenmark und ist bis zum Beweis des Gegenteils ein medizinischer Notfall!

In den meisten Fällen wird die Entzündung durch Viren oder Bakterien verursacht; in selteneren Fällen können auch Parasiten oder Pilzinfektionen eine Meningitis verursachen. Krankheitserreger landen in der zerebralen Blutbahn; der Verdacht auf Meningitis muss auch bei nicht abheilenden Infektionsherden im Kopfbereich (Mittelohrentzündungen, Stirn- und Kieferhöhlenentzündungen, Zahnentzündungen) bestehen. Schwere Kopfverletzungen, wie z.B. große offene Wunden, stellen ebenfalls ein Risiko für Meningitis dar.

SYMPTOMATIK

Zu den kardinalen Symptomen gehören Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Fieber, Übelkeit, verminderte Bewusstheit und Lichtempfindlichkeit. Diese Symptome werden häufig von Schwindel, Krämpfen und sogar Koma begleitet. Kleine Kinder zeigen häufig unspezifische, grippeähnliche Symptome; sie essen wenig und sind sehr müde und schlaff. Bei Säuglingen finden sich wulstige Fontanellen.

Ein besonderes Anzeichen für Alarm ist das Auftreten kleiner Blutungen in Form von dunklen rötlich-blauen Flecken und Knötchen auf der Haut, vor allem in den Extremitäten. Die Meningitis wird durch eine Blutanalyse und eine Lumbalpunktion, d.h. die Aufnahme von Nervenflüssigkeit im Bereich der Lendenwirbel, diagnostiziert.

THERAPIE

Eine unbehandelte Meningitis kann tödlich sein. Deshalb wird bei Verdacht auf Meningitis direkt behandelt, ohne die Diagnose zu bestätigen! Der Patient erhält dann einen pharmazeutischen Cocktail mit Antibiotika, der direkt in die Vene gespritzt wird. Personen, die in engem Kontakt mit einer an Meningitis erkrankten Person stehen, müssen ebenfalls eine Antibiotika-Prävention (Tabletten) erhalten.

PROPHYLAXE

Die Impfung gegen FSME ist besonders in Zecken-Gebieten eine wichtige Prophylaxe.

Menstruationsbeschwerden

Fast jede Frau hat aufgrund ihrer Periode von Zeit zu Zeit oder jeden Monat Schmerzen.

  1. Primäre Menstruationsschmerzen: treten mit der ersten Blutung auf, ohne Grunderkrankung, häufig bei jüngeren Frauen.
  2. Sekundäre Menstruationsschmerzen: treten später im Zyklus auf und verschwinden dann je nach gynäkologischer Hauptursache.

SYMPTOMATIK

  1. Prämenstruelle Symptome: Verspannung in der Brust, Ödeme, depressive Stimmung, Irritation.
  2. Menstruationsschmerzen: Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Unterbauchschmerzen in Form von Koliken, Durchfall, Übelkeit.

Menstruationsschmerzen ohne gynäkologische Grunderkrankung entstehen durch starke Muskelkontraktionen und Gewebshormone sowie durch Stoffwechselprodukte, die die Traktion der Gebärmutter erhöhen und Schmerzrezeptoren aktivieren. In einigen Fällen sind die Schmerzen so stark, dass Frauen in ihrer täglichen Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind.

THERAPIE

Es gibt mehrere Behandlungsmöglichkeiten für Menstruationsschmerzen. Bei leichten Symptomen können Tee, Wärmeflaschen, Bewegung (Sport) ausreichen, um die Durchblutung zu verbessern und die Gewebebelastung zu reduzieren. Bei starken Schmerzen und Krämpfen wird häufig Magnesium sowie Schmerzmittel und hormonelle Verhütungsmittel eingesetzt. Bei sekundären Menstruationsschmerzen wird die Therapie je nach Ursache gezielt eingesetzt.

Migräne

Migränekopfschmerzen sind wiederkehrende Kopfschmerzen, die in Perioden und Anfällen kommen und gehen. Die Schmerzen sind so stark, dass die betroffene Person möglicherweise nicht mehr in der Lage ist, ihren täglichen Aktivitäten nachzugehen.

SYMPTOMATIK

Kopfschmerzen, die meist pochend sind und den halben Kopf betreffen, werden oft von anderen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet. Bei vielen Patienten zeigt die Attacke eine erhöhte Lichtempfindlichkeit und Wahrnehmungsstörungen (z.B. Flimmern). Eine Attacke kann zwischen 4 und 72 Stunden dauern.

THERAPIE

Schmerzmittel wie Aspirin, Panadol oder Ibuprofen können in der Akuttherapie oder als spezifische Migränemedikamente eingesetzt werden.

Generell sollte ein Migränepatient nur dann medikamentös behandelt werden, wenn es sich bei der Migräne um einen „lange bekannten Kopfschmerz“ handelt und der Patient mit der Medikation bereits vertraut ist. In anderen Fällen sollte professionelle Hilfe, wie zum Beispiel der Hausarzt, hinzugezogen werden.

Milzriss

Dank ihrer Lage unter dem linken Rippenbogen ist die Milz gut geschützt und kann nur im Falle eines massiven äußeren Aufpralls verletzt werden. Ein Milzriss kann bei einem schweren Verkehrsunfall oder durch einen sehr starken Schlag unter dem linken Rippenbogen verursacht werden. Eine gerissene Milz führt zu erheblichen Blutungen in die Bauchhöhle, da die Faszie der Milz stark durchblutet ist. Eine rasche und dringende Behandlung ist entscheidend für die Lebensprognose des Patienten.

SYMPTOMATIK

Aufgrund des massiven Blutflusses in die Bauchhöhle besteht ein Flüssigkeitsmangel in der Blutbahn. Wenn in kurzer Zeit eine grosse Blutmenge in die Bauchhöhle fliesst, wird der Bauch gereizt und schmerzhaft; dies führt zu einer Reflexspannung der Bauchwandmuskulatur und dann zu einem holzharten Bauch. Findet der Blutverlust über einen längeren Zeitraum statt, kann es für einige Zeit und unter bestimmten Bedingungen zu keinen primären Schmerzen kommen.

Erst wenn der Blutverlust zu groß wird, sinkt der Druck in den Blutgefäßen stark ab und die Symptome einer verminderten Durchblutung treten auf. Diese Symptome äußern sich meist durch Schwindel, Verwirrung, plötzliche Sehstörungen oder leichte Kopfschmerzen, weil das Gehirn plötzlich zu wenig Blut hat.

Beide Formen von Trauma können recht plötzlich zum Tod führen und erfordern daher eine dringende Behandlung.

Bei Schmerzen im linken Oberbauch muss bei der klinischen Untersuchung nach einem schweren Unfall der Verdacht auf eine Milzruptur bestehen. Weitere Indikationen sind Prellmarken auf der linken Brust oder Rippenfrakturen an der gleichen Stelle.

THERAPIE

Wenn bei der klinischen Untersuchung ein Milzriss festgestellt wird, muss eine Notoperation durchgeführt werden, um die Blutung zu stoppen. In den meisten Fällen kann eine gerissene Milz nicht repariert werden. Um die Blutung zu stillen, muss die gerissene Milz oft vollständig entfernt werden.

Muskelkater

Zuvor war man der Meinung, dass die Schmerzen durch einen Säureüberschuss in den Muskeln (Zunahme von Laktat- oder Milchsäure) verursacht werden. Umfangreiche Forschungen in den letzten 30 Jahren haben diese Theorie modifiziert und unterstützen derzeit die These von Muskel-Mikro-Läsionen als primäre Ursache für Muskelkater. Dies sind kleine Risse in den Muskelfasern, aus welchen ein Muskel besteht.

In unserem Körper gibt es drei Arten von Muskelfasern: Skelettmuskelfasern (freiwillig mobilisierte Muskelgruppen wie Bizeps, Trizeps usw.), Herzmuskelfasern (Herz) und glatte Muskelfasern (Muskeln, die automatisch funktionieren, wie im Magen, Darm, Gefäßen usw.).

Schmerzen treten nur in der Skelettmuskulatur auf. Der genaue Mechanismus, wie Läsionen zum berichteten Schmerzen führen, ist auch heute noch umstritten. Während der Regeneration werden mehrere Muskelfasern gebildet und die Muskelmasse nimmt zu.

Wann bekommen Sie Muskelkater und wie lange hält es an?

Schmerzen treten auf bei ungewohnter körperlicher Aktivität, nach einer langen Pause ohne Sport, nach besonders schwierigen Übungen oder bei neuen Sportübungen. Die Schmerzen treten frühestens nach einigen Stunden nach körperlicher Betätigung auf, erreichen ihren Höhepunkt nach etwa 3 Tagen und halten bis zu einer Woche an. Die Muskeln sind steif, geschwollen, schwach und stoßempfindlich.

Was hilft und was hilft nicht?

Da es sich um eine Läsion handelt, besteht die Hauptempfehlung darin, den Muskel zu erhalten und auszuruhen. Eine schnellere Regeneration durch die Wirkung von Schmerzmitteln, entzündungshemmenden Medikamenten, Vitaminen oder Aminosäuren konnte nicht nachgewiesen werden. Passives Dehnen oder leichte Muskelarbeit kann den Muskelkater vorübergehend lindern.

Wie vermeidet man sie?

Eine langsame und stetige Zunahme der körperlichen Anstrengung ist der beste Weg, um die Muskeln an die Anpassung zu gewöhnen. Als vorbeugende Massnahme wird ein vollständiges Aufwärmen, Dehnen und eine Muskelmassage empfohlen.

Nasenbluten

Nasenblutungen (Epistaxis) sind häufig. Die Funktion der Nase besteht darin, die eingeatmete Luft zu erwärmen und zu befeuchten. Um diese Funktion zu erfüllen, ist die Nase mit vielen kleinen Gefäßen an der Oberfläche der Nasenschleimhaut ausgekleidet. Durch die Regulierung des Gefäßdurchmessers können Wärme und Flüssigkeit direkt der Einatemluft zugeführt werden. Trockene Luft, Allergien, Erkältungen sowie Schleimhautreizungen sind Ursachen für Schäden an der Nasenschleimhaut.

SYMPTOMATIK

Kleine Gefäße können platzen, was als klassisches Nasenbluten bezeichnet wird. Bei Kindern können die Gefäße auch verletzt werden, wenn die Innenseite der Nase zu stark gekratzt wird.

THERAPIE

Normalerweise ist Nasenbluten nicht gefährlich. Der Patient sollte auf einem Stuhl sitzen und seinen Kopf nach vorne neigen. Er oder sie sollte die Nasenlöcher mit Daumen und Zeigefinger mindestens fünf Minuten lang einklemmen. Ein kaltes Tuch am Nacken senkt die Blutzufuhr zum Kopf und reduziert so die Blutung. Das Schlucken von Blut löst starke Übelkeit aus; stattdessen sollte das Blut ausgespuckt werden.

Wenn die Blutung nicht innerhalb weniger Minuten aufhört, sollte ein Arzt konsultiert werden. Nasenbluten, das durch ein Nasentrauma (z.B. durch einen Nasenschlag) hervorgerufen wird, sollte ebenfalls ein Grund für eine Konsultation sein, da der Nasenknorpel (ebenso wie der Knorpel in den Ohren) sehr empfindlich auf Verletzungen reagieren und in den schwersten Fällen zu schweren Missbildungen führen kann. Gerinnungsstörungen und Bluthochdruck können zu Nasenbluten führen. Diese Blutungsursachen sind gefährlicher und sollten immer mit einem Arzt besprochen werden.

PROPHYLAXIE

Ein Luftbefeuchter, Balsame, Sprays und Nasenspülungen können helfen, Nasenbluten zu verhindern.

Nierensteine

Nierensteine bilden sich, wenn Substanzen im Urin, die normalerweise löslich sind, auskristallisieren. Sie entstehen als Folge eines Überschusses an einer der Substanzen oder eines Mangels an Faktoren, die die Steinbildung hemmen. Die Ursachen für die Nierensteinbildung können eine mangelnde Flüssigkeitsaufnahme oder eine Stoffwechselerkrankung, erbliche Faktoren oder zu viel Säure im Urin sein; in den meisten Fällen ist die genaue Ursache nicht klar.

Die Grösse der Steine kann sehr unterschiedlich sein: von der Größe eines Maiskorns bis zu einigen Zentimetern. In den meisten Fällen treten sie individuell auf und kommen bei Männern häufiger vor als bei Frauen.

SYMPTOMATIK

Nierensteine lösen über lange Zeit keine Symptome aus und werden in diesem Stadium als stumm beschrieben. Wenn sie sich unglücklicherweise bewegen, entstehen sehr starke Schmerzen sowie ein Druckgefühl im unteren Rücken (an den Flanken) – eventuell mit schmerzhafter Bestrahlung im Rücken, in der Leiste oder im Genitalbereich. Wenn der Urinfluss durch eine Obstruktion blockiert wird, entweder direkt in den Nieren oder in den oberen Harnwegen, entsteht ein Reflux und führt zu Koliken. Eine Reizung der Schleimhaut durch den blockierten Stein kann zu Blut im Urin führen, manchmal sogar sichtbar. Allgemeinere Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, plötzliches Schwitzen, Herzklopfen und Blutdruckschwankungen sind oft mit starken Schmerzen verbunden.

Die Diagnose wird zunächst anhand der Symptome sowie der Ultraschall- oder Röntgenaufnahmen gestellt.

THERAPIE

Bei erneut auftretenden Kolikschmerzen sollte der Patient seinen Arzt konsultieren oder sich direkt in die Notaufnahme des Krankenhauses begeben. In den meisten Fällen gibt es keine spezifische Therapie, da Nierensteine durch die vermehrte Einnahme von Getränken aufgelöst werden können.Wenn der Stein nicht spontan, aufgrund seiner zu grossen Grösse oder aufgrund eines Verschlusses der Harnwege, des Nierenbeckens oder der Blase abgebaut wird, können Nierensteine auch von aussen (Stosswellentherapie), durch Auflösen (Auflösen) oder durch eine Operation zerstört werden.

Bei starken Schmerzen oder Koliken können spasmolytische Schmerzmittel verschrieben werden. Generell sind der Verlauf und die Prognose gut, da Nierensteine spontan ausgeschieden werden; bei der Hälfte der Patienten kommt es zu keinem Rezidiv. Komplikationen können bei Harnwegserkrankungen, Vergrößerung des Nierenbeckens und Schädigung der Schleimhaut auftreten. Dies erleichtert es Krankheitserregern wie Bakterien oder Viren, in die Harnwege einzudringen und Harnwegs- und Niereninfektionen zu verursachen.

Die wichtigen Notfallnummern sind:

112 Internationaler Notruf (europäisch)

117 Polizeidienste

118 Feuerwehrdienste

144 Sanitätsnotrufzentrale

145 Toxikologisches Zentrum

1414 REGA

143 Dargebotene Hand (psychische Notfälle)

147 Pro Juventute (psychische Notfälle von Kindern & Jugendlichen)

1415 Air-Glaciers (Rettung im Wallis)

Bevor Sie anrufen, sollten Sie über einige wichtige Dinge nachdenken

Wer? Wer ist am Apparat? Geben Sie Ihren Namen an.

Wo? Wo war der Unfall? Finden Sie die genaue Adresse heraus!

Was? Was ist passiert? Beschreiben Sie rasch die Notfallsituation. Hier hilft es auch zu wissen: ungefähres Alter des Patienten.

Wieviel? Handelt es sich um einen einzelnen Patienten oder um mehrere?

Welche? Welcher Art sind die Läsionen des Patienten?

Diverse? Gibt es andere Gefahren oder andere wichtige Informationen?

Die Person, die in der Telefonzentrale antwortet, fragt zunächst nach dem Unfallort – um im Falle einer Unterbrechung der Telefonverbindung, zum Beispiel im Falle einer schwachen Batterie oder eines schlechten Netzes, Hilfe schicken zu können.

Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen sind miteinander verbunden. Wenn Sie wegen Stress statt des Krankenwagens die Polizei rufen, wird der Alarm automatisch übermittelt.

Das Toxikologiezentrum ist ein Nachrichtenzentrum. Wenn Sie dieses Zentrum anrufen, wird Ihnen niemand zugeschickt, aber Sie erhalten professionelle Informationen über Vergiftungen, z.B. wenn ein Kind Waschmittel verschluckt hat.

Beachte auch

Aus rechtlicher Sicht sind Sie nicht für die Kosten verantwortlich, die durch einen Alarm entstehen, auch wenn der Krankenwagen nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Andererseits können Sie strafrechtlich verfolgt werden, wenn Sie einer Person in Gefahr nicht geholfen haben, wenn Sie in einem Notfall keinen Alarm ausgelöst haben.

Paraplegie / tetraplegie

Paraplegie

Der Begriff Paraplegie bezieht sich auf eine Kombination von Symptomen, die auftreten, wenn die Nervenübertragung im Rückenmark unterbrochen ist, und umfasst den Verlust der motorischen, sensorischen oder vegetativen Funktionen als Folge der Verletzung. Die Ursache kann eine Rückenmarksverletzung sein (z.B. bei einem Wirbelsäulenbruch), aber auch Tumore und andere spezifische Erkrankungen.

SYMPTOMATIK

  • Lähmung
  • Sinnesstörungen
  • Verändertes oder fehlendes Schmerzempfinden
  • Vegetative Störungen (z.B. Durchblutungsstörungen)

Tetraplégie

Tetraplegie (aus dem Griechischen: tetra, „vier“ und plēgḗ, „Lähmung“) ist eine Form der Lähmung, die alle vier Gliedmaßen, d.h. die Beine und Arme, betrifft.

Die Tetraplegie ist eine schwerere Erkrankung als die Querschnittslähmung; sie entsteht als Folge der Unterbrechung des Rückenmarks in den Halswirbeln, die zu einer Lähmung nicht nur der unteren Körperhälfte, sondern auch der Arme und der Atemmuskulatur führt. Quadriplegiker müssen künstliche Beatmungsunterstützung erhalten, wenn das Rückenmark auf Höhe des 4. Halswirbels oder höher unterbrochen ist.

URSACHEN

Meistens handelt es sich um eine schwere Rückenmarkverletzung an den Halswirbeln. Sie kann traumatischen, tumorösen, infektiösen, erblich bedingten, entzündlichen oder idiopathischen Ursprungs sein.

AUSWIRKUNGEN

Es wird zwischen vollständiger und unvollständiger Lähmung unterschieden. Im Falle einer vollständigen Quetschung oder neuronalen Zerstörung gehen sensible und motorische Funktionen verloren. In 50-60% der Fälle handelt es sich um eine unvollständige Lähmung. Sensorische oder motorische Kontrollen unterhalb des Grades der Lähmung können teilweise oder vollständig erhalten bleiben.

Eine starke Einschränkung der Lebensqualität wird durch Schmerzen oder Gefühlsverlust im Bereich der Lähmung oder darunter verursacht. Dieser Schmerz und Gefühlsverlust wird als brennend, stechend oder pochend beschrieben. Sie sind permanent oder werden durch einen bestimmten Reiz aktiviert.

Seltener kann eine Tetraparese durch bilateralen Verlust von oberen Hirnzentren (oberes motorisches Neuron, motorischer Kortex) induziert werden, z.B. bei einem Schlaganfall.

Schließlich bedeutet Tetraplegie einen Verlust der Nerven, die die Arm- und Unterarmmuskeln (Plexus brachialis, Plexus lumbosacralis) und die Blasen-, Mastdarm- und Sexualfunktionen innervieren, sowie einen allgemeinen Verlust der Muskelkontrolle und -sensibilität unterhalb der Ebene der Rückenmarksverletzung; obwohl Statistiken zeigen, dass die sexuelle Funktion bei tetraplegischen Männern weniger eingeschränkt und seltener beeinträchtigt ist als bei Querschnittsgelähmten (bei Lähmungen der unteren Extremitäten).

Pneumothorax

Ein Pneumothorax bedeutet „Luft in der Brust“. Es stimmt, dass unsere Lungen dazu verwendet werden, Luft ein- und auszuleiten, um den Körper mit Sauerstoff zu versorgen – aber Luft ist außerhalb des Lungengewebes (zwischen Lunge und Brustkorb) nutzlos. Ein Pneumothorax kann völlig gutartig und asymptomatisch sein, aber er kann auch schmerzhaft und gefährlich sein.

Die an einem Pneumothorax beteiligte Luft befindet sich in der Pleurahöhle, einem Raum zwischen den beiden Schichten des Lungenfells, die dafür sorgen, dass sich die Lungen während der Atmung richtig ausdehnen. In diesem Raum wird ein Unterdruck ausgeübt, der es der Lunge ermöglicht, sich in idealer Weise auszudehnen.

Wenn kein Unterdruck herrscht, d.h. sich Luft in der Pleurahöhle ansammelt, kann sich die Lunge nicht mehr vollständig ausdehnen. Die Lungenfunktionskapazität nimmt erheblich ab. Wenn die Luftmenge in der Pleurahöhle groß genug ist, kann die Lunge sogar kollabieren.

Ein Pneumothorax kann als Folge einer Verletzung auftreten, die eine Luftzufuhr in den Brustkorb induziert. Beispiele hierfür sind punktierende Rippenfrakturen, Stich- oder Schussverletzungen, heftige Quetschungen und extreme Druckveränderungen wie während des Fluges oder beim Tauchen (eine Verletzung, die als Barotrauma bezeichnet wird). Ein Pneumothorax kann auch spontan, d.h. ohne ersichtlichen Grund, auftreten. Am stärksten betroffen sind Männer zwischen 15 und 35 Jahren, junge, dünne, große und rauchende Menschen.

SYMPTOMATIK

Ein Pneumothorax manifestiert sich als:

  1. Husten
  2. Unterdrückung in der Brust
  3. Schnelle Atmung
  4. Atemnot und Erstickungsgefühl

Eine potenziell tödliche Komplikation ist der Spannungspneumothorax: Durch die Verletzung der Brustwand kommt es zu einer Form der Belüftung, die mit jedem Atemzug mehr Luft in den Brustkorb bringt, diese aber nicht entweichen lässt. Der Druck in der Pleurahöhle ist dann so groß, dass die Organe im Brustkorb auf der anderen Seite zusammengedrückt werden.

Wenn die Symptome nicht erkannt werden, kann ein Blutdruckabfall durch Kompression der zum Herzen führenden Gefäße induziert werden, was zu einem Schockzustand und unmittelbarer Lebensgefahr führt.

THERAPIE

Der Körper kann kleine Luftmengen selbstständig aufnehmen und ausscheiden. Bei größeren Luftmengen, begleitet von Blut, Sekret oder Eiter, ist eine Drainage erforderlich, um Luft aus der Pleurahöhle abzusaugen und die Flüssigkeit zu entfernen. Ein Spannungspneumothorax ist ein schwerer Notfall, der schnell behandelt werden muss!

Pseudokrupp

Pseudokrupp ist eine meist virale Entzündung von Kehlkopf und Luftröhre unter den Stimmbändern. Die Entzündung tritt häufig bei Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 Monaten bis zu 3 Jahren auf.

SYMPTOMATIK

Eine plötzliche Einengung der Atemwege durch Anschwellen der Schleimhäute führt zu Atemnot, die sich in Form von Anfällen, bellenden Husten und keuchenden Atemgeräuschen äußert. Diese Angriffe finden meist nachts statt.

Bei Kindern sind die Atemwege sehr eng. Das Anschwellen der Atemwege kann sehr gefährlich sein.

Die Diagnose wird anhand der Symptome gestellt. Deshalb ist es wichtig, eine Pseudokrupp einer echten Kruppe, eine Kehldeckelentzündung oder eine Verlegung der Atemwege durch einen Fremdkörper zu erkennen.

THERAPIE

Die Faux-Gruppe hat ein dramatisches Erscheinungsbild. In der Regel ist sie jedoch nicht gefährlich. Kalte oder feuchte Luft hilft erheblich. Es ist ratsam, Fenster zu öffnen oder im Badezimmer kochendes Wasser laufen zu lassen.

Es ist durchaus möglich und nützlich, den Rat der nächstgelegenen Notaufnahme oder des nächstgelegenen Krankenhauses einzuholen; diese können Ihnen bei der Entscheidung helfen, ob das Kind ins Krankenhaus eingewiesen werden sollte oder nicht.

Im Notfall – die Pseudokrupp

  1. Kalte oder feuchte Luft ist wirksam! Öffnen Sie die Fenster und lassen Sie im Badezimmer heißes Wasser laufen.
  2. Die Notaufnahme oder eine Krankenhausabteilung um Rat zu fragen, ist durchaus möglich und kann helfen.

Psychische-Notfallsituation-beim-Erwachsenen

Psychische Notfälle beim Erwachsenen

Ein psychologischer Notfall kann als „somatischer“ Notfall erscheinen. Es wird zwischen akuten Episoden psychiatrischer Erkrankungen, akuter Suizidalität und psychischen Symptomen ohne psychiatrische Grunderkrankung unterschieden.

SYMPTOMATIK

  • Stimmungsstörungen, anhaltende schlechte Laune
  • Verzweiflung und Perspektivlosigkeit
  • Verhaltensprobleme
  • schluchzt
  • Angst, Panikattacken
  • stark intensivierte Atmung (Hyperventilation)

THERAPIE

  • Patientenunterstützung (lassen Sie ihn/sie nicht allein)
  • Bei Selbst- und/oder Fremdgefährdung 144 alarmieren
  • bei Hyperventilation: Aufmerksamkeit erregen (wenn nötig, durch schmerzhafte Stimuli), gefolgt von einer klaren und beruhigenden Erklärung, indem der Patient gebeten wird, langsamer zu atmen (Talking down), Patient soll in seine eigenen Hände atmen.

Beachte auch

Psychische Komponenten spielen in vielen verschiedenen medizinischen Situationen eine wichtige Rolle. Es ist wichtig, als Retter eine explizite Funktion zu übernehmen: die Person zu beruhigen und diskret zu bleiben. Psychische Schwierigkeiten sind ebenso normal wie andere Schmerzen und somatische Beschwerden.

VERTIEFUNG

Psychische-Notfallsituation-beim-Kind

Psychische Notfälle beim Kind

Ein psychischer Notfall kann – auch bei Kindern und Jugendlichen – als „somatischer“ Notfall auftreten und muss ebenso ernst genommen werden. Es wird zwischen einer psychiatrischen Grunderkrankung und akuten psychischen Symptomen ohne psychiatrische Erkrankung unterschieden. Bei Jugendlichen muss man auch an eine besondere psychologische Situation im Zusammenhang mit Drogenkonsum denken. Zu erwähnen sind auch die „zwanghaften Schreie“ (Schluchzkrämpfe), die bei Kleinkindern, insbesondere zwischen 6 Monaten und 4 Jahren, auftreten können.

SYMPTOMATIK

  • tiefe Traurigkeit oder Verzweiflung
  • plötzliches Schluchzen
  • Rückzug, Kontaktvermeidung,
  • Unaufmerksamkeit
  • Angst, Halluzinationen
  • stark intensivierte Atmung (Hyperventilation)
  • Schluchzkrämpfe: kurzer Bewusstseinsverlust nach intensivem Schreien oder Weinen.

THERAPIE

  • Unterstützung anbieten und den Dialog suchen
  • Kind nicht allein lassen, trösten, mit ihm sprechen.
  • Im Falle eines Schluchzkrampfes: Kind Luft ins Gesicht pusten, dies lässt sie meist perplex zurück, woraufhin sie aufhören zu schreien.
  • im Falle von Hyperventilation: Aufmerksamkeit erregen, dann das Kind beruhigen und beruhigen, es bitten, langsam zu atmen.

Beachte auch

Ein Kind in einem somatischen Notfall befindet sich auch in einer besonderen psychologischen Situation. Es ist wichtig, einfühlsam und beruhigend zu sein. Schluchzkrämpfe treten als Folge einer emotionalen Überlastung auf, sind sehr beeindruckend, aber medizinisch sehr selten relevant.

VERTIEFUNG

Kreislaufstillstand

Herzdruckmassage

Der Begriff „Herzmassage“ (oder „Pumpen“) bezieht sich hier auf die Herzmassage bei kardiorespiratorischem Stillstand, die auch als „Brustkorbkompressionen“ bezeichnet wird.

Sofortiger Beginn der HLW (Herz-Lungen-Wiederbelebung). Dabei können Sie die anwesenden Personen bitten, das Rettungsteam zu alarmieren und einen Defibrillator zu holen.

  1. Legen Sie den Patienten auf eine flache, harte Oberfläche (z.B. lassen Sie den Patienten nicht im Bett liegen).
  2. Entfernen Sie die Kleidung, die den Brustkorb bedeckt, und beginnen Sie mit der Kompression des Brustkorbs, indem Sie neben dem Patienten knien, sich über den Patienten beugen und mit beiden Handflächen übereinander auf das Brustbein (in der Mitte des Brustkorbs) drücken.

Es sollte kräftig gepresst werden, mindestens 5-6 cm tief (bei Erwachsenen) mit einem Tempo von 100-120 Kompressionen pro Minute. Achten Sie darauf, den Brustkorb zwischen jeder Kompression zu entspannen – d.h. mit den Händen 5 cm nach oben zu bewegen – um dem Herzen Platz geben, sich wieder zu füllen.

Nur in 3 Fällen darf die Reanimation unterbrochen werden:

  • Patient hat deutliche Lebenszeichen (wehrt sich, schreit,…)
  • Rettungsdienst übernimmt und gibt dem Ersthelfer den Auftrag aufzuhören/abzugeben
  • Sicherheit für Ersthelfer ist nicht mehr gewährleistet (komplette Erschöpfung, Umgebung nicht mehr sicher)

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Patient von den Kompressionen allein aufwacht. Was ihn wirklich retten kann, sind der Defibrillator und der Rettungsdienst. Eine HLW spart Zeit, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Ohne HLW sind die Überlebenschancen des Patienten fast null! Deshalb ist Ihre Hilfe äußerst wertvoll.

Brustkompressionen sind sehr ermüdend. Es ist ratsam, den Masseur regelmäßig zu wechseln. Der Defibrillator analysiert den Herzrhythmus alle 2 Minuten. Da der Patient während dieser Tests nicht berührt werden darf, ist dies der ideale Zeitpunkt für einen Positionswechsel.

Herz-Kreislauf-Stillstand

Ohne Blutkreislauf gibt es auch keine Atmung. Man nennt das Herzkreislaufstillstand. In diesem Fall beginnen Sie sofort mit Reanimationsmaßnahmen.

Wir verwenden das „RAPS-Schema“: Respektieren Sie die Ordnung!

  • Realisieren Kreislaufstillstand: Jede Sekunde zählt! (Bewusstloser Patient ohne Atmung)
  • Alarmieren Sofort intern (Helfer, AED) und extern alarmieren (Notruf 144)
  • Pumpen Sofort mit Thoraxkompressionen beginnen!
  • Schocken Erstdefibrillation innert 3 Minuten.

Beatmung

Nach den geltenden Richtlinien sind Laien nicht mehr zur Beatmung verpflichtet. Diejenigen, die dies gelernt haben und genügend Selbstvertrauen haben, können dies jedoch auch weiterhin tun, und zwar im Verhältnis 30:2. Es ist wichtig, dass nicht ein und dieselbe Person sowohl Kompressionen als auch Beatmung ausführt, da sonst zu viel Zeit durch Positionswechsel verloren geht. Ausserdem ist die Mund-zu-Mund-Beatmung auf Grund des Selbstschutzes nicht empfohlen, es sollen Hilfsmittel wie z.B. eine Taschenmaske benutzt werden.

Beachte auch

Bei Herz-Kreislauf-Stillstand zählt buchstäblich jede Sekunden. Thoraxkompressionen müssen sofort aufgenommen, und nur zur Analyse und Schockabgabe des AEDs unterbrochen werden.

Die Beatmung soll erst dann aufgenommen werden, sobald Realisieren, Alarmieren, Pumpen und Schocken gewährleistet sind, genügend Helfer vorhanden sind und/oder Voraussetzungen geschaffen sind, dass trotz Beatmungsversuchen Thoraxkompressionen und AED-Einsatz nicht eingeschränkt werden. 30 Thoraxkompressionen gefolgt von 2 Beatmungsstössen werden bis Eintreffen des Rettungsdienstes repetitiv angewendet. Alle 2 Minuten analysiert der AED den Herzrhythmus und lässt ggf. einen Schock zu. Während der Analyse und Schockabgabe darf der Patient nicht berührt werden.

Reassessment

Während Sie auf den Krankenwagen warten, haben Sie in der Regel einige Minuten Zeit.

Nutzen Sie diese Zeit und überprüfen Sie immer wieder die Atmung und den Bewusstseinszustand des Patienten. Das cABCDE-Schema kann nicht genügend oft gemacht werden.

Realisieren, Entscheiden und organisieren

  • Ist die Situation dringlich oder nicht? Was ist das Hauptproblem?
  • Realisiere, was dem Patienten fehlt?
  • Könnte ein Herzinfarkt vorliegen? Eine Verletzung der Wirbelsäule?
  • Ziel ist es, nichts Relevantes zu verpassen.
  • Entscheide, wie du vorgehen willst und organisiere alles Nötige.

Ist von einem Herzinfarkt auszugehen, so soll bewusst entschieden werden, konsequent gemäss Schema Herzinfarkt vorzugehen. Selbst wenn der Betroffene davon nicht begeistert ist und am liebsten in Ruhe gelassen werden möchte.

Im Zweifel immer mit einer medizinischen Fachperson/Notruf 144 Rücksprache nehmen – auch ohne Einwilligung der Betroffenen Person.

  • Welche organisatorischen Massnahmen sind zu treffen (Einweisposten für Rettungswagen, Herbeiholen von AED und Erste-Hilfe-Ausrüstung)?
  • Ist eine Rea-Bereitschaft (AED, weitere Helfer ausser Sichtweite des Patienten) zu erstellen?
  • Muss für Ruhe gesorgt, müssen Personen weggeschickt werden?

Luftrettung

Die Anfänge der REGA

In der Schweiz begann die Luftrettung damit, dass Rettungsfallschirmspringer mit ihrer Erste-Hilfe-Ausrüstung und gegebenenfalls mit einem Lawinenhund an den Unfallort sprangen. 1952 fand in Davos der erste Hubschrauber-Rettungsflug statt, der die Zukunft der Hubschrauber-Luftrettung einläutete.

Heute ist die Schweizerische Rettungsflugwacht (REGA), ein Mitglied der Rettungskette Schweiz, zu einem integralen Bestandteil der Luftrettung geworden. Es handelt sich um eine private gemeinnützige Stiftung, die von Mäzenen unterstützt wird. Die Kosten der REGA werden je nach Auftrag von der Kranken- oder Unfallversicherung übernommen.

Die REGA übernimmt jedoch die Kosten, die nicht durch Versicherungen für ihre Spender gedeckt sind. Die Einsätze der REGA reichen von Berg-, Winter-, Verkehrs- und Lawinenunfällen bis hin zu Rück- und Transportflügen im In- und Ausland. Die REGA setzt modernste Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge mit qualifiziertem medizinischen Personal an Bord ein. REGA-Homepage

Schweizerische Gesellschaft für Bergrettung

Der Berg ruft, aber manchmal folgt ihm ein Hilferuf.

In der Schweiz wird dann in einem solchen Fall das Schweizerische Alpine Rettungswesen (bestehend aus SAC und REGA) alarmiert. SAC steht für Schweizer Alpen-Club, auch bekannt als „Retter in Gelb“. Sie kommen an Orte, an denen die Rettung besonders schwierig ist, sei es, weil der Hubschrauber nicht landen kann, der Patient in einer Schlucht festsitzt oder ein Bergsteiger aus einer steilen Bergwand gerettet werden muss.

Der Organisation gehören etwa 2.800 Bergretter an, die auf verschiedene Rettungsstationen verteilt sind und auf Abruf zur Verfügung stehen. CAS-Homepage

Alle Kantone, mit Ausnahme des Kantons Wallis, gehören der SAS an. Im Wallis ist die kantonale Rettungsorganisation KWRO für alle Rettungseinsätze zuständig.

Air-Zermatt

Air-Zermatt bietet auch Hilfe im Hochgebirge an. Die professionell ausgerüstete Besatzung sorgt auch für eine medizinische Notfallversorgung von höchster Qualität auf über 3.000 Metern über dem Meeresspiegel. Sie sind Teil der Walliser Kantonalen Rettungsorganisation OCVS und werden vom Oberwallis bis Herbriggen und Zermatt eingesetzt.

Air-Zermatt arbeitet eng mit den lokalen SAC-Rettungsstationen zusammen, wodurch selbst die extremsten Situationen gelöst werden können. Air-Zermatt-Homepage

Air-Glaciers

Air-Glaciers ist ebenfalls 365 Tage im Jahr im Einsatz. Als grösstes Helikopterunternehmen der Schweiz hat Air-Glaciers seit seiner Gründung 1965 mehr als 40’000 Rettungsflüge in Berg-, Lawinen-, Hang- und Strassenrettung durchgeführt. Zu ihren Einsatzgebieten gehören die Jungfrauregion und Gstaad-Saanenland. Air-Glaciers-Homepage

Rhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen werden auch als Arrhythmien bezeichnet.

PHYSIOLOGIE

Der normale Bewegungsablauf des Herzens ist auf die rhythmische Stimulation des Sinusknotens und die Erregungsleitung zurückzuführen. Dies geschieht, innerhalb gewisser „normalen Abweichungen“ gleichmäßig. Der normale Herzrhythmus wird daher Sinusrhythmus genannt.

Frequenzen unter 60 pro Minute werden als Bradykardie, Frequenzen über 100 pro Minute als Tachykardie bezeichnet.

URSACHEN

Arrhythmien sind häufig Symptome oder Hinweise auf andere Herzerkrankungen. Ursachen für Herzrhythmusstörungen können nervöse und vegetative Faktoren, toxische Einflüsse (Medikamente) und organische Schädigungen des Herzmuskels (z.B. Myokarditis) sein. In einer Reihe von Fällen ist es jedoch nicht möglich, die genaue Ursache zu bestimmen.

KLASSIFIZIERUNG

Herzrhythmusstörungen können in verschiedene Hauptgruppen eingeteilt werden, z.B. nach den folgenden Kriterien:

  • …nach Ursachen der Störungen
  • …nach Lokalisation
  • …nach Herzfrequenz

Herzrhythmusstörungen können unbedeutend sein, im Extremfall aber auch tödlich verlaufen. Gefährlich werden sie, wenn sie die Durchblutung behindern (z.B. bei Kammerflimmern aufgrund einer Störung der Pumpfunktion).

SYMPTOMATIK

Herzrhythmusstörungen können schmerzlos sein, mit Herzklopfen und Stolpern einhergehen oder Schwindel und Angstzustände verursachen. Es kann auch zu Bewusstseinsverlust und plötzlichen Stürzen (Synkopen) kommen.

Im Allgemeinen sind die Symptome eine schnelle Herzfrequenz (ca. 160/min), eine zu langsame Herzfrequenz (ca. 40/min) und alle Unregelmäßigkeiten mit hämodynamischen Störungen.

DIAGNOSTIK

  • EKG/ Elektrokardiogramm
  • Belastungs-EKG (Ergometrie)
  • Langzeit-EKG (Holter)
  • Echokardiographie (Ultraschall)

schlaganfall

Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist eine Art „Hirninfarkt“: ein Blutgefäß wird blockiert und das Hirngewebe erhält nicht mehr genügend Sauerstoff. Es kann aber auch eine Gefäßruptur (intrazerebrale Blutung) vorliegen: Dies wird ebenfalls als Schlaganfall bezeichnet. Die Symptome eines Schlaganfalls hängen von der betroffenen Hirnregion ab und sind daher sehr variabel.

SYMPTOMATIK

  • Sehr starke, einseitige, plötzlich auftretende Kopfschmerzen
  • Plötzlich auftretende Lähmungen und/oder Sensibilitätsstörungen, meist einseitig
  • Seh-, Gleichgewichts- und/oder Sprachstörungen

THERAPIE

  • Legen/Setzen sie den Patienten auf den Boden und heben Sie den Oberkörper leicht an
  • Alarmierung 144
  • Beruhigen Sie den Patienten und bitten Sie ihn, in seiner Nähe Ruhe zu bewahren
  • Reanimationsbereitschaft mit AED in der Nähe, falls es zu einem Kreislaufstillstand kommt (z.B. wenn Hirnregion mit Atemzentrum betroffen ist)

Beachte auch:

Im Falle eines Schlaganfalls ist das schnelle Eintreffen der Rettung entscheidend. Je schneller Rettungsmassnahmen ergriffen werden, desto weniger Schaden wird dem Gehirn zugefügt („Time is brain!“). Wenn sich jemand plötzlich ohne triftigen Grund seltsam (verwirrt, lallende Sprache) verhält, sollte ein Schlaganfall vermutet und die Rettung (144) kontaktiert werden.

VERTIEFUNG

Schocken

AED steht für Automatisierter Externer Defibrillator.

Dieses Gerät kann von jedermann benutzt werden und hilft bei der Reanimation. Einige Geräte werden an stark frequentierten Orten (z.B. in Bahnhöfen) mit öffentlichem Zugang aufgestellt. Der Defibrillator muss eingesetzt werden, sobald er in Reichweite ist! Dann schalten Sie ihn ein: er wird dann laut sagen, was zu tun ist.

„Ziehen Sie die Klebe-Elektroden heraus. Ziehen Sie die Schutzplastik ab und kleben Sie die Elektroden wie in der Zeichnung (auf dem Defibrillator) auf die nackte Brust des Patienten“.

Sobald die Elektroden angebracht sind, analysiert der Defibrillator automatisch den Herzrhythmus. Achten Sie auf die Hinweise des Geräts: Es sagt Ihnen, wann Sie sich zurückziehen, wann Sie einen Schock geben und wann Sie wieder mit der Herzmassage beginnen müssen.

Stellen Sie sicher, dass niemand den Patienten berührt, bevor ein Schock abgegeben wird.

schocken

Schwindel

Schwindel ist meist leichten Ursprungs, kann aber auch das erste Anzeichen für den Ausbruch einer gefährlichen oder chronischen Krankheit sein. Die damit verbundenen Symptome sind wichtig, um die Ursache zu erkennen: Augenprobleme, Tinnitus, Übelkeit oder Grunderkrankungen wie Bluthochdruck, Infusionsprobleme oder Epilepsie. Schwindel kann auch ein Anzeichen für eine Verschlechterung des Allgemeinzustandes bei Patienten sein, die eine Kopfverletzung oder eine Schädigung der Halswirbelsäule erlitten haben.

SYMPTOMATIK

Das unangenehme Gefühl, aus dem Gleichgewicht zu geraten, schwindlig zu sein oder sich in einer sich drehenden Umgebung zu befinden, geht oft mit Übelkeit, Erbrechen, Herzklopfen, erhöhtem Sturzrisiko und Angst einher.

Akuter Schwindel
Schwindelgefühle wie bei Höhenangst, Karussellfahrt, Reisekrankheit. Der Ursprung des Schwindels ist eine schlechte sensorische Aufnahme des Sehvermögens und des Innenohrs, wenn der Horizont flimmert, wie zum Beispiel auf einem Boot auf See. Diese Art von Schwindel tritt unter bestimmten Bedingungen auf und verschwindet in der Regel schnell und ohne spezifische Therapie. Es gibt Medikamente, die diesen Schwindel und die daraus folgende Übelkeit kurzfristig reduzieren, zum Beispiel bei Reisekrankheit.

Lagerungsschwindel
Es ist ein gutartiger Schwindel, der auftritt, wenn man den Kopf dreht und die Position wechselt. Dies führt für etwa 30 Sekunden zu starkem Schwindelgefühl, das schnell verschwindet, wenn Sie die gleiche Position beibehalten. In den meisten Fällen ist die Ursache ein kleiner Kristall im Innenohr, das falsche Informationen an das zentrale Gleichgewichtsorgan sendet. Mit bestimmten motorischen Manövern kann der kleine Kristall wieder an die richtige Stelle gebracht werden, so dass der Schwindel sofort verschwindet.

Andere Ursachen
Alkoholkonsum, Drogen, Medikamente, Durchblutungsstörungen, Innenohr-Probleme oder Läsionen des Gehirns können ebenfalls Ursachen von Schwindel sein.

THERAPIE

Die Therapie ist je nach Ursprung des Schwindels unterschiedlich. Ein akuter Schwindel verschwindet in der Regel von selbst, ein Lagerungsschwindel erfordert spezifische motorische Manöver unter ärztlicher Anweisung.

Sichere Seitenlage

Gehen wir davon aus, dass der Patient bewusstlos ist und atmet (bei fehlender Atmung wird sofort reanimiert!) und dass es keinen Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung gibt. Eventuelle Blutungen haben Sie bereits mit Verbänden und Wundauflagen versorgt. Was muss ich jetzt tun?

Bewusstlose Patienten haben keine Reflexe. Das bedeutet, dass sie nicht husten können, wenn sie sich erbrechen. Wenn sie auf dem Rücken liegen, kann daher der Inhalt des Erbrochenen in die Luftröhre gelangen und der Patient kann möglicherweise ersticken. Ausserdem kann die Zunge bei Bewusstlosigkeit die Atemwege verlegen. Aus diesem Grund sollten bewusstlose Patienten in eine seitliche Sicherheitsposition gebracht werden.

Da die Sicherheit vorgeht ist es wichtig Hosentaschen zu leeren, um zu verhindern, dass Schlüssel oder andere Gegenstände den Patienten bei der Drehung zu Verletzungen führen. Ausserdem sollte im Fall einer Brille diese ausgezogen und an einem sicheren Ort aufbewahrt werden.

Der Patient wird immer auf diese Seite gedreht, auf welcher die Platzverhältnisse besser sind. Der Ersthelfer begibt sich auf diese Seite, damit er anschliessend den Patienten zu sich ziehen kann (nicht von sich weg stossen). Im Anschluss wird der Arm des Patienten auf dieser Seite 90° nach Aussen gelegt um sich Platz zu schaffen. Das gegenüberliegende Knie wird angewinkelt und gemeinsam mit der Schulter des Patienten als Hebel genutzt, um den Patienten zur Seite zu ziehen. Nun kann der Fuss des angewinkelten Beines in der Kniekehle des gestreckten Beines verankert werden. Ausserdem kann die Hand des Patienten unter dessen Kopf gelegt werden.

Das Wichtigste bei SSL ist es, den Kopf in Hyperextension zu bringen und den Kopf mit dem Mund nach unten zu drehen. Dadurch wird sichergestellt, dass bei Erbrechen der Inhalt nicht in die Lunge austritt.

Podcast: Stabile Seitenlage

Atmung und Kreislauf sollten dann regelmäßig überprüft werden um sicherzustellen, dass allfällige Veränderungen bemerkt werden (beginnen Sie das ABCD-Schema von Anfang an).

Skelett

Beine und Arme, Hände und Füße werden in unserem täglichen Leben als Werkzeuge und motorische Mittel eingesetzt, üben ständig Kräfte aus und sind dort, wo äußere Energien und Kräfte wirken; sie können auch die Quelle von Schmerzen sein.

Skelettschäden können Knochen- und Gelenkschäden sowie Blutungen, Verbrennungen und elektrische Verletzungen umfassen.

Halswirbelsäuleverletzungen

Wirbelsäuleverletzungen

Bänderzerrung

Verstauchung

Knochenbruch

Beckenfraktur

Sonnenstisch

Ein Sonnenstich wird durch direkte und intensive Sonneneinstrahlung auf Kopf und Hals verursacht. Dies führt zur Reizung der Hirnhaut und des Hirngewebes.

SYMPTOMATIK

Ein Sonnenstich verursacht starke Kopf- und Nackenschmerzen. Es können auch Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Tinnitus (Ohrensausen) auftreten. In schwereren Fällen kann ein Sonnenstich zu Bewusstseinsveränderungen oder sogar zum Koma führen.

THERAPIE

Der Patient sollte die Sonnenexposition, besonders die direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf, vermeiden (Sonnenhut, Schatten), sich ausruhen, viel Flüssigkeit zu sich nehmen und schließlich abkühlen (duschen).

PROPHYLAXIE

Um einem Sonnenstich vorzubeugen, können Sie Ihren Kopf durch das Tragen eines hellen Hutes oder Stoffes schützen und eine längere Sonnenexposition vermeiden.

Spiroergometrie

Hierbei handelt es sich um einen Belastungstest, bei dem Herzfrequenz, Blutdruck und Atemleistung gemessen werden. Die Messungen werden meistens auf einem Fahrradergometer vorgenommen, können aber auch auf einem Laufband durchgeführt werden. Ziel ist es, die Grenzen der sportlichen Leistungsfähigkeit zu erreichen. Während der Übung wird eine Maske getragen.

Die Maske ist an Messgeräte angeschlossen, wodurch die Atmungsleistung während der gesamten Übung beurteilt werden kann. Die Luftvolumina bei Ein- und Ausatmung sowie die Sauerstoff- und Kohlendioxidkonzentrationen werden kontinuierlich gemessen.

Zu Beginn der Übung und bei maximaler Anstrengung kann auch arterielles Blut aus dem Handgelenk entnommen werden, um die Blutgas- und Laktatkonzentration abzuschätzen. Der Bluttest misst auch die Konzentrationen von Sauerstoff, Kohlendioxid und anderen Elementen. Diese zusätzliche Analyse hängt von der für den Test verantwortlichen Person und von den spezifischen Fragen im Zusammenhang mit dem Fall ab. Der Stresstest dauert zwischen 8 und 12 Minuten, gefolgt von einer Ruhephase von 3 bis 6 Minuten.

Warum und wann ist eine Spiroergometrie angezeigt?

Die Spiroergometrie ist in drei verschiedenen Bereichen nützlich: Erstens zur Abschätzung der Ausdauerleistungsfähigkeit durch Messung der maximalen Sauerstoffaufnahme und der anaeroben Schwelle (siehe Kapitel Ergometrie), zum Beispiel bei Spitzensportlern. Zweitens können wir indirekt die verwendete Kalorienrate und den Substratmetabolismus berechnen, was uns zeigt, ob mehr Fette oder Kohlenhydrate verbrannt werden. Drittens können wir Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems ziehen.

Liegt eine pathologische Veränderung vor, lässt sich dann sagen, ob der limitierende Faktor im Herzen oder in der Lunge liegt, zum Beispiel bei Menschen mit schlechter Herz- und/oder Lungenfunktion. Die Spiroergometrie ist eine komplexe Untersuchung, die im Zusammenhang mit dem Spitzensport, aber auch bei der Behandlung von Herzerkrankungen durchgeführt wird. Dank der Spiroergometrie und der damit verbundenen Beratung haben die Sportwissenschaftler heute viel mehr Informationen über die ausdauersportlichen Leistungen, die durch individuelles Training verbessert werden können.

Sporternährung

Wenn Sie anfangen, etwas ernsthafter Sport zu treiben, werden Sie sich früher oder später die Frage nach der optimalen Ernährung für diese oder jene Sportart stellen. Sportlerinnen und Sportler wissen gerne, wie sie trotz intensiven Trainings gesund bleiben und ihre Leistung verbessern können. Es gibt zwar mehrere Bücher zu diesem Thema, aber hier ist eine Zusammenfassung der Grundprinzipien:

Die Ernährung der Sportler (mehr als 5 Stunden Sport pro Woche) basiert auf den gleichen Prinzipien wie die der Ernährungspyramide. Ziel ist es, so deutlich wie möglich die Eigenschaften einer ausgewogenen Ernährung aufzuzeigen. Nehmen wir diese Pyramide, die jeder sicherlich schon einmal irgendwo gesehen hat, und gehen wir an einigen Stellen etwas genauer ins Detail, um den zusätzlichen Bedarf des Körpers zu decken.

Getränke
Basis: Der Grundkonsum sollte 1 bis 2 Liter ungesüßtes Getränk pro Tag betragen. Dazu gehören z.B. Wasser, Tee, Kräutertee. Sowohl Kaffee als auch schwarzer und grüner Tee sollten in Maßen konsumiert werden.

Sportler: Zusätzlich zur Basiseinnahme sollten pro Stunde sportlicher Aktivität 0,4 bis 0,8 Liter Sportgetränk/Elektrolyte getrunken werden. Die verschiedenen Produkte variieren je nach Geschmack und Preis, obwohl die billigsten Marken nicht unbedingt schlechter sind! Zusätzlich zu den Sportgetränken sollten Sie auch Wasser trinken. Besonders wichtig ist die Flüssigkeitsaufnahme in den letzten 48h vor einem Wettkampf. Dies gewährleistet, dass die Blut-/Volumenreserven aufgefüllt sind.

Obst und Gemüse
Basis: Sie sollten 3 Portionen Gemüse (mindestens eine davon sollte roh sein) und 2 Portionen Obst pro Tag essen. Eine Portion kann auch in Form von 2 dl ungesüßtem Fruchtsaft erfolgen. Eine Portion beträgt etwa 120 Gramm.

Sportler: Dasselbe wie beim Grundkonsum. Sie können auch mehr Obst und Gemüse essen, je nachdem, was Sie vertragen und was Ihnen schmeckt. Kurz vor einem Wettkampf (24h) soll auf Obst & Gemüse und andere Ballaststoffe verzichtet werden, da diese die Verdauung am Wettkampftag belasten kann.

Getreide und Nüsse
Grundlagen: Sie sollten 3 Portionen Getreide (z.B. Brot, Nüsse, Nudeln, Mais, Reis usw.) essen; 2 Portionen Vollkorn sind ausreichend.

Sportler: Für jede Stunde Sport können Sie eine Extraportion essen. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie mehr als 2 Stunden hintereinander trainieren. Da es unmöglich ist, ein ganzes Picknick auf dem Fahrrad zu transportieren, können diese Extraportionen sehr wohl in Form von spezieller Sporternährung (z.B. 60-90 gr Müsliriegel, Kohlenhydratgel oder regenerative Getränke) erfolgen.

Milch, Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Eier
Basis: Täglich abwechselnd eine Portion Fisch, Fleisch, Käse oder Eier. Grundsätzlich sollte eine reine Proteinzufuhr (nur Proteingehalt betrachtet) von ca. 0.8g-1g/kg Körpergewicht angestrebt werden. Dies kann/soll aber individuell angepasst werden. Je nach Nierenfunktion, soll vor Steigerung mit einem Arzt Rücksprache gehalten werden
Sportler: Bei der Grundversorgung ist die Zufuhr von Eiweiß und Kalzium auch bei intensivem Sport ausreichend. Dieser Nahrungsmittelbereich muss nicht ergänzt werden. Es ist aber umso wichtiger, das Ziel von ca. 1g/kg Körpergewicht am Tag zu sich zu nehmen, damit die Muskeln genügend Proteine haben um sich zu regenerieren und weiter aufzubauen.

Öle, Fette und Nüsse
Basis: Pro Tag 2 bis 3 Teelöffel (= 1 Portion) pro Mahlzeit. Sie können auch maximal 10 g Aufstrich verzehren. 20 bis 30 g Nüsse werden ebenfalls empfohlen.

Sportler: Für jede Stunde Sport sollten Sie eine zusätzliche halbe Portion essen.

Süßigkeiten, salzige Snacks und Energiegetränke
Basis: Diese Nahrungsmittel sollten in Maßen verzehrt werden. Sie stellen keine essentiellen Nährstoffe in der Nahrung dar, sondern sind Delikatessen.

Sportler: Dieser Grundsatz gilt auch für Sportlerinnen und Sportler! Man muss mit Alkoholkonsum vorsichtig sein, da er die Regenerationszeit des Körpers verlangsamt und die Leistungsfähigkeit auch noch mehrere Stunden bis Tage danach beeinträchtigen kann. Deshalb soll bei intensivem Training und zur Vorbereitung auf einen Wettkampf sollte Alkohol so weit wie möglich vermieden werden.

Spezielle Diäten und Nahrungsergänzungsmittel
Wie man sieht, verwenden wir so weit wie möglich keine spezifischen Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel (Müsliriegel, Gels usw. mit natürlichen, aber hochkonzentrierten Komponenten). Diese Zusätze können nützlich und sinnvoll sein, wenn sie gezielt konsumiert werden und zusätzlich zu einer abwechslungsreichen Ernährung verwendet werden. Wir müssen uns jedoch bewusst sein, dass dies keine magischen Lebensmittel sind, die den Sport ersetzen können!

Dies ist ein breiter Überblick über die Prinzipien der Sporternährung. Diese Liste ist sehr theoretisch und es ist fraglich, ob eine exakt solche Ernährung mit dem täglichen Leben vereinbar ist. Aber wenn wir genauer hinsehen, werden wir feststellen, dass sich dieser Ratschlag nicht wirklich von der Orientierung an einer ausgewogenen Ernährung unterscheidet. Es ist nicht entscheidend, dass man genau jeden Tag die richtige Portionen-Menge einhält, sondern ob der ungefähre Mittelwert der täglichen Ernährung stimmt.

Es soll eine Routine gefunden werden, für eine angepasste und maßvolle Ernährung, um den Körper gesund zu erhalten und zu Höchstleistungen zu befähigen; und das gilt nicht nur für Sportler! Die beste Diät ist diejenige, die ein Leben lang durchgezogen werden könnte.

Stroke Unit

Eine „Stroke Unit“ ist eine Spezialeinheit in einem Krankenhaus für das Notfallmanagement von Schlaganfallpatienten.

Auf einer Stroke Unit werden Schlaganfallpatienten wesentlich schneller behandelt als auf einer normalen Notaufnahme. Dies führt zu einer höheren Zahl von Menschen, die nach einem Krankenhausaufenthalt nach Hause zurückkehren, und vermeidet die Unterbringung in Rehabilitationszentren sowie die Halbierung der Zahl der Todesfälle.

In der Schweiz gibt es mehrere Stroke Centers und Stroke Units…

Stroke Centers et Units suisses

Synkope

Eine Synkope ist ein plötzlicher, kurzer, spontaner und reversibler Bewusstseinsverlust mit Verlust der Muskelspannung. Die Synkope wird durch eine vorübergehende globale zerebrale Minderdurchblutung verursacht. Die Remission ist spontan, vollständig und tritt innerhalb von Minuten ein.

Die Synkope ist keine Krankheit, sondern ein unspezifisches Symptom eines breiten und vielfältigen Spektrums möglicher Störungen. Es werden mehrere Gruppen unterschieden:

  • Vaskuläre Synkope (z.B. orthostatische Hypotonie = zu langes Stehen)
  • Herzsynkope (Herzrhythmusstörungen, Myokardinfarkt)
  • Neurologische Synkope
  • Drogeninduzierte Synkope
  • Psychogene Synkope (Emotionen)

SYMPTOMATIK

Der genaue Verlauf einer Synkope kann individuell sehr unterschiedlich sein. In vielen Fällen gehen spezifische Warnzeichen einer Synkope voraus. Die häufigsten Symptome sind:

  • Bewusstlosigkeit
  • Schwindel
  • Hautblässe

Warnzeichen

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Gefühl des abdominellen Drucks
  • Kältegefühl
  • Schwitzen
  • Verschwommene Sicht

Zu den mit Synkopen verbundenen Symptomen können Verwirrtheit und manchmal Inkontinenz (Urinverlust) gehören. Wenn der Patient infolge einer Synkope auf den Boden fällt, können Verletzungen auch mit einer Synkope verbunden sein.

Kündigt sich eine Synkope an, etwa mit Ohrensausen, Schwarz werden, Schwindel oder Ähnlichem, so sollten Vorkehrungen getroffen werden, dass der Patient nicht stürzt (z.B. Hinsetzen).

Tetanus

Tetanus ist eine oft tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die die neuromuskulären Zellen befällt und durch das Bakterium Clostridium tetani übertragen wird. Die resistenten Sporen des Bakteriums sind überall zu finden, vom Stadtmüll bis zum Ackerland. Die Infektion wird übertragen, wenn die Sporen mit einer offenen Wunde in Kontakt kommen. Unter anaeroben Bedingungen, d.h. in Abwesenheit von Sauerstoff, vermehren sich die Bakterien und setzen giftige Substanzen (Toxine) frei. Das Tetanospasmin-Toxin zerstört die neuromuskulären Zellen und verursacht die typischen Muskelkrämpfe.

SYMPTOMATIK

Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 20 Tage. Die ersten Anzeichen für das Auftreten von Tetanus sind Kopfschmerzen, Schwindel, Schwitzen und erhöhte Muskelreflexe.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung entwickelt sich eine spastische Lähmung. Bei Tetanus wird häufig ein charakteristischer Trismus beschrieben, der zu einem erhöhten Tonus der Kaumuskulatur bis hin zu einer myogenen Kieferblockade führt.

Einige gefährliche Fälle der Krankheit können tonisch-klonische Krämpfe zeigen und die Atemmuskulatur beeinträchtigen, was lebensbedrohlich sein kann.

THERAPIE

Tetanus sollte unter medizinischen Bedingungen wie z.B. auf der Intensivstation symptomatisch behandelt werden. Um tonisch-klonische Krämpfe zu reduzieren, können Muskelrelaxantien helfen. Wenn die Atemmuskulatur betroffen ist, ist ein künstlicher Beatmungsmechanismus erforderlich.

Um die Produktion zusätzlicher Giftstoffe zu reduzieren, muss die verantwortliche (infizierte) Wunde gründlich gereinigt werden.

Zur Vorbeugung gegen Tetanus gibt es einen Impfstoff, der durch die Injektion eines Toxoids über 20 Jahre Immunität verleiht.

Übelkeit

In der Umgangssprache bezieht sich Übelkeit auf „eine im Magenbereich gefühlte Enge“. Der Begriff beschreibt nur ein Symptom und ist nicht spezifisch für eine Krankheit. Allgemein lässt sich sagen, dass sowohl äußere als auch innere Reizungen Übelkeit auslösen können.

Zu den äußeren Reizungen gehören abgelaufene Lebensmittel, Viren oder Bakterien im Verdauungstrakt, Alkohol, Medikamente und psychische Phänomene wie Angst oder Unruhe. Häufig verspürt der Betroffene auch den Drang zu erbrechen. Dies ist ein (guter) Schutzmechanismus für den Körper, um die schädliche Substanz zu eliminieren.

Schwangerschaft, starke Schmerzen, Migräne oder andere organische Erkrankungen (Verdauungssystem, Gehirn, Herz, Nieren, Leber, Gleichgewichtsorgane und Bauchspeicheldrüse) machen die inneren Reizungen aus.

THERAPIE

Da die Ursachen der Übelkeit vielfältig sind, lässt sich nicht sagen, was sie am besten lindern würde. In vielen Fällen ist Übelkeit ein Abwehrmechanismus des Körpers, der nicht gestoppt werden sollte. Es gibt jedoch viele Medikamente gegen Übelkeit und auch gegen Seekrankheit auf dem Markt. Wenn der Patient erbrechen muss, muss er auf jeden Fall ausreichende Mengen (Tee, Fruchtsaft) trinken, um die verlorene Flüssigkeitsmenge und Elektrolyte wieder auszugleichen.

Unterzuckerung

Eine Hypoglykämie tritt auf, wenn nicht genügend Zucker im Blut vorhanden ist. Dies ist bei Menschen mit einer zuckerbedingten Erkrankung recht häufig. Wenn Ärzte den Begriff „zuckerbedingte Erkrankung“ verwenden, sprechen sie von Diabetes mellitus. Menschen mit Diabetes sind Menschen, deren Körper den Zuckerspiegel nicht gut genug regulieren kann. Eine Hypoglykämie tritt auf, wenn Menschen mit Diabetes ihre zuckersenkenden Medikamente (z.B. Insulin) einnehmen, dann aber nicht genügend essen. Insulin wirkt im Gewebe als Zuckertransporter; ohne ausreichende Nährstoffzufuhr steht dem Diabetiker dann zu wenig Zucker im Blut zur Verfügung. Eine Hypoglykämie von Bedeutung (Bewusstseinsverlust) ist bei Menschen ohne Diabetes so gut wie unmöglich.

SYMPTOMATIK

In der Regel treten bei Blutzuckerstörungen folgende Symptome auf:

  1. Schwäche, Unruhe, Zittern
  2. Starkes Hungergefühl
  3. Kalter Schweiß
  4. Hautblässe
  5. Kopfschmerzen
  6. Übelkeit
  7. Erhöhte Herzfrequenz
  8. Sehstörungen
  9. Verwirrung
  10. Krämpfe

THERAPIE

Wenn der Patient noch bei Bewusstsein ist und nur leichte Symptome wie kalter Schweiss, Übelkeit oder Kopfschmerzen hat, sollte er essen oder Zucker nehmen. Am schnellsten und einfachsten geschieht dies in Form von Süssgetränken. Wenn der Patient desorientiert oder bewusstlos ist, sollte Zucker in Form von Glukosegel verabreicht werden. Dieser kann auch selbst gemacht werden, indem Zucker mit wenig Wasser zu einer Paste vermischt wird. In dieser Situation sollten Sie natürlich auch um Hilfe rufen.

Achtung!: Bewusstlosen Patienten soll weder Flüssigkeit noch Feststoff (Traubenzucker) in den Mund geschüttet/gelegt werden, da Erstickungsgefahr droht.

Glucose-Gel

Hyperglykaemie

Verätzungen

Irritation bezieht sich auf eine Schädigung der Haut oder Schleimhäute durch eine chemische Substanz, in der Regel starke Säuren oder Basen. Der Grad der Schädigung hängt von der Art und Konzentration der reizenden Substanz, aber auch von der Menge und der Dauer der Anwendung ab.

SYMPTOMATIK

Bei Irritationen, wie bei Verätzungen, ist der Flüssigkeitsverlust im Kontaktbereich mit der Substanz sehr wichtig. Darüber hinaus sind viele reizende Substanzen toxisch für den Körper. Flüssigkeitsverlust und starke Schmerzen können zu einem Schock (hypovolämischer Schock) führen.

Wenn eine Reizung im Mund oder Rachen auftritt, kann es zu einer Schwellung kommen, die zu einer Verengung der Atemwege führt. Das Risiko eines Atemstillstands kann für den Patienten tödlich sein. Darüber hinaus können beim Verschlucken von sauren oder basischen Substanzen die Venen der Speiseröhre geschädigt werden und zu einem erheblichen Blutverlust im Magen führen.

Eine starke chemische Reizung der Augen führt oft innerhalb kurzer Zeit zu einer Trübung der Hornhaut und damit zur Erblindung.

THERAPIE

Als erster Schritt gegen Hautreizungen sollte der betroffene Bereich gründlich unter fließendem Wasser abgespült werden. Bei hohen Konzentrationen von sauren oder basischen Substanzen ist die überschüssige Substanz vor dem Spülen mit einem Tuch zu entfernen, um zu verhindern, dass sich die Substanz beim Spülen verteilt. Das Tuch ist daher nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt und muss mit Sorgfalt behandelt werden. Die Irritation großer (ausgedehnter) Gebiete muss von der Notaufnahme und dem Notarzt bewältigt werden.

Im Falle einer Augenreizung ist es wichtig, das Auge lange Zeit und mit ausreichend Wasser gut auszuspülen. Die Lider müssen dabei von Hand aufgehalten werden um den reflexartigen Lidschluss zu verhindern.

Bei Reizungen im Mund- oder Rachenraum ist das toxikologische Zentrum zu kontaktieren (145), bei dringenden Notfällen die 144.

Vergiftungen

„Alles ist Gift und nichts ist ohne Gift; die Dosis allein macht etwas nicht giftig“.
(Paracelsus)

Jede Substanz kann in ausreichenden Mengen toxisch für unseren Körper sein. Je nach Grunderkrankungen oder vorher eingenommenen Medikamenten kann die Toxizität einer Substanz erhöht sein.

Wege der Toxin-Aufnahme:

  • Durch Essen oder Trinken
  • Durch die Haut oder Schleimhäute
  • Injektion

Es ist wichtig, immer Bescheid zu wissen:

  • Was wurde aufgenommen?
  • Wie viel wurde genommen?
  • Wann wurde es aufgenommen?
  • Wie wurde es aufgenommen?
  • Was wurde bereits früher getan?

SYMPTOMATIK

Die Symptome können je nach der eingenommenen Substanz sehr unterschiedlich sein.
Hier sind nur die besonders wichtigen Stoffe aufgeführt:

THERAPIE

Generell gilt: Es ist nicht mehr ratsam, den Patienten zum Erbrechen zu bringen, weil der Nutzen die Risiken nicht abdeckt (z.B. 2. Exposition der Speiseröhre mit der toxischen Substanz, Erstickungsgefahr und Lungenkontamination).

Die Notrufnummer des Tox-Zentrums 145 kann jederzeit Hilfe und Informationen geben, bei akuter Lebensgefahr oder verändertem Bewusstsein soll die 144 gerufen werden.

Verbrennungen

Verbrennungen sind hitzebedingte Hautschäden, welche durch den Kontakt mit Feuer oder heissen Gegenständen resp. die Einwirkung von heisser Luft oder (Hitze-) Strahlung entstehen. Werden sie durch eine heisse Flüssigkeit oder heissen Dampf verursacht, so sprich man von einer Verbrühung.

Abhängig von der einwirkenden Temperatur und der Einwirkzeit sind unterschiedliche Haut- und weitere Gewebeschichten betroffen, worauf die Einteilung in 4 Schweregrade beruht:

  • Grad 1: Betrifft die Oberhaut. Die Haut ist gerötet und schmerzt (wie bei einem Sonnenbrand). Diese Verletzung heilt rasch und folgenlos (keine Narbenbildung) ab
  • Grad 2: Betrifft die Ober- und die Lederhaut. Es bestehen intakte Brandblasen und starke Schmerzen, die umgebende Haut ist gerötet. Je nachdem ob nur Teile der Lederhaut (Grad 2a) oder die gesamte Lederhaut (Grad 2b) betroffen ist, heilt die Verletzung narbenfrei oder teilweise narbig ab.
  • Grad 3: Betrifft die Ober und die gesamte Lederhaut sowie die Unterhaut (Unterhautfettgewebe).  Es besteht eine offene Brandwunde, der Wundgrund  ist oft weiß-grau, es bestehen keine oder kaum Schmerzen, da die Nervenenden zerstört sind. Die Heilung erfolgt immer über Narbenbildung, das zerstörte Gewebe muss chirurgisch entfernt werden und oft (je nach Ausdehnung) sind Hauttransplantationen nötig. Solche Verletzungen müssen daher immer ärztlich, i.d.R. von Spezialisten im Spital behandelt werden.
  • Grad 4: Betrifft alle Hautschichten sowie das darunter gelegene Fett- und Muskelgewebe. Das Gewebe ist vollständig verkohlt oder verkocht und muss im Spital grosszügig chirurgisch entfernt werden um die Infektionsgefahr möglichst gering zu halten. Sind Extremitäten betroffen muss meist amputiert werden.

THERAPIE

Grad 1 Verbrennungen bedürfen keiner ärztlichen Behandlung und können mit kühlenden Gels/Cremes zu Hause behandelt werden. Kleinflächige (bis ca. 1-2 Handflächen grosse) Grad 2 Verbrennungen werden mit lauwarmem Wasser* 10-15 Minuten gekühlt, dann desinfiziert und steril abgedeckt resp. locker verbunden. Grossflächigere Verletzungen dürfen wegen der Gefahr der Unterkühlung des Patienten nicht gekühlt werden. Hier wird i.d.R. der Rettungsdienst zugezogen und der Patient in spitalärztliche Behandlung gebracht werden. Da die Haut nicht mehr als Isolierschicht zur Verfügung steht, muss bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes darauf geachtet werden, dass der Patient nicht auskühlt (z.B. mittels Rettungsdecke).

Hitzebedingte Hautverletzungen ab Grad 3 müssen oft chirurgisch und somit (spital-)ärztlich behandelt werden.

Bei hitzebedingten Hautverletzungen mit intakten Brandblasen (Grad 2) gilt:

  • bis etwa Grösse einer 2 oder max. 5 Frankenmünze: keine ärztliche Behandlung nötig; kühlen – desinfizieren – verbinden; Blase nicht eröffnen! Zum Hausarzt (ggf. Spital) wenn: Brandblase im Gesicht, im Ano-Genitalbereich oder gelenksübergreifend.
  • vorgenannte Grösse bis ca. 1 Handflächengrösse (= 1% der Körperoberfläche): kühlen, desinfizieren, verbinden (abdecken); zum Hausarzt
  • zwischen einer und max. ca. 3 Handflächengrössen: vorsichtig kühlen und abdecken und ins Spital (Notfallstation). Je nach Zustand und Schmerzen mit dem Taxi oder Rettungsdienst.
  • ab einer Grösse von ca. 3 – 4 Handflächen: nicht kühlen, ggf. abdecken; Hospitalisation mittels Rettungsdienstes

* Erklärung: Kühlung nur mit lauwarmem (um die 22°C) nicht wie lange Zeit empfohlen möglichst kaltem Wasser! Im Randbereich von hitzebedingten Hautverletzungen finden sich immer Hautzellen, welche zwar auch hitzebedingt geschädigt, aber nicht zerstört (also vital) sind. Damit diese überleben, müssen sie gut mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden (Durchblutung!). Zu kaltes Wasser führt dazu, dass sich die Blutgefässe zusammenziehen, die Durchblutung nimmt ab und so sterben auch diese geschädigten Zellen ab und der Schaden vergrössert sich.

Verstauchung

Eine Verstauchung liegt vor, wenn die Bänder überdehnt sind oder wenn die Gelenkkapsel beschädigt ist. Die bekannteste Form der Verstauchung ist die „Knöchelverstauchung“ (OSG-Distorsion).

SYMPTOMATIK

Je nach Grad der Verstauchung treten Schmerzen, lokale Schwellungen und eine Belastungsunfähigkeit auf. Bei einer Knochenfraktur ist es manchmal schwierig, den Unterschied zu erkennen, und es kann professionelle Hilfe erforderlich sein.

THERAPIE

Im Notfall wird die betroffene Extremität angehoben und in der Ruheposition geschient. Kälte hilft gegen Schwellungen und zur Schmerzlinderung. Wenn keine Belastung möglich ist, oder wenn die Schwellung trotz der Kälte nicht zurückgeht, wird eine ärztliche Beratung empfohlen.

Wirbelsäulenverletzung

Ein Wirbelbruch kann den Wirbelkörper, die Dornfortsätze und den Wirbelbogen betreffen. Ein Bruch eines oder mehrerer Wirbel entsteht als Folge eines schweren Schlags bei einem Verkehrsunfall, eines Sturzes oder physischer Gewalt. Durch Kompression oder direkte Krafteinwirkung auf den Wirbelkörper bricht der Knochen. Häufig ist der Wirbelkanal (enthält Rückemark) betroffen, entweder aufgrund einer Läsion durch ein Knochenfragment oder durch Verlagerung der Wirbelsäule. Eine Querschnittslähmung wird befürchtet.

Im Gegensatz dazu führt eine Fraktur der Wirbelsäule bei älteren Menschen eher zu einem Kollaps des osteoporotischen Knochens als zu einem Knochenbruch. Durch den Knochenverlust werden die Wirbel zunehmend poröser und verlieren ihre Stabilität. Diese Frakturen können bereits beim Tragen einer Einkaufstasche oder beim Niesen auftreten.

SYMPTOMATIK

Stabile Frakturen können ohne Symptome auftreten. Das häufigste Symptom sind plötzlich auftretende starke Rückenschmerzen, die manchmal mit Bewegungseinschränkungen oder sogar Lähmungen (Querschnittslähmung) einhergehen. Es können auch andere Symptome auftreten, wie z.B. unnatürliche Reflexe, Gefühlsstörungen oder Lähmungserscheinungen.

THERAPIE

Die Behandlung einer Wirbelsäulenfraktur kann operativ oder konservativ erfolgen. Die physiotherapeutische Behandlung hilft, den Patienten zu mobilisieren, die Körperhaltung zu verbessern und bestimmte Bewegungen zu schonen. Manchmal sind auch andere Mittel möglich, in Form von Korsetts und Stützgürteln.

Zyanose

Der Begriff „Zyanose“ bezieht sich auf die blaue Farbe, die die Haut und die Schleimhäute annehmen können. Im weiteren Sinne wird der Begriff verwendet, um die Hypoperfusion von Blut breit zu definieren.

PHYSIOPATHOLOGIE

Eine Zyanose tritt auf, wenn die Sauerstoffsättigung des Blutes oder des Blutfarbstoffes (Hämoglobin) zu niedrig ist. Oxygeniertes Hämoglobin, d.h. sauerstoffreiches Hämoglobin, ist hellrot. Desoxygeniertes, sauerstoffarmes Hämoglobin ist dunkelrot gefärbt. Eine Zyanose ist in der Regel erst sichtbar, wenn die Konzentration an desoxygeniertem Hämoglobin etwa 5 g/dl beträgt.

URSACHEN

Die Ursache der Zyanose ist in der Regel eine unzureichende Sauerstoffversorgung des Blutes, sei es ein Problem der Sauerstoffaufnahme durch die roten Blutkörperchen, eine zu niedrige Sauerstoffkonzentration in der Atemluft oder eine zu große Diffusionsdistanz bei pulmonal pathologischen Veränderungen. Die Ursachen der Zyanose können sehr unterschiedlich sein, sei es pulmonal, kardial, durch Vergiftung oder Medikamente.

FORMEN

Periphere Zyanose: Die periphere Zyanose entsteht durch Sauerstoffmangel in den Extremitäten des Körpers, z.B. bei verminderter Herzfunktion oder Schock (Blutvolumenmangel).Zentrale Zyanose: Die zentrale Zyanose entsteht entweder durch ungenügende Oxygenierung des Blutes in den Lungenbläschen (z.B. bei Emphysem oder COPD) oder durch Vermischung von sauerstoffreichem und nicht sauerstoffreichem Blut aufgrund arterio-venöser Anastomosen (Rechts-Links-Shunt).

Die zentralen und peripheren Formen der Zyanose lassen sich klinisch unterscheiden, wenn das Ohrläppchen ausreichend stark gedrückt wird: Bei der zentralen Zyanose bleibt das Ohrläppchen blau. Bei der peripheren Zyanose färbt sich das Ohrläppchen nach dem Loslassen (aufgrund einer Hyperämie) wieder rosa.

Ein weiteres klinisches Unterscheidungskriterium ist die Farbe der Zunge: Bei der zentralen Zyanose wird die Zunge bläulich sein, während dies bei der peripheren Zyanose nicht der Fall ist.